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Intro

So schnell verging ein ganzes Jahr,
und schon steh‘ ich wieder da,
und muss die schwere Bürde tragen,
‘nen Volkswagen hier zu beklagen!
Er steht in Stellvertreterform,
für ‘s Ableben der Abgasnorm!
Der ein oder der and‘re Pegel,
ist hier wohl Richtlinie, nicht Regel!
Drum ist man nun auch etwas sauer,
auf einen deutschen Autobauer!
Denn Ansatzpunkt: ‘No risk – no fun!‘,
kommt manchmal nicht so prickelnd an.
Und grad der Volkswagen-Konzern,
trieb solche Spielchen scheinbar gern!
Drum sind dort viele nun entbehrlich.
Selbst Winterkorn, der musste geh’n.
Doch ist bei uns, sind wir mal ehrlich,
Eiskorn viel lieber auch geseh’n…
Noch kurz ein Tipp für Filmliebhaber:
Man plant die Doku zum Abgasdrama!
Hauptrolle muss man nicht erwähnen.
– Vin Diesel spielt die meisten Szenen!
Bevor wir die Kirmes zu Grabe tragen,
lasst mich vorher noch schnell sagen,
was in diesem Kirmesjahr,
bei uns im Örtchen Phase war!
Wer absolut kein‘ Spaß versteht,
für den ist ‘s besser, wenn er geht.
An alle ander‘n: Bleibt noch hier,
beim leckeren Pustleber Bier!

Katzenwäsche II

Bei den letzten Sommer-Hitzen,
kamen viele wohl ins Schwitzen.
Menschen haben es da leicht.
Ein kühles Bad ist schnell erreicht.
Doch schwerer wird ‘s, ist man ein Tier,
mit Fell am Bauch und Pfoten vier!
Ob Schwimmbad oder Swimmingpool,
die Katze kommt pauschal nicht cool!
Denn wird die Spezies doch blasser,
beim Gedanken an viel Wasser.
Von Pool und Bad wird sie verjagt.
– Alternativen sind gefragt!
An einem Morgen im August,
verspürt ein Kätzchen trotzdem Lust,
auf ein erfrischend kühles Bad,
und schritt deshalb gekonnt zur Tat.
Ein Spalt zum Badfenster stand offen,
und ließ das Fellknäu‘l freudig hoffen,
auf einen Sprung in Hauses Kühle,
nach Sommernachts-Gewitter-Schwüle.
Zuerst ein Satz auf ‘s Fensterbrett
– ein wenig niedriger wär nett –
dann ein Pressen, Quetschen, Schieben,
um ein Haar stecken noch geblieben,
in Panik und mit letzter Kraft,
zum Badewannenrand… Geschafft!
Doch weit gefehlt: Nicht Wannenrand!
– Im Dunkeln, Landeplatz verkannt!
Den Plan vereitelt, irgendwie,
‘ne hochmoderne Mischbatt’rie,
für ‘n wohlig warmes Wannenbad,
was fatale Folgen hat!
Wie jeder weiß, aus der Physik,
kommt ‘s nicht nur an, auf dünn und dick.
Auch auf Geschwindigkeit und Stärke. – Und damit ging man hier zu Werke!
Denn auch in Panik liegt viel Kraft.
Unmögliches wird leicht geschafft!
So hat das Kätzchen, kaum zu fassen,
die Brause tüchtig sprudeln lassen.
Denn es sprang auf den Hebel drauf…
Unglück und Wasser nahmen Lauf!
Die Brause tat die ersten Spritzer,
da wurde Katze schon zu Flitzer.
Flüchtendes Springen, wildes Rucken,
brachten nun den Schlauch zum zucken,
wie eine Schlange, erst noch träge,
doch schon bedrohlich in der Schräge.
Bis er schließlich kam, der Druck!
Der Brauseschlauch tat einen Ruck,
und zuckte nicht mehr nur; er düste,
wie Klapperschlange durch die Wüste.
Und Katze immer mittendrinnen!
Dank Wasserscheue fast von Sinnen,
aus der Wanne raus gesprungen…
So ist die Flucht zum Glück gelungen.
Doch aus Versehen, beim Entkommen,
hat sie die Brause mitgenommen!
Die hing nun lässig und charmant,
doch triefend über ‘m Wannenrand.
Dem Fellball jedoch, stark erschreckt,
war es egal, dass es da leckt.
Er streckte müde seine Glieder,
und legte sich zum Trocknen nieder,
schlief ein, durch das beruhigte Klopfen,
vom steten Wassertropfen-Tropfen!
