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Intro

So schnell verging ein ganzes Jahr,
und schon steh‘ ich wieder da,
und muss die schwere Bürde tragen,
einen Toten zu beklagen!
Denn 2016 schrieb die Enden,
von vielen unserer Legenden,
die den Alltag schöner machten,
und viele kurze Stunden brachten.
Dafür steht grad Bud Spencer hier,
ein Kindheitsheld, nicht nur vor mir.
Vorbild und Mann mit Lebenslauf,
den 100 Leute nicht ha‘m drauf.
Die Streifen 1.000 Mal geseh’n,
und das wird ewig weiter geh’n!
Von welchem Film an diesen Tagen,
kann man das eigentlich noch sagen?!
Drum, wenn es donnert diese Tage,
ist das das Zeichen, keine Frage,
dass Bud schon lang im Himmel weilt,
und dort mal fleißig Schell’n verteilt!
Und auch den Alltag kriegt er hin.
Mal geht’s mit Ali in den Ring,
mal‘n Whiskeyglas mit Lemmy tanken,
mal Armdrücken mit Tamme Hanken,
oder Frust über Gesang vom Klo,
von Bowie oder Cicero!
Bevor wir die Kirmes zu Grabe tragen,
lasst mich vorher noch schnell sagen,
was in diesem Kirmesjahr,
bei uns im Örtchen Phase war!
Wer absolut kein‘ Spaß versteht,
für den ist ‘s besser, wenn er geht.
An alle ander‘n: Bleibt noch hier,
beim leckeren Pustleber Bier!

Biernot

Die erste Story aus dem Ort,
dreht sich um das Thema Sport.
Da mischen wir uns selten ein.
Wir haben ja den Sportverein.
Und glänzt der Kirmesbursch‘ an sich,
zumeist durch viel Bewegung nicht.
Ha’m wir zwar auch agile Flitzer,
sind wir zumeist stabile Sitzer,
und geh’n deshalb zum Sportplatz heute,
aus Gründen wie normale Leute.
Zum Diskutieren, bis auf’s Messer
– Früher war ja alles besser –
und schimpfend zu gestikulieren.
– Inhalt und Form gelenkt von Bieren!
Und grade dieser Gerstensaft,
war es, der gleich Probleme schafft.
Denn macht das Meckern keinen Spaß,
hat man nur Kakao im Glas!
Drum freute man sich auch nicht viel,
im Juli, bei ‘nem Freundschaftsspiel.
Die „SV Eintracht“ – eine Seite,
gegen Lipprechterode Zweite.
Der rein sportliche Stellenwert,
wurd‘ schnell ins Nichtige verkehrt,
weil, bevor Fußball hier passierte,
quasi ‘ne Bombe explodierte!
Es kam, was keiner hören wollte:
Der Heiko ist im Urlaub heute!
Die Tragweite wurd‘ nicht verkannt,
die Konsequenzen schnell bekannt!
Denn ohne Ersatzpersonal,
schließt auch das Sportler-Trinklokal!
Für Zuschauer und Leut‘ der Ersten,
hieß das: Heut‘ keinen Saft von Gersten!
Wovon ich so banal berichte,
ist Novum der Vereinsgeschichte!
Fußball schau‘n, ohne Biere trinken,
ist wie Titanic, ohne Sinken.
Es geht, auch ohne groß zu quälen,
doch irgendwie würd‘ etwas fehlen.
Und nicht zuletzt braucht man, nach laufen,
als Spieler die Option zu saufen!
Denn kann man keine Punkte holen,
hilft es enorm sich zu besohlen!
Drum sag ich frei nun von Sarkasmus:
Die Stimmung war wie in Damaskus!
Manch Spieler war sogar in Rage,
ob der drohenden Blamage,
doch eine Hoffnung kam bald auf:
Vielleicht fällt es ja keinem auf…
Denn sind grad die Besucherzahlen,
nicht unbedingt wie in Westfalen!
Da kommt bei so’nem Freundschaftsspiel,
mit Sicherheit ja auch nicht viel.
Hoffst du auf Zufall, sage ich:
Du kennst den lieben Murphy nicht!
Denn das Wetter war nicht mau,
und lief wohl auch nichts im TV.
Ok, es kam keine Million‘,
doch deutlich mehr als sonst war’s schon.
Und auch nach Anpfiff wurd‘ es mehr,
in puncto Zuschauerverkehr!
Was soll ich euch noch mehr erzählen?!
Die Folge waren trock‘ne Kehlen.
Und ohne an ‘nem Bier zu nippen,
drohte die Stimmung schnell zu kippen.
Nochmal: Das war nicht zum Lachen!
Manch Spieler wollt raus, um die Kneipe zu machen!
Doch bevor es kam noch fetter,
eilt‘ heldenhaft herbei ein Retter!
Ritter in strahlendem Gewand,
Peppi in Fachkreisen genannt,
war heute auch in Sportplatzgegend,
und ist Kirmesbursch‘ selbstredend.
Als solcher ist er stets geknickt,
dass Mann ein Bier wollt‘ und nicht kriegt.
Doch Grenzsituation‘ wie diese,
sind für uns noch keine Krise!
Wir sind, als hätten wir’s studiert,
für solche Fälle präpariert!
Da ist der Kirmesbursche fit,
und hat ein Hopfen-Rettungs-Kit!
2 Kästen oder mehr zur Not,
gebraut nach deutschen Reinheitsgebot!
Drum ließ sich Peppi keine Zeit
– der Weg nach Hause war nicht weit –
stopfte dort die braunen Flaschen,
in feinste, graue Jute-Taschen,
und brachte sie, in vielen Runden,
zu seinen neuen Sportplatz-Kunden!
Hier müssen wir noch ganz kurz schildern:
Das führte zu bizarren Bildern!
Denn durch die Nachfrage hoch 10,
musste Peppi häufig geh’n!
Und auf seinen Versorgungsweg,
hat Gott die Eisdiele gelegt,
wo auch, die durch Eis angelockten,
Luchs und Kniemann grade hockten.
Gefühlt bei jeder Kugel zwei,
kam nun Peppi hier vorbei,
mit vollen Bieren gut bestückt,
feixend kurz später leer zurück.
Ein Umstand, der den Argwohn rührte,
und zu Spekulationen führte…
Sind dann noch Dirk und Luchs betroffen,
herrscht Geheimhaltungsstufe „offen“!
Wo führt hier die Moral nun hin?
Ausschank spontan ist unser Ding!
Macht euch bei Biernot keine Sorgen,
wir können euch da stets versorgen!
Bierreserven, dunkel, heller,
haben wir wohl gern im Keller.
Im Zweifel mehr, so ist’s uns lieb,
als ein Verein mit Schankbetrieb!
Beweis dafür im großen Stil,
ist eine Szene nach dem Spiel,
als sich die Leut‘ der Ersten dachten,
die Kneipe doch noch aufzumachen.
Dem Gegner mal ein Kästchen geben,
und selber auch ein Bierchen heben…
Die Kneipe war schnell aufgeschlossen,
für Bier ins Lager vorgeschossen,
doch nach nur 3 Sekunden Warten:
Ernüchterung, auf so viel Arten!
Rechts oben saß ‘ne dicke Spinne,
links stand ‘n Kasten von Neunspringe,
und dazwischen flog was wie,
ein Dornenbusch in der Prärie!
Der Raum war dunkel, kalt und leer,
als ob man grad im Weltall wär…
Der Grund war wieder sonnenklar:
Weil Heiko ja im Urlaub war!