So wurde erst am Morgen klar,
was gestern so geschehen war.
„Ist über uns ‘ne neu beklebte,
braun-beige Camouflage-Tapete?
Oder wie kommen diese Flecke,
da oben an die Zimmerdecke?!“
Das fragten sich die Hausbesitzer,
und wurden Ihrerseits zum Flitzer.
Zum Quell des Übels hin zu hetzen.
– In Ihren Augen stand Entsetzen!
Der Boden, der das Bad verziert,
war über Nacht zum Schwamm mutiert,
und erinnerte nun grob,
an eine Art Feuchtbiotop!
Und aus der Ecke drang Gewinsel…
Wie Robinson auf seiner Insel,
umgeben von biblischer Flut,
saß da die Hauskatze voll Mut.
Denn sagte ihr wohl der Instinkt,
das irgendwo hier Fische sind!
Doch anstatt zum Frühstück Sushi,
gab es fast Haue für die M…ietze.
Tat sie auch unbeteiligt hocken,
war ihr Fell mitnichten trocken.
Was schon stark Verdacht erregt,
wurd mit Beweisen hinterlegt!
In Wanne Tapsen, am Fenster Fell.
Der Fall war klar und das recht schnell.
Schlauch in die Wanne, Wasser zu,
Aktion beendet, nasse Schuh‘.
Doch wohin mit all der Brühe?
Wischen macht ja deutlich Mühe!
Ein guter Rat musst‘ also her:
Da rufen wir die Feuerwehr!
Die 110, wie jeder weiß,
regelt ziemlich jeden Sch…aden!
Gedankenfehler – und ein krasser:
Die löschen Feuer mittels Wasser!
Weil man sie als Fluthelfer sieht,
ist das doch nicht ihr Fachgebiet!
Im Regelfall, mal so gesprochen,
machen sie es nass, nicht trocken!
Ghostbusters fahren auch nicht raus,
und setzen bei dir Geister aus!
Doch standen nun, nach kurzer Zeit,
die Kameraden schon bereit!
Zuerst wird Tatort inspiziert,
bevor Gerät man aktiviert.
Denn sah wohl das besagte Haus,
von außen recht passabel aus!
Keine Rauchzeichen von Weitem,
kein Feuer schlug aus Häuserseiten.
Höchstens die Außendeko war,
eine geschmackliche Gefahr.
So wurd‘ gewiss: Das ist wohl so,
kein typisches Szenario…
Diese Vermutung wurd‘ bestätigt,
nach Aussagen, die dann getätigt!
Um sich den Schaden anzuseh’n,
wollt‘ man in die Wohnung geh’n.
Besitzer: „Klar könnt ihr durch ‘s Haus,
doch zieht zuerst die Stiefel aus!“
Ein derartiges Bekenntnis,
stößt allgemein auf Unverständnis!
Und Feuerwehrmann blickt verstört,
weil er sowas selten hört!
Denn in der Regel steht der Schmutz,
recht deutlich hinter ‘m Arbeitsschutz!
Und deshalb wär es zu begrüßen,
die Stiefel blieben an den Füßen!
Besonders, wenn im Wasser steht,
man mit elektrischem Gerät!
Zumindest war’n das die Gedanken,
doch die gerieten schnell ins Wanken,
als der Schaden trat zu Tage.
Es stellte sich recht schnell die Frage:
„Wem soll die Feuerwehr hier nutzen?
Soll‘n wir hier pumpen oder putzen?“
Denn bei geringen Wassermassen,
sollt‘ man das Pumpen lieber lassen.
Und zum Putzen tun die Knaben,
nicht von Arbeit hier antraben!
Da gibt es Spezialisten heuer,
zum Trockenlegen vom Gemäuer!
Zum Rechnungen-Begleichen später,
kommt der Versicherungsvertreter!
Ob der die Katzen-Story glaubt?
Die Frage ist hier wohl erlaubt.
Doch halten ja als Zeugen her,
die Helfer von der Feuerwehr!
Nur haben die auch heißen Draht,
zum Kirmesblatt-Pontifikat!
Wie wär ‘s der Mietze nur ergangen,
hätte da ein Fön gehangen?!
Drum lautet hier auch die Moral:
So ‘n Tier ist schon für ’s Haus fatal,
doch eignet es sich gut genug,
für den Versicherungsbetrug!
Denn macht es in Regel auch,
von seinem Schweigerecht Gebrauch!