Massive Integration

Ein heißes Thema dieser Tage,
ist zweifelsfrei die Flüchtlingsfrage.
Das ganze Land ist involviert.
Auch hier im Ort wird diskutiert.
Da mischen wir uns auch nicht ein,
sind ja kein Politikverein,
doch ist der Pustleber an sich,
ja hilfsbereit und vorbildlich.
Sodass man die, die sind arm dran,
gern unterstützt, wo man nur kann.
So auch im Februar dieses Jahr,
als ‘ne Willkommensparty war,
für die, die kam’n aus fernen Landen,
und in der Schule Obdach fanden.
Viele Leute waren da.
Um einen geht ‘s jetzt, das ist klar.
Man sah ihn schon weit vor dem Vorplatz.
Samt Sohn kam dort Elias Rohrspatz!
Ein Duo, Schmaler neben Strammer,
wie Smart auf Parkplatz neben Hummer,
wollte auch nicht lange pennen,
und tat sich deshalb gleich mal trennen.
Der Enzo schritt elanvoll hin,
zur ersten Flüchtlingshelferin,
zu fragen, wie man helfen kann.
Doch so fing das mal gar nicht an…
Denn wenn man ihn nur kurz scannt,
und ihn nicht persönlich kennt,
verkennt man wohl den Fakt gewiss,
dass der Junge Deutscher ist.
Statt „Guten Tag!“, da sagte sie:
„Would you like to have some tea?“
Denn optisch ist der Enzo eher,
nicht klassisch Mitteleuropäer.
Innen verkappter Pyromane,
ist er von außen fast Osmane.
Und auch seinen edlen Stamm,
sieht man ihm (noch) wenig an.
Für einen ungeschulten Blicke,
fehlt ihm wohl die Rohrspatz-Dicke…
Wir woll’n euch mit Details verschonen,
sagen nur: Das gab Diskussionen,
und schwenken von der Szene heiter,
Luftlinie ein paar Meter weiter.
Weil an der Stelle nämlich grad,
Elias ’live in action’ trat.
Er war, das konnte man schnell seh‘n,
auch nicht da um rum zu steh’n.
Wobei das im Prinzip schon reicht,
dass man vor Ehrfurcht leicht erbleicht.
Die Flüchtlinge, sie dachten wohl:
Das muss er sein, der Helmut Kohl!
Ein Mann, wie eine deutsche Eiche,
Stimme beinah‘ Donnergleiche,
und physisch gänzlich ein Gerät,
das für Erfolg und Wohlstand steht.
Für Ausländer mehr als ein Lichtblick;
hier gibt es Fleisch, hier bin ich richtig!
Doch wirkte Kohl, nimmt man ‘s genau,
etwas kleiner im TV.
Doch sei’s drum, das sind Kleinigkeiten,
die weiter kein Problem bereiten.
Elias, da bleibt er sich treu,
zeigt keinerlei Berührungsscheu,
hat seine Interpretation,
vom Thema der Integration.
Und die lebt er, wie man‘s kennt,
mit locker 110%.
Simpel sind seine Prämissen:
Ein Ausländer muss nicht viel wissen!
Beherrsch‘ den Nahrungsmittelkauf,
und hab die Landeshymne drauf!
Wie allerdings recht bald zu seh’n war,
ist ‘Land‘, wie seine Hose, dehnbar.
Für ihn ist es vom Integrieren,
ein kleiner Schritt zum Missionieren!
Schnell legt‘ er los, die Zeit war knapp,
und griff den ersten Flüchtling ab.
Der Glückspilz war sich nicht bewusst,
was er hier gleich leisten musst‘,
als der große, deutsche Mann,
seinen Schatten um ihn spann,
und begann, auf knarrn’dem Stuhle,
mit seiner Landeshymnen-Schule!
Doch war der Anfang, kleine Feinheit,
nicht „Einigkeit und Recht und Freiheit“!
Vielmehr startete das so:
„Aaaaahhh… Ooooohhhhh…“.
Er stimmte voller Inbrunst dann,
Hymne ‘Hoch lebe Eisen‘ an!
Doch zeigt der Mann vom Libanon,
nicht die gewünschte Reaktion.
Die Darbietung war freilich prächtig,
doch war er Deutsch ja nicht so mächtig.
Das wurmt Elias freilich schwer.
Ein Dolmetscher, der musste her!
Gesagt, getan; es eilt herbei,
sprachkundiger Flüchtling 2,
der dann, scheinbar gut genug,
des Textes Inhalt übertrug.
Hier müssen wir mal kurz pausieren,
um den Moment zu zelebrieren!
Das ist nicht nur ein Meilenstein,
das geht in die Geschichte ein!
Hier wurde grad ein Kirmestext,
in Arabisch übersetzt!
Das nennen wir, ganz ohne Hohn,
Völkerverständigung und Integration!
Übertreiben ist nicht unser Stil,
Friedensnobelpreis wär zu viel,
denn was er tat dort übersetzen,
können wir ja auch bloß schätzen.
Vielleicht sprach er, man weiß es nicht:
„Tu was er sagt, ich fürchte mich!“,
„Gib dir Mühe, häng dich rein!
Der Mann muss hier der König sein!“
Oder er flüsterte nur stiller,
immer wieder kurz „Godzilla!“.
Wie auch immer, Elias sah,
dass immer noch was unklar war.
Der Flüchtling hatte zugehört…
Doch warum blickt er dann verstört?!
„Hoch lebe Eisen, hoch lebe Stahl!“,
ich spekuliere nur einmal,
ergibt für einen Kriegsflüchtling,
vielleicht doch einen and’ren Sinn.
Auch teil‘n Araber so an sich,
die Freude am Besaufen nicht!
Das vorgetragen dergestalt,
mit der Singstimme von Hulk,
kann vielleicht beim ersten Hören,
in Summe kulturell verstören.
Der Typ war wohl ein Härtefall.
Elias war erneut am Ball.
Der Fahrschullehrer lacht an sich,
nämlich beim Bildungsauftrag nicht!
Und wie lernt man noch heut‘ in Polen?
Durch hartes, stures Wiederholen!
Drum ließ Elias Blicke schweifen,
um Flüchtling 3 heran zu pfeifen.
Bei ihm war einfach die Arschkarte,
dass er auf sein Smartphone starrte.
Denn so ein Ding hat garantiert,
‘ne Kamera voll integriert…
Was dann passierte glaub man kaum:
„Hoch lebe Eisen!“ 2 – ein Traum.
Nur wurde diese Song-Version,
Video-Dokumentation!
Im Ernst, der Typ musst‘ unbedingt,
Elias filmen, wie er singt!
Um dann das Video vom Dicken,
an seinen Kumpel zu verschicken!
Mit Ansage: Zieh dir das rein,
und teile es im Flüchtlingsheim!
Die Vehemenz ließ wohl vermuten,
man solle sich da besser sputen.
Denn kennt man nicht „Hoch lebe Eisen!“,
darf man in Deutschland nicht mal reisen.
… Und hätten wir uns durchgesetzt,
stünd‘ das sogar im Grundgesetz!
Was lehrt uns diese Anekdote?
Wir brauchen keine Flüchtlingsquote!
Denn bei uns wird motiviert,
auf eig’ne Weise integriert!
Wir gliedern quasi jeden an…
Solang er uns’re Lieder kann!

Ridgefleck

Der nächste Vers, den ich verliere,
stammt wieder aus dem Reich der Tiere,
und trug sich zu, wie oft gescheh’n,
in der Sondershäuser Straße 10!
Denn, wie uns die Geschichte lehrt,
ha’m die dort großen Stellenwert.
So manches Spiegel’sche Getier,
stand ja schon in der Zeitung hier.
Ausbruch-Hahn und Schleuder-Katz’,
hatten schon mal ihren Platz.
Damit die Sache nun wird rund,
reden wir von Spiegels Hund.
Ridgeback heißt die edle Rasse,
rehbraun, drahtig und mit Masse,
afrikanisch, königsgleich…
Drum braucht so’n Tier sein Königreich.
Ich erzähl hier keinen Käse!
Der Ole kennt da keine Späße,
und ist durch die Berufsalltage,
baulich zu allem in der Lage.
So wurd‘ der Zwinger schon erweitert,
Glasfront, Heizung, Tür verbreitert,
Bett mit Rollen, zum Bewegen,
will sie das Prinzchen mal nicht regen.
Denn Ridgebacks sind schon mal wie’n Gaul,
ziemlich dünn und ziemlich faul!
Drum gibt’s Matratze, bestes Essen!
Und auch das Fell wird nicht vergessen.
Ihr werdet hier nun sicher sagen,
dass Hunde das von Haus aus tragen.
Doch diese Rasse, merkt ihr klug,
trägt für Europa nicht genug!
Als Afrikaner, der viel mattet,
ist er mit Kurzhaar ausgestattet.
Bei großer Hitze ist das dolle,
doch nicht im Umgang mit Frau Holle!
Weshalb sich der Savannenhund,
häufig friert den Popo wund.
Doch Unbehagen dieser Schwere,
ist nichts, was nicht zu lösen wäre!
Drum ging bei Hobbyschneiderlein,
Margo Postbald ein Auftrag ein.
Ein Maßanzug, den braucht man schnell,
innen gefüttert mit viel Fell,
damit der Rufus nicht mehr zittert,
und durch Vereisung nichts mehr wittert!
Margo nahm den Auftrag an,
maß aus, nähte, brachte dann,
nach insgesamt nur kurzer Zeit,
zu Spiegels, Rufus’ Winterkleid!
Doch der Moment der Übergabe,
war kein Tag wie and’re Tage!
Schon vor der Tür lag in der Luft,
ein äußerst exquisiter Duft.
Und als sie dann den Hof betrat,
lief dort ein kom’sches Schauspiel grad.
Dort, als hätte man’s geträumt,
stand Rufus, vollends eingeschäumt.
Verstörter Blick, doch ziemlich brav,
grad weniger ein Hund als Schaf!
Und an ihm hing, vorm Mund ‘ne Hand,
Herrchen Ole, unentspannt.
Fluchend und mit glas’gen Blicke,
hatte er es scheinbar dicke.
Sonst ist er nicht so echauffiert.
Was war also hier passiert?
Teil vom Ridgeback-Verwöhnprogramm,
ist freilich auch der Gassi-Gang.
Spiegels tun zwar ein Grundstück haben,
doch so’n Savannentier muss traben!
Der alltägliche Gang zur Wipper,
ist Mindestmaß für uns’ren Hüpper.
Und eben dort ging Ann-Christin,
mit Kenny und dem Hündchen hin!
Zuerst fing alles klassisch an:
Mit Leine bis zum Wipperdamm,
dann den Rufus frei gelassen,
auf dass der rennen kann am Nassen.
Er ist gepolt auf die Natur.
Doch durch zuhause Luxus pur,
muss er scheinbar beim spazieren,
etwas überkompensieren.
Wie aufgezogen sprang er fort.
Die Witt’rung zog ihn zu ‘nem Ort,
der, ganz einfach mal erörtert,
Natur in reinster Form verkörpert!
Rufus Spiegel, der Entdecker,
fand einen Kackhaufen sehr lecker!
Und wälzte sich im Abendrot,
genüsslich bald in braunen Kot!
Ja, während die Herrchen pennten,
badete er in Exkrementen!
Und diese, tat man spekulieren,
war’n nicht herausgepresst von Tieren!
Ein Mensch? Ihr wollt hier sicher Licht.
Drum sag ich euch den Namen: Nicht! :)
Denn das hilft hier nicht die Masse.
Deshalb nochmal zur Hunderasse.
Ein Ridgeback, dunkel oder hell,
hat wie gesagt nicht sehr viel Fell!
Oder andersrum, er schreit,
nicht unbedingt nach Plüschigkeit,
sieht sportlich und nicht knuffig aus.
Sein Fell hat Nachteile frei Haus!
Im kalten Winter ist ‘s nicht Nutz’,
bringt nahezu kein’ Aufprallschutz,
ist unflauschig und senkt so die Chancen,
auf Streicheleinheiten um Nuancen!
Die Ridgeback-Fell-Anatomie,
ist kein Universalgenie!
Doch Vorteile muss man auch kennen.
Die Saugkraft wäre hier zu nennen.
Denn 8 Kubikmeter von Fell,
saugen viel und stark und schnell!
Dass Rufus kurzes Fellkleid reicht,
macht in vergleichbar pflegeleicht.
Zumindest sollte man das meinen.
Der Ole wird das wohl verneinen…
Denn auch nur Stoppeln um die Hüfte,
sind super Speicherplatz für Düfte.
Doch der bestialische Gestank,
war erstmal gar kein Grund für Zank.
Die Ursache blieb unerkannt.
So riecht es nun mal auf dem Land.
Und braunen Kot auf braunem Grund,
sieht man schlecht auf einem Hund.
Gut, das Fell, könnt ihr begreifen,
trug elegante Tigerstreifen,
doch der Eindruck, so in Gänze,
war nicht gravierend fern der Grenze.
Drum ging nun bald nach Haus die Reise,
den Hund umgab der Duft von Scheiße.
Doch schließlich heim, wurd‘ allen klar,
dass sonderbar hier etwas war.
“Kacke!”, sagte man gefrustet,
denn der Hund war halb verkrustet.
Merke: So Fäkalienreste,
sind ohn’ Behandlung schnelle feste!
Zu spät kam hier die Reaktion.
Der Ole erntete den Lohn!
Weshalb, das kann ich nicht bekunden,
Ann-Christin war schnell verschwunden.
Dagegen Ole, baut mit Stil,
ein 5-Stern-Hundedomizil,
müht sich damit wochenlang…
Und Kackekratzen ist der Dank!
Doch was soll’s?! Zeit, dass er handelt,
bevor sich Hund zu Stein verwandelt!
Drum wurd‘ das Tier zum Hof geschleift,
dort erstmal kräftig eingeseift,
zuletzt noch tüchtig abgerieben,
und schließlich Richtung Bett gerieben.
Das klingt jetzt einfach, einwandfrei,
doch Ole war’s nicht einerlei.
Denn stank der Hund nicht nur vom Bauche,
wie Iltis, eingelegt in Jauche.
Drum schrubbte Ole ungelogen,
mit Handschuh’n bis zum Ellenbogen,
und wirkte optisch bei dem Drama,
so wie Chirurg und Kuhbesamer!
Doch eines würd sich bei den Gruppen,
als äußerst hinderlich entpuppen.
Denn der Ole tat nicht geizen,
mit ausgeprägten Würgereizen.
Und wie er so nach Frischluft rang,
traf ihn Margo schließlich an.
Unterm Arm die Kunstfell-Roben…
Die Anprobe, sie wurd’ verschoben.
Was ist nun Lehre von den Sätzen?
Das kennt wohl jeder, würd ich schätzen.
Man muss sich nicht mit Scheiß’ beladen,
um es am Ende auszubaden!
Für Ole wahrlich blanker Hohn,
doch Undank ist der Welten Lohn!
Jedoch, wir haben einen Tipp,
und der passt auch zum Luxus-Trip.
Ein Upgrade wär doch, keine Frage,
eine Hundewaschanlage!
Ich meine, das erspart das Kratzen,
und Testläufe gab’s schon mit Katzen!