Einkaufs-Meilen-Steine

Wocheneinkauf, heutzutage,
ist ein Erlebnis – keine Frage.
Zum Ersten, weil das Angebot,
den Käufer zu erschlagen droht.
Zum Zweiten, weil im Stress man ist,
damit man bloß auch nichts vergisst.
Und drittens sind da noch die Preise
ein Störfaktor auf viele Weise,
worunter wohl ein mancher leidet,
und kostenorientiert entscheidet!
Doch Netto, Lidl, Aldi & Co.,
gibt es halt nur anderswo.
So ist es deshalb groß in Mode:
Jede Woche – Bleicherode –
einen Discounter nach dem andern,
auf Schnäppchensuche zu durchwandern.
Da kann es durchaus mal passieren:
Man kann den Überblick verlieren.
Ein Pärchen, das wir alle kennen
– Doreen und Bert woll’n wir sie nennen –
war’n wieder mal auf Shoppingtour,
doch diesmal ging ‘s zu Aldi nur!
Ein Kurzeinkauf im Plan – nur Häppchen.
Oder gab ‘s vielleicht auch Schnäppchen?!
Drum macht Doreen sich auf die Socken.
Bert blieb derweil im Auto hocken.
Und nach nur wenigen Minuten,
kam sie zurück – sie tat sich sputen,
und steuerte, mit schnellem Schuh,
auf das bekannte Auto zu.
Tür auf und freilich angeschnallt,
fixierte sie die Ausfahrt bald,
und fragte, als nichts fuhr, dazu:
„Bertchen, worauf wartest du?!“
Zurück kam wohl nur, leicht verzerrt:
„Verzeihen Sie, ich bin nicht Bert!“
Ein Blick nach links in eine Platte,
die eindeutig nicht war ihr Gatte!
Und Dori trafen, wie ein Stein,
Erkenntnis, Scham und recht viel Pein.
Denn plötzlich wurde ihr jetzt klar,
dass da wohl was im argen war!
Der Typ, der dieses Auto fährt,
war alles and’re, nur nicht BERT!
Der seinerseits, nach kurzem Warten,
zur Heimfahrt wollt‘ das Auto starten.
Doch was tat Frauchen mit der Fracht?
Läuft glatt vorbei, als wär es Nacht!
Ein and’rer Wagen war ihr Ziel.
Das wurde Bert dann doch zu viel.
Wie im Hochsommer Frau Holle,
war Doreen völlig von der Rolle,
und setzte sich, ohne zu fragen,
in einen völlig fremden Wagen!
Prompt stand hier die Frage offen:
Wen hat das Weib da drin getroffen?
Wär neu, dass die Produktpalette,
auch Männer nun in petto hätte.
Oder war der Blick verschoben,
durch Eierlikör-Gratisproben?
Sei ‘s drum! Bei Dori kam nun an,
dass sie nicht ist beim rechten Mann.
Ihrer hätt‘ sich wohl beschwert,
wenn jemand Fremdes mit ihm fährt.
Dieser spricht wohl nicht mit jedem.
Man soll ja nicht mit Fremden reden!
Drum Blick nach rechts, es ging die Hand,
zum Türgriff… Doch Doreen verstand:
Verdammt, da ist ja noch der Gurt!
Klick/Schnapp, Tür auf, ein kurzer Spurt,
samt Sprung, wie ein geölter Blitz,
neben Bertchen auf den Sitz!
Schweiß auf der Stirn, die Panik groß.
„Fahr los! Fahr los! Fahr los! FAHR LOS!“
Und in Gedanken: ‘Gott, wie peinlich!‘
Na Bert ist ja zum Glück nicht kleinlich!
Jedoch, der wöchentliche Kauf,
hört ja im Grunde niemals auf!
Kühlschrank war wieder gähnend leer,
drum brauchten Kissmanns diesmal mehr!
Da kam der Bube grade recht,
er hatte Zeit und fährt nicht schlecht.
Was kann man über ihn noch sagen?
Er eignet sich recht gut zum Tragen,
von all den schweren Einkaufssachen,
die Doreen zu schaffen machen…
Im Lidl war sie lang beschäftigt,
und das Ergebnis war recht heftig:
Brot, Gemüse, Obst und Wurst,
Wasser, Cola – für den Durst,
Maggi, Essig, Öl und Salz,
Fisch, Gebäck und Butterschmalz,
Feinwaschmittel, Wäscheweiß,
dazu ein Deo, für den Schweiß,
Eier, Zucker, Milch und Mehl…
Für den Bert ein Haarwuchsgel,
frische Pflaster und Verbände,
für den Medizinschrank – Ende!
Noch Klopapier und Küchenroll‘,
und der Korb war übervoll!
Der Bube trug derweil noch tüchtig,
Bier! – Wir kennen es als wichtig!
Denn hat man Sixpacks nicht am Bauch,
tun es die anderen ja auch!
Und ganz umsonst, so ist der Schein,
wollt‘ er auch nicht gefahren sein…
Doreen, wie meistens sehr gestresst,
tat an der Kasse dann den Rest,
während der Bube, dieser Balg,
schon mal verschwand mit seinem Alk‘.
Ein Sixpack rechts, ein Sixpack links,
und zügig Richtung Auto ging ‘s,
während die Frau, die ihn erzeugte,
mit dem Einkaufswagen folgte.
Und scheinbar nahm ihr dessen Fülle,
die ganze Sicht, so ohne Brille!
Da passt es gut, hat doch der Sohn,
den Kofferraum geöffnet schon!
So konnte sie nun gut, im Stillen,
schon anfangen ihn zu befüllen!
Problem ist nur, welch großer Mist,
dass das nicht Bubes Auto ist!
Nach dem Einkauf einzupennen…
Hier ist ein Schema zu erkennen!
Denn hatte Doreen nicht bedacht,
was Technik alles möglich macht.
Kofferraum kann man von Weitem,
per Fernbedienung vorbereiten.
Das tat wohl auch ein junges Paar,
welches nun verwundert war.
Genau wie Bube, der nur lachte,
als er die Mutter überwachte,
und meldete ‘live‘ die Aktion,
der Kirmeszeitungsredaktion!
Vor ihm begann nun buntes Treiben:
„Lassen Sie das bitte bleiben!?“,
sprach ein Herr im harschen Ton.
Doreen, der schwante Böses schon.
Nicht unbekannt und trotzdem bitter,
für die Meid vom ‘Roten Ritter‘…
Sie drehte sich, mit etwas Müh‘,
und hatte glatt ein Déjà-vu!
Das Antlitz, das sich vor ihr bot,
war nämlich gar nicht kupferrot!
Bube sah sie zwar auch winken,
doch 3 Reihen weiter hinten,
mit einem Grinsen auf den Lippen.
Doreen versuchte das zu kitten:
„Oh bitte, entschuldigen Sie.
Sowas passiert mir sonst ja nie!“
Ohne zu murren und zu klagen,
wurd‘ Wagen wieder eingeladen,
und schließlich ziemlich routiniert,
zum Sohnemann zurück chauffiert.
So gingen beide Odysseen,
am Ende gut aus für Doreen.
Und sie lernt von der Geschicht‘:
Besteige fremde Autos nicht,
wenn du das nicht gewerblich musst,
sonst endet das ja nur in Frust!

Walli, die Kobra

In letzter Zeit ein gutes Pflaster
- fast Kirmeszeitungshauptkataster -
ist der Schern! Denn die sind eigen,
tun zu skurrilen Taten neigen,
doch sind sie, in bestimmten Grenzen,
manchmal ganz normale Menschen!
Zum Beispiel ist man Jedermann,
wenn der Sperrmüll ist mal dran!
So einen Service auf dem Schern,
nutzt man ab und zu ganz gern,
um von diversen Gegenständen,
die Lebensdauer zu beenden.
Das Ziel verfolgten, wird gleich klar,
auch Spitzenhausens, letztes Jahr.
Inventar – das nicht mehr ‘gude‘,
sollte raus aus Wallis Bude,
um Platz für Neues zu kreieren,
und Umsatz bei IKEA zu generieren!
Dank Schernbewohner-Helferlein,
sollt das auch nicht die Hürde sein.
Zeug raus und Leute unverletzt…
Alles lief planmäßig, bis jetzt!
Doch als er sich den Raum besah,
wurd‘ Walli doch ein Fehler klar.
Und dieser machte recht betroffen:
Das Terrarium stand offen!
Ein kurzer Check, ein großer Schreck:
Nur Steine, Dreck… Die Schlange weg!
Ein Umstand, weshalb keiner lachte,
und Walli nicht grad heiter machte.
Im Gegenteil, weil dieser Mann,
hochgradig explodieren kann!
Als Beleg dient hier ganz klar,
der Kirmes-Freitag letztes Jahr.
Als er mal deutlich demonstriert‘,
wie ein Sprengsatz detoniert!