Bridge

So liebe Leute, die Kirmes ist noch nicht aus,
und ihr geht auch bitte noch lang nicht nach Haus.
Doch bevor ich weiter mache,
noch ein paar Worte in eigener Sache.
Hiermit gebe ich bekannt:
Dies ist mein letztes Jahr im Amt!
Ich werde alt, die Glieder schlaff,
klar, der Hintern ist noch straff!
Doch will ich meine letzten Lenze,
auskosten in voller Gänze!
Drum schleich ich mich nun ins Exil,
schau grinsend zu und mach nicht viel.
Unterm Strich fast so geschickt,
wie Papst-Kollege Benedikt!
Und wer hätt‘ bitte mal gedacht,
dass Bene‘ es mal länger macht,
als all die großen Koryphäen,
die 2016 mussten gehen?!
Das Jahr ist wie ein großer Spuk,
und Trauerfeiern gab’s genug.
Doch sowas muss uns deutlich machen,
wie wichtig es doch ist zu lachen!
Und dafür stand ich gerne hier.
Nicht ausschließlich wegen Bier!
Danke für’s Zuhör’n und für’s Klatschen.
Ich hoff‘ es war ok, mein Quatschen.
Denn kein Wort war bös‘ gemeint,
ich wollte nie, dass einer weint;
außer nur vielleicht vor Lachen…
Drum macht weiter dumme Sachen!
Und versucht auf euren Wegen,
den Humor nicht abzulegen!
Versucht euch nicht zu ernst zu nehmen.
Dafür habt ihr meinen Segen!
Da stimmen wir auch gerne ein,
und woll’n ein gutes Beispiel sein.
Drum hier ein letzter Klassiker,
nun auch schon fast 4 Jahre her,
der könnte ganz gut deutlich machen,
wie wir über uns selber lachen.
Und auch zum Motto „Legendär“,
passt die Geschichte nur zu sehr.
Passt also auf; wird kompliziert.
Lang ha’m wir’s selber nicht kapiert!