Dabei begann es sehr gemütlich,
Walli trank und aß – noch friedlich,
doch bald wurde für ihn Buhmann,
Nachwuchskirmesbursche Schuhmann!
Dem tat es nämlich grad gut passen,
die ‘SV Eintracht‘ zu verlassen.
Dank ewiger Ergebniskrisen,
kann man ihm das schwer vermiesen.
Doch machte die Begebenheit,
aus Doktor Walli, Mister Streit!
Was keiner ahnte, war bald so:
Hier begann die Shoeman-Show!
Im Umkreis von dem alten Spitze,
vernahm man ansteigende Hitze!
Und er hielt, rot wie Peperoni,
Wutreden á la Trapattoni!
Ein Spruch wie: „Was erlauben Schuhmann?!“,
käme sicher auch noch gut an.
Doch, vermutlich auch dank Alk,
wütete Walli wie der Hulk!
Auf: „Es ist Kirmes! Walli, ruhig mal.“,
kam: „SCHEIßE! ES IST IMMER FUSSBALL!!!“
Sodass man hier schon deutlich checkt,
des Wallis Bremsen war’n defekt!
Wie von Klaus Kinskis Geist besessen,
tat er sich radikal vergessen.
Und fand bald recht klare Worte,
nicht grad im Härtegrad von Torte.
So manches war ja noch geläufig…
„ARSCHLOCH!“ fiel dann doch zu häufig.
Den ganzen schönen Misskredit,
machte nun Schuhmann nicht mehr mit.
Und so war Schluss mit Vorgeplänkel,
trotz Altersklassen Opa, Enkel!
Man deutete in ihrem Blick,
einen Generationskonflikt!
Denn starrten sie, hart wie Beton,
gleich zwei Boxern vor dem Gong!
Und wie eben solche warfen,
sie sich fast Fäuste vor die Larven!
Man musst‘ sie mühsam separieren,
reichlich Schnaps noch injizieren,
und noch einmal mit Bier nachspülen,
um die Gemüter abzukühlen.
Leider stand Walli, zu späterer Zeit,
für Stellungnahmen nicht bereit…
Doch genug, wir schweifen ab!
Die Story uns’res Südschern-Trap‘,
sollte euch nur deutlich zeigen:
Der Walli tut zum Platzen neigen…
Man ahnt: Die Schlangenausbruchstat,
macht Schern wohl zu “Waliningrad“!
Denn generell ist Jagd auf Schlangen,
schon kein entspanntes Unterfangen,
und bringt Blutdruck an die Grenzen,
ohne Choleriker-Tendenzen…
Doch weit gefehlt! So ein Reptil,
ist lange noch kein Fußballspiel!
Dem Getier aus Kopf mit Schwanz,
fehlt im Verhältnis wohl Brisanz.
Bei einer kleinen, süßen Schlange,
wird Walli deshalb gar nicht bange!
So wurde auch entspannt gesucht,
und schließlich ein Verlust verbucht.
Schlange weg! Was soll schon sein?
Das juckt doch wirklich gar kein Schwein!
Die Würgeschlange ist beliebt,
in Deutschland, wo es viele gibt.
Grad hier, wo bei ‘nen Wolf und Bär,
manch einer ruft die Bundeswehr!
Schlangen? An jeder Straßenecke!
Gern zieren sie auch Zaun und Hecke.
Wenn also mal ein Tier verschwindet,
sich kurz drauf um die Schranken windet,
oder die Kreuzung überquert,
ist das doch nicht der Rede wert!
Was also wär die Reaktion,
in einer solchen Situation?
Man kehrt nach Räumung durch, mit Besen,
und tut, als wäre nichts gewesen.
Doch sollte sich recht schnell nun zeigen:
Die Sache war nicht totzuschweigen!
Wir wechseln ein paar Meter weiter,
zu einem Sperrmüllräum-Mitstreiter,
und sind nun unterm Laubendach,
von Familie Hoseflach!
Wo Lance, nach Wallis Arbeit heute,
sich etwas Ruhe gönnen wollte.
Doch der Ausflug, kaum gestartet,
endete recht unerwartet…
Hosi betrat den Gartenraum,
und traute seinen Sinnen kaum.
Zuerst war ‘s nur ein leises Zischen,
grob aus Richtung Gartentischen.
Heizung? Nein! Schnell wurde klar,
was der Geräuschauslöser war.
Es machte sich im Schuppen breit,
ein Reptil im Schuppenkleid!
Da war ‘ne Schlange ausgerollt,
und fragte sich, was Lance grad wollt‘.
Genoss sie doch grad die Umgebung.
Kein Grund zu hektischer Bewegung.
Denn hier gab ‘s Neues zu entdecken,
und Schernbewohner zu verschrecken!
Doch folgte auf Schlangenbeschwörung,
wenig Verstörung und Empörung.
Eher war Hosi, statt schockiert,
in erster Linie amüsiert.
Denn der grüne Asylant,
war ihm doch irgendwie bekannt.
Schlange auf dem Sofakissen…
Tat Walli sowas nicht vermissen?!
Und Gartencouch aus zweiter Hand,
war doch aus seinem Altbestand,
und erst zum Sperrmüll, nicht vor langem,
in Hoseflachs Besitz gegangen!
Doch gab ‘s zum starren Mobiliar,
noch ein vitales Exemplar!
Das war jetzt einfach kombiniert,
der Tathergang rekonstruiert.
Und es stellte sich heraus,
des Wallis Schlange kennt sich aus!
Sie nutzte die Sperrmüllaktion,
zum Ausbruch á la Al Capone!
Ein Leben im Terrarium;
da ist doch sicher klar warum.
So tat die Schlange Spitzenhausen,
gewitzt gen Sofa-Ritze sausen,
ließ sich drin tragen, warm und weich,
zum Nachbargarten, sänftengleich.
Und lag im Sofa unterm Dach,
von Laubenhäuschen Hoseflach.
Doch war der Urlaubstrip nicht lang,
vergleichbar eher Knastfreigang.
Denn das Reptil wurd, gut am Leben,
entfernt und schnell zurück gegeben,
liegt wieder im Terrarium,
starrt neue Möbel an. Wie dumm,
weil es für den Fressfeind der Ratte,
vermutlich noch ein Nachspiel hatte.
Die Schlange, war sie auch gerissen,
wurd‘ übel wohl zusamm‘ geschissen!
Denn grenzt ihr Ausflug in der Tat,
an einen Schuhmann’schen Verrat!
Schließlich war sie ohne Schecks/Geld,
einfach zu Hoseflachs gewechselt!
Gott sei Dank hört ein Kriechtier,
nicht wirklich klassisch, so wie wir,
sodass man echt nur hoffen kann:
Der Schall von Walli kam nicht an!
Drum lautet hier auch Moral:
Der Schlange fehlt der Hörkanal,
und eignet sich als Haustier gut,
für Menschen mit ‘nem Hang zu Wut!

Stairway to Hapen

Doch wo wir grad bei Spitzes sind,
reden wir kurz von Wallis Kind:
Jascha! Denn er war leidtragend,
am letzten Kirmes-Heiligabend!
Wer jetzt denkt: ‘Da war doch was!‘,
dem sage ich: Gut aufgepasst!
Denn stieg, exakt zur selben Zeit,
der Spitzenhausen-Schuhmann-Fight!
Welcher schon viel Zündstoff brachte,
und auch in Jascha was entfachte…
Von Vaters Eifer inspiriert,
war er wohl hochmotiviert,
es endlich und mit allen Waffen,
in dieses Kirmesblatt zu schaffen!
So tat er sich recht hart bebieren,
um ‘s Unterfangen zu probieren,
horchte dann in sich hinein,
und ihm fiel was Besond’res ein!
Und das, wollen wir nicht verschleiern,
begann im Anschluss an das Feiern.
Gut abgefüllt und wie ein Mann,
trat Jascha seinen Heimweg an.
War ja nicht weit zum höchsten Stock,
des pusteleber Wohnungsblock.
Weg meisterte er so mit Stil,
problematisch war das Ziel!
Denn angekommen wurd gewiss:
Heut gab es hier ein Hindernis!
Vorn lang, gezackt und hinten rund,
befand es sich am Schlüsselbund,
und wollte seinen Dienst nicht tun.
Jascha also stand, statt Ruh’n,
die harte Wahrheit im Gesicht:
Der Haustürschlüssel passte nicht!
Vielleicht war ja das Ding verbogen,
jedenfalls ging nichts – ungelogen!
Und Jascha, Alkohol wohl Schuld,
fehlte für den Spaß Geduld!
Was er so tat, war nur berechtigt.
Er tat was ihm noch blieb: Er nächtigt!
Kuschelig auf Treppenfliesen,
wie auf Wolken oder Wiesen.
So lag er da, des Spitzes Jascha,
wie im Harem sonst der Pascha.