Hangover reloaded

Im Dezember, ziemlich Mitte,
war es ein paar Jahre Sitte,
zum schönen Leipzig hin zu eiern,
weil 2 Mann dort Geburtstag feiern.
Tim wohnte schließlich in der Stadt,
weshalb man was zum Pennen hat,
und, dieses Mal mit sieben Mann,
das Wochenende saufen kann.
Der Plan: Freitag gediegen machen,
und Samstag lassen wir es krachen!
Ihr werdet ziemlich schnell nun sehen,
ganz so ist es nicht geschehen…
Denn Autos waren kaum geparkt,
da ging man auf den Weihnachtsmarkt,
und soff sich erstmal, froh und munter,
die Glühweinstände rauf und runter.
Alles kein Grund zum Verzagen.
Nur Buwe war schnell angeschlagen,
und schwankte durch die junge Nacht,
wie bei ‘nem Beben, Stufe 8.
Keiner wusste wie er ‘s schaffe,
dass er sich derart schnell hinraffte.
Aber ein Pustleber agiert,
stets motiviert und kultiviert.
Und ist er sich auch nicht zu fein,
das Marktplatzpflaster vollzuspei‘n.
Drum schlich sich Buwe kurzerhand,
hinter ‘nen dunklen Weihnachtsstand,
und kotzte dort, mit einem Röhrer,
wie sonst nur Conan, der Zerstörer!
Und ist der Ruf erst so verkommen,
wird keine Rücksicht mehr genommen!
Weshalb man dacht‘: Den Abgesteiften,
muss man zur nächsten Kneipe schleifen,
wo er dann erstmal, fest und tief,
den Schlummer der Besohlten schlief.
– Die Andern 6 am Biere stürzen,
um seinen Vorsprung zu verkürzen.
Und so begann ‘ne lange Nacht,
schon ziemlich voll nicht weit nach 8.
Freitag gediegen? – Die Vokabeln,
war’n also früh im Reich der Fabeln.
Erst recht, nachdem die Angezählten,
das „TwentyOne“ als Ziel auswählten.
– ‘Ne Disco, ganz normal an sich,
doch diesen Abend leider nicht.
Denn durch ‘nen Zufall wie im Lotto,
war „Kiss-Kiss-Bang-Bang“ heut‘ Motto.
Für den, der das nicht gleich kapiert,
nur so viel: Wir war’n deplatziert.
Und diesen klaren Tatbestand,
hat auch der Türsteher erkannt.
Nicht bunt, nicht parfümiert genug…
Darum bemerkte er nun klug,
wir würden heut‘ nicht zu erfreut sin‘,
wenn wir nicht gern die ‘Schwerter kreuzen‘.
Ihr ahnt, „Kiss-Kiss-Bang-Bang“, das hieß:
Nacht der Schwulen, Lesben, Bi‘s!
Doch Abschreckung für uns’re Dichten,
war diese Info grad mitnichten!
Denn ist der Pustleber bekannt,
als weltoffen und tolerant.
Zwar liegt ihm ‘Schwerter kreuzen‘ fern,
doch hübsche Lesben sieht er gern.
Derart verblendet trat man ein.
Der Dancefloor lag im rosa Schein.
Und am Einlass gab ‘s statt Biere,
bizarr geformte Gummitiere… (Merken!)
In der Luft lag so ein Ausdruck,
aus Teilen Arsch und Teilen Kautschuk,
und vielen Lockstoffkreationen,
die nicht entfernt die Sinne schonen.
Gib Alk‘ dazu und unter‘m Strich,
erfährt man: Mann verändert sich…
Ergänzend Frau’n, die Kleider sparten,
da muss man niemals lange warten,
und hört Pustleber Gürtelschnallen,
auch mal zwischen Homos knallen.
Allerdings war nicht banal,
das Verwechslungspotenzial!
Auf „Guck den Arsch der Alten an!“,
kam: „Bohnedick, das ist ein Mann!“
Doch das Geschlecht von manchen Gästen,
konnte man auch nur noch schätzen.
Geformt wie Frau, doch stark behaart…
Ja, auch Transen war’n am Start!
So sah auch Kenny am Geländer,
‘ne Kandidatin von ‘Transgender‘.
Das ist ’ne ganz bizarre Show.
Kennt ihr nicht? Ist besser so!
Viel bizarrer war jedoch,
das spät’re Schicksal von Kim Poch.
Beim Bier hol’n, kurz nur an der Bar,
sprach der mit einem schwulen Paar.
Dabei muss einer von den Knaben,
wohl etwas missverstanden haben…
Merkt euch: Bei falscher Wörterwahl,
ist schwul = zickig und emotional.
Denn plötzlich und aus keinem Grund,
schlug Kim ‘ne Homofaust vor ‘n Mund.
Vor Überraschung kam entsetzt:
„Schwester, was war das denn jetzt?!“
Konterschlag an ‘s schwule Kinn,
kam als Option nicht in den Sinn.
Moralisch zweifelnd tat er fragen:
Ist das als würd ich Frauen schlagen?
Und unter uns, ihr liebe Leute,
die Antwort sucht er noch bis heute…
So ließ er wortlos beide steh’n,
um kopfschüttelnd zu Föhn zu geh’n.
Und den hat dann, zur spät‘ren Zeit,
auch etwas Seltsames ereilt:
Im Homo-Heer, mit ganzem Trosse,
erkannt‘ er seine Firmenbosse!
Manch einer hätt‘ sie ignoriert,
getan, als wäre nichts passiert,
und alle Peinlichkeit erspart.
Doch das ist nicht Pustleber Art!
Drum ging er rüber, grinst für Vier.
„Die Herr’n, was machen Sie denn hier?!“
Der Firmenchefs Gesamtausdruck,
veränderte sich auf ‘nen Ruck.
Von Hippis in ‘nem Blumenbeet,
zu Schaben, wenn das Licht angeht.
Vom Punk auf Homonacht ertappt…
Da hast du auch kein Schwein gehabt!
Erst recht, wenn man dazu versteht:
Dieser Punk ist indiskret!
So kam von Föhn der Kommentar,
mit einer Miene, einer kalten,
„Hoffentlich ist Ihnen klar:
Das werd ich nicht für mich behalten!“
Marcel genoss das, auch berechtigt.
Der Bosse Stimmung fiel beträchtlich.
Und kam bald so weit unten an,
wie die von Postbalds Dorian.
Weil der, zur gleichen Zeit, verwirrt,
durch Club und über Dancefloor irrt.
Doch in der parfümierten Meute,
erkannte er nicht seine Leute.
Und folgerte, nach ein paar Runden:
Die sind bestimmt schon heim verschwunden!
Ich muss es nochmal deutlich sagen:
Die Sinne waren angeschlagen!
Denn jeder seiner 6 Kollegen,
war nach wie vor im Club zugegen.
Und was das Ganze noch erschwert:
Sein Handyakku war entleert!
Kurz anrufen und informieren,
wird man so als Option verlieren.
Drum tat er den Entschluss nun fassen,
Christopher Street auch zu verlassen.
Und trat, entschlossen wie ein Mann,
gen Wohnung ‘nen Gewaltmarsch an!
Mit Erfolg, schon nur nach Stunden,
war ‘s Mehrfamilienhaus gefunden.
Doch auf sein Klingeln blieb, wie dumm,
die Gegensprechanlage stumm!
Was schnell vor allem dazu führte,
dass er begrenzt noch Freude spürte.
Denn aus ‘nem Fenster drang noch Licht.
– Der Dori wurd‘ zum Wüterich!
Denn damit war er sich nun sicher:
Die hocken drin und saufen Licher!
Briegel, Kissmanns, Föhn und Poch –
Die verarschen mich hier doch,
lachen sich bestimmt grad schlapp,
und ich frier mir die Eier ab!
Da brachte ihn der weiße Schnee,
auf eine glänzende Idee:
Auf der Stelle, auf die Schnelle,
formte er zahllos weiße Bälle,
und warf sie hart, mit fieser Miene,
gen Licht wie Baseball-Wurfmaschine!
Dabei war, trotz bald kalter Pfote,
recht ansehnlich die Trefferquote,
und so pflastert‘ er in Nu‘,
die schwach erhellte Scheibe zu.
Bald keuchend, fluchend, wenig friedlich,
doch all das einen Stock zu niedrig!
Wieder zählt nicht zum Bekannten,
was die Betroffenen empfanden.
Sie taten wohl nur Köpfe senken.
Und wer will es auch verdenken?!
Beim Fremden, der laut Flüche lallt,
und Schneebälle ans Fenster knallt.
So tat sich auch nicht viel im Haus.
Das Licht ging irgendwann nur aus…
Genauso etwa war es dann,
kurz später auch im „TwentyOne“.
Warcel schlief dort schon ungestört,
wie sich ‘s für ‘n Punk im Club gehört.
Und so beschlossen auch die Ander’n,
so langsam mal nach Haus zu wandern.
Natürlich keinesfalls gemeinsam,
höchstens zu zweit, doch lieber einsam.
Aber am Schluss, nach weit’ren Stunden,
hatten schon 5 das Ziel gefunden.
Nur 2 Mann blieben noch verschollen.
– ‘Ne gute Quote für die Vollen.
Weshalb man sich auch nicht erregte,
und einfach selig schlafen legte.
So war für 5 nun alles fein…
Dann traf der sechste Bursche ein!
Buwe, mit begrenzter Freude,
stolperte nun zum Gebäude.
Die Haustür war nur angelehnt,
die Wohnung nah, das Bett ersehnt.
Nur noch schnell 2 Stock hoch rennen,
bemerkbar machen, endlich pennen!
Doch als er auf die Klingel haute,
gab diese von sich keine Laute.
Und dabei war sie voll intakt.
Störend war ein simpler Fakt:
Der einstmalige Flurgestalter,
wählte einen Doppelschalter.
Und der Drücker für das Licht,
macht ’s hell, aber es klingelt nicht!
Ihr ahnt ’s: Der Buwe, wie im Nebel,
betätigte den falschen Hebel,
und macht, statt klingeln, ja das kann er,
die Flurbeleuchtung an und „anner“!
Mit Fragezeichen im Gesicht.
„Warum hören die mich nicht?“
Schön hell war ’s zwar, doch auch frustrierend.
Drum sagt er sich bald, resignierend:
„Müde bin ich, komm zur Ruh‘,
und deck mich mit der Treppe zu!“
So schlief er bald, bequem und nett