Doch nicht mit ähnlichem Komfort…
Sowas kommt häufiger wohl vor!
Eine Treppen-Schlaf-Erfahrung,
ist unnötig wie Arschbehaarung!
Doch kann sie wohl, so ist der Schein,
für Blockbewohner reizvoll sein.
Ein Treppenhaus, trotz hartem Sitz,
wirkt scheinbar wie die Suite im Ritz!
Hier ist ein Schema zu erkennen:
Auf öffentlichen Stufen pennen,
tat auch der Bube schon voll Stolz,
einst auf Leipz’ger Altbauholz!
Unterschied nur: Jascha schlief,
heut’ leider einen Stock zu tief!
Durch den Alkohol recht dicht,
zählte er die Treppen nicht,
und lag, auf unbequeme Sorte,
vor des Hapens Wohnungspforte!
Doch nicht um einfach abzugammeln.
Jascha tat sich grad nur sammeln,
um dann, nach etwas stillem Warten,
Öffnungsanlauf 2 zu starten.
Schließlich war das nicht zu fassen:
Warum sollte das Ding nicht passen?!
Taumelnd und klingend wie ‘ne Boje,
trieb er so Hapen aus der Koje.
Wer nun denkt, der bringt hier Licht,
kennt offenbar den Hapen nicht.
Zögerlich und im Pyjama,
lauschte dieser nur dem Drama,
denn für Geräusche an der Tür,
hat er ein eigenes Gespür!
Kratzen, Fluchen, Scharren, Zieh’n…
Da tut er schweigen oder flieh’n!
Denn tat er allzu schnell bereifen:
So beginnen Horrorsteifen!
Drum harrte er im Dämmerschein,
reglos, stumm, wie ‘n Pflasterstein,
wohl bald mit Pfanne in den Händen,
um schlimmes Unheil abzuwenden.
Scheinbar vermutete der Hapen,
am Türschloss eine der 10 Plagen,
oder, im Umfang von Matthias,
den größten Waschbär seit dem Trias!
Anders ist wohl schwer erklärt,
weshalb er Jascha nicht belehrt.
Im Korridor wohl derart kauernd,
und raubtiergleich auf Beute lauernd,
ließ er Jascha in dem Glauben,
an seiner eig’nen Tür zu schrauben.
Bis dieser dann am Eingangstor,
abermals Geduld verlor.
‘Hapen hilft!’ Bleib heut ja aus.
So saß er da im Treppenhaus,
grübelnd und mit ei’m im Tee,
bis zu der zündenden Idee!
Zum Glück liegt ja nicht allzu fern,
der elterliche Ortsteil Schern,
wo Vater Walli Kobra ruht,
vermutlich glühend noch vor Wut!
Doch Jascha wollt’ nicht übernachten,
sondern Reserveschlüssel pachten!
Der erste passte schließlich nicht.
- Nur logisch also, meine ich…
Gesagt, getan! Voll wie Haubitze,
ging es los zu Senior-Spitze.
In einer kühlen, klaren Nacht,
schnell die Alten wach gemacht,
sicher nicht zu Wallis Glück,
und anschließend zum Block zurück.
Zum 2. Mal an diesen Tagen,
erklomm er dann ‘Stairway to Hapen’.
Doch dies’ Mal 1 Stock höher endlich,
als wäre das ganz selbstverständlich…
Er schritt zur Tür und siehe da:
Ersatzschlüssel passt wunderbar!
Genauso wie der erste, richtig!
Doch das war erstmal nicht so wichtig.
Was ist also der Reime Lehre:
Spitze’s machen dem Namen Ehre.
Denn dank diverser, kecker Flausen,
sind sie der Ort, wo Spitzen hausen!
…Und tun Talent für Kirmessachen,
ihrem Nachwuchs wohl vermachen!

Heiko Müntzel, Superstar

Der Herr, um den es sich nun rankt,
ist sicher allen hier bekannt!
Er hat ein Kirmesblatt-Talent,
das man sonst nur von Viehmann kennt!
Sein Name? Heiko Müntzel heißt er!
Man kennt ihn auch als Bögemeister,
den Ortsvorstand vom Künstlerviertel,
stets gut gelaunt und meist mit Gürtel!
Und eben so trat dieser Mann,
dies‘ Jahr mal einen Rundflug an!
Den mit dem Flugzeug kennt er schon,
deshalb jetzt: Heißluftballon!
Von Bleicherode wollt er starten,
mit Ziel dem heimatlichen Böge,
doch der Abflug lässt lang warten,
wenn der Wind nicht helfen möge!