– Komfort vergleichbar Nagelbett –
in Kälte, kauernd, doch mit Stolz,
auf feinstem Leipz’ger Altbauholz.
Und selbst die Gassigeh‘r am Morgen,
haben den Luxus nicht verdorben.
Denn aufwachen, weil Hunde bellten,
tat der Buwe nur ganz selten…
So döste er zum Morgengrauen,
tat manchmal fleh‘nd zur Wohnung schauen,
bis hinterm Türverglas, dem recht matten,
Bewegung kam, in Form von Schatten.
Da sprang er auf, schlug vor die Pforte.
Schrie im Tran noch wirre Worte.
Bis endlich die Scharniere knarrten,
und Kennys Augen ihn anstarrten.
– Von oben bis unten, als wär er ein Tier.
„Mensch Buwe, was machst du denn hier?!“
Statt Antwort stürzte er nur rein,
winkt ab, fällt um und schläft wie ’n Stein.
Doch scheinbar eine höh’re Macht,
gönnte ihm kein‘ Schlaf die Nacht.
Denn kurz nach dem Einnicken schon,
weckte ihn sein Telefon!
Er nahm nicht ab – war grad egal.
… Kurz drauf das nächste Rufsignal.
Ein and’res Handy, and’rer Ton,
wieder keine Reaktion.
Doch spätestens beim dritten Tuten,
war hier ein Schema zu vermuten.
Der Vierte stand deshalb mal auf,
und schaute auf sein Display drauf.
Da wurd ‘s ihm frostkalt, auch mit Socke…
– Maro Postbald, damals Rocke!
Er dachte wohl bei sich nur: „Kot!
Jetzt komm‘ wir in Erklärungsnot!“
Denn es fehlte zu den Sechsen,
der König der gebär’nden Echsen.
Dori war nie eingekehrt.
Wie bitte wird das gut erklärt?
„Wo ist denn mein geliebter Mann?“
„Wenn ich mich recht erinnern kann,
hab ich ihn zuletzt geseh’n,
zur Schwulennacht um 1:10Uhr!“
Das wäre wohl zu unchiffriert,
und unglücklich argumentiert.
Drum ließ man Handys schrill’n von Sinnen,
um Bedenkzeit zu gewinnen.
Doch nach der zweiten Klingelrund‘,
wurde ‘s Kim dann doch zu bunt…
Mit Schweiß auf Stirn, vom Alk‘ noch bleich,
nahm er ab und sprach sogleich:
„Du Maro, wegen deinem Gatten…
Wie ich sag das jetzt? Leipzig hatt’n!“
Erwartet war, dass die Verlobte,
am ander’n Ende etwas tobte.
Doch kam, wer hätte das gedacht:
„Der ist heim und hat Croissants mitgebracht!“.
Darauf entfuhr ein lauter Schrei:
„Jungs, der ist heim und hat Croissants mit dabei!“
Die Reaktion auf diese News:
Erst erleichtert, dann konfus!
Denn wie zur Hölle, in der Nacht,
hat er das denn noch gemacht?!
Um die Geschichte zu beenden,
müssen wir kurz zurück blenden.
Denn, nach der Schneeballschlacht, da war
unser’m Dori vieles klar:
Er war nur noch wenig dicht,
Handy zuckt immernoch nicht,
hier lässt mich heute keiner rein,
auf zum Bahnhof, ich fahr heim!
Leicht gesagt, doch schwer getan.
Es ging noch keine Straßenbahn!
Doch fuhr – welch‘ Zufall – kurz nach 3,
ein Dönerbrotkurier vorbei!
Ich red‘ von Dönerbrotkurieren!
Wusst‘ nicht mal, dass die existieren!
Und Posse, dank der Kälte nüchtern,
belabert‘ diesen, gar nicht schüchtern,
ob er ihn, auf dem Rückweg dann,
mit zum Bahnhof nehmen kann.
So ist er dann dort angekommen,
hat den ersten Zug genommen,
und kaufte, mit dem letzten Schein,
Croissants und and’re Backwar’n ein.
Doch brauchte er noch was für ‘s Nierchen:
Ein kühles Samstagmorgen-Bierchen.
Der Kaufpreis schien ihm auch gelacht,
dank prall gefülltem Hartgeldfach.
Doch was die Börse schwellen lies,
war keinesfalls der viele Kies.
Es lachten Dori fröhlich an:
Die Gummibär‘n vom „TwentyOne“!
Doch akzeptiert man Haribos,
zu Halloween als Währung bloß!
So schließt die epischste Geschichte,
von den ich jemals wohl berichte.
Auf einer Stufe man sie sieht,
nur mit dem Nibelungenlied!
Und dabei sag ich euch: Ihr kennt,
nicht annähernd 50 Prozent.
Das eine Lesbe aus der Nacht,
Samstag den Jungs die Pizza bracht‘.
Und Pengolm zeitgleich in ‘ner Bar,
in Leipzig auch noch Hacke war.
Das sei hier alles nur erwähnt.
Nicht, dass am Ende einer gähnt!
Burschen in der Kirmespredigt –
Die Ausnahme ist nun erledigt!
Drum kurz nur noch: Moral der Nacht,
ist heut für Oberdorf gedacht:
Wollt ihr euch in Predigt schreiben,
macht ’s richtig, oder lasst es bleiben!
Denn tun wir das, dann schreiben wir,
das Skript für Hangover Teil 4!

Kleinanzeigen

Habe das Wort „definitiv“ neu entdeckt!
Gez.: Gerdchen Kranke

Getreu Kalli Witzenhausens Mottos „Es ist immer Fußball!“ und „Ich beruhige mich nicht!“, verstehe auch ich keinen Spaß, wenn es um meine Bayern geht. So geriet ich bei der Vor-Pullerparty von Köhns beim Thema derart in Rage und wurde so ausfällig, dass mir die Gastgeberin einen Platzverweis erteilte.
Gez.: Gerd Prügel

Das mit den Pullerpartys ist aber auch ein heikles Thema, besonders bei Köhns! Ich habe mich nämlich aus Versehen auf die Feier von Nachwuchs Lennart verirrt, weil ich eigentlich zu einer ganz anderen wollte. Der Fauxpas konnte aufgrund der vielen bekannten Anwesen-den erst nach mehreren Minuten aufgeklärt werde.
Gez.: Ronny Spiel

Das ist doch noch gar nichts. Habe mich bei der Hochzeit meines Sohnes einfach mal bei der falschen Hochzeitgesellschaft als Brautvater vorgestellt. Das konnte allerdings recht schnell geklärt werden, da der tatsächliche Brautvater direkt vor mir stand und verstört Protest einlegte. Das wüsste er wohl besser…
Gez.: Holger Nervling

Da wirkt es ja fast harmlos, dass ich mich nach der Hochzeit meines Neffen zum Frühstück bei einer ande-ren Hochzeitsgesellschaft an den Tisch gesetzt habe.
Gez.: Ann-Christin Spiegel

Schließt du nicht Kofferraumklappe,
wird’s mit der Garage knappe!
Gez.: Torsten Wimmermann

I love Flachspüler!
Gez.: Heiko Münzel

„Ne, wenn ich einmal angefangen habe mit lecken, gibt’s doch wieder kein Halten mehr.“
Zitat: Ole Felix (auf die Frage, ob er ein Bier mittrinkt)

Trage Hosen mit Alu-Folien Futter!
Gez.: Elias Rohrspatz

Werden demnächst noch ein Filmstudio bei uns einrichten. Uwe kann da bestimmt was bauen. Als sich nämlich der 0,5l-Apfelsaft, den ich für meinen Enkel gekauft hatte, als Energy-Drink entpuppte, hatte Ferris diesen bereits geext und sich – wie bei den Gremlins – in eine Art hyperaktives Mini-Monster verwandelt. Das Stadium mit 380 Puls hielt die ganze Nacht und führte zu allge-meiner Wachheit im ganzen Haus!
Gez.: Ann-Christin Spiegel

Halb so wild. Mein Kind trinkt auch gern mal einen Schluck Fit. Das reinigt den Magen und führt zu lustiger Blasenbildung… Die Kleinen sind ja so drollig!
Gez. Monika Riegler

Suche dringend einen neuen Besitzer, weil mich mein aktueller regelmäßig übel misshandelt. Vor kurzem erst hat er mich mit dem Mülltonnendeckel derart zugerichtet, dass ich sogar eine Schürfwunde davon getragen habe! Bitte helft mir!
Gez.: Dirk Niemanns Zinken

Werde demnächst bei Olaf Moritz in die Lehre gehen und zum Stuntman umschulen. Das Bewerbungsvideo ist auch schon fertig. Hierbei nahm ich am Hallenser Bahnhof 20 Treppenstufen mit dreifachem Überschlag. Um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen, hielt ich zusätzlich eine 0,33l-Flache Jägermeister in der rechten und ein Sixpack Bier in der linken Hand. Das sollte meinen zukünftiger Ausbilder wohl endgültig überzeugen!
Gez.: Der Luchs

Haben nicht erst seit Carlos ein Herz für Tiere! So war es eine Selbstverständlichkeit, dass wir Geppis entlaufende Hündin Fixi – äh Lexi – bei uns aufgenommen haben. Dass sie zum Dank allerdings in die Bude geschissen hat, was unschön. Da hilft auch kein Flachspüler!
Gez.: Familie Münzel

Haben neuerdings einen Rahmenvertrag mit den Wasserwerk geschlossen und können deshalb auch mal relaxed den Maschendrahtzaun mit Kärcher reinigen!
Gez.: Familie Pepe

Rezeptvorschlag „Schwarze Taube“:
Man nehme ein ausreichend großes Kochgefäß, vorzugsweise von Tupperware, lege eine Poularde unter Zugabe von etwas Flüssigkeit hinein und koche bzw. gare das Ganze bei mäßiger Hitzezufuhr so lange, bis alle Flüssigkeit und Fett restlos reduziert ist und das Huhn oder Hähnchen die Form und Größe einer Taube angenommen hat. Die farbliche Änderung ergibt sich automatisch! Rauchbildung ist unbedenklich, weil normal!
Gez.: Ann-Christin „Königin der Kleinanzeigen“ Spiegel

Outro

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,
obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.
Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,
und macht bitte weiter so dumme Sachen!
So lasset uns beten:
Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,
geheiligt werde dein Bier,
das Du empfangen von der Brauerei,
welches gelitten unter
dem Schaukeln des Bierwagens.
Sitzest zur Rechten des Kutschers.
Von Dir wird es kommen,
um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.
Und führe uns nicht in Versuchung
nach Hause zu gehen,
sondern erlöse uns von den Weibern
und vergiss uns unsere Schulden,
wie auch wir vergessen unsere Gelder.
So lasset uns Weitersaufen in Seligkeit,
bis in alle Ewigkeit.
Nun gehet hin in Frieden:
Der Hutmacher behüte euch,
der Scheffeldrescher dresche euch,
der Kneiper kneipe euch,
der Schirrmacher beschirme euch,
der Montag entspanne euch,
der Hund hebe sein Bein über euch
und sei Euch gnädig.
Und der Alkoholrausch,
der größer ist als jede Vernunft,
gebe euch ewigen Frieden.
Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:
Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,
dient zur weiteren Verdünnung des Blutes
in den Adern der Kirmesburschen!

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