Doch dieser wollt‘ nicht – ungelogen!
Drum wurd‘ nach Bielen umgezogen.
Auf ein Feld, noch leicht bestoppelt,
den Weg zum Böge glatt verdoppelt.
Doch sind die Meilen nie zu viele,
hat man nur die rechten Ziele!
Er wollt‘ ja Hündchen Carlos ‘scheen‘,
aus Vogelperspektive seh’n,
so wie ihn Falken oft studieren,
und Größe und Gewicht taxieren.
Gesagt, getan! Es wurd begonnen,
recht schnell an Metern zugewonnen,
bis zur gewünschten Reisehöhe.
- Die Menschen unten groß wie Flöhe.
In der modernen Smartphone-Zeit,
sind freilich Fotos da nicht weit,
die man auch verschicken kann,
dank bestem LTE-Empfang,
den Heiko hier, am Rand der Stadt,
im Gegensatz zur Heimat hat.
Doch wenn ein Mann im Böge wohnt,
tut er das ja nicht hinterm Mond!
Er nutzt ein Netzwerk mit WLAN,
und gibt ihm passend einen Nam‘.
Heiko hat da lang sinniert:
Was klingt cool und doch studiert?
Was passt zu mir und ist adrett?
Nenn ich es doch ‘pussynet‘!
Den Nachbarn im Empfangsbereich,
stell’n sich beim Login Fragen gleich,
wenn sie diesen Netzwerknamen,
in der ‘verfügbar‘ -Liste haben…
Doch ist das freilich nicht vermeidbar.
Als Künstler ist man immer streitbar.
Aber, ein Feingeist wie Dalí,
ist selten auch Technik-Genie!
Wenn also ’pussynet‘ nicht geht,
nimmt Heiko Frieder ins Gebet.
Denn der ist ja bei Technik helle,
produziert gern Stromausfälle,
und wickelt Fragen auch mal knapp,
mit Ansagen per WhatsApp ab!
Heiko: „Mein ‘pussynet‘ ist wohl defekt!“
Maik: „Hast du dein‘ Stecker rein gesteckt?“
Heiko: „Den hab ich da schon, ungelogen,
ein paar Mal rein und raus geschoben!“
Maik: „Da muss ich Infos finden!
Fotografier dein‘ ‘Router‘ von hinten…“
Gesagt, getan! Das half dem Frieder,
so lief zum Glück schnell alles wieder,
denn ‘pussynet‘ wird recht versiert,
im Hause Müntzel strapaziert!
Heiko wickelt nicht zu knapp,
Geschäfte nämlich online ab,
ist, damit das schnell geschieht,
bei Amazon ein Prime-Mitglied,
und hat so Zugriff auf die Quote
exklusivster Angebote!
Sackschläuche sind hier zu nennen!
Die von euch, die das nicht kennen,
und sich vor Spannung nun verzehren:
Heiko soll euch das selbst erklären!
Nur so viel: Dass das Sackschlauch-Kaufen,
tut über ‘pussynet‘ ablaufen,
hört sich komisch an – gewiss,
doch klingt es schlimmer als es ist!
Doch ‘schlimmer‘ trifft den rechten Ton,
kommt man zurück zum Luftballon,
indem der Heiko weiter schwebte,
und irgendwie nicht viel erlebte.
Das Tempo war nun anerkannt,
wie Wasserschildkröte… an Land!
Da liegt das Haar aus eig’ner Kraft,
auch ohne Spur Drei-Wetter-Taft!
So tat man Stunde 1 verprassen;
Bielens Luftraum kaum verlassen.
Und das Bögehaus war weit,
wie in der Walldorf-Schule Streit!
Doch half das Heim ihm abzuschweifen,
und ein paar Fragen abzustreifen!
Denn ausgefall’ne Schwierigkeiten,
tut ihm sein Grundstück auch bereiten!
Ab wann im Winter Rasen fegen?
Denn Carlos muss sich frei bewegen.
Wann muss ich mit der AXA klären,
die Haftpflicht gegen Erbesbären?
Der letzte hat ja ungeniert,
die Hausfassade ruiniert!
Es soll ja schön sein und vollkommen,
wenn Gäste mal zum Feiern kommen.
Und das geschieht ja doch recht häufig.
Nur ist ‘s Verhalten nicht geläufig,
wenn Pimmermanns und Hoseflach,
sind bei Müntzels unterm Dach.
Was man da sehen kann und hören,
tut manchen mehr als nur verstören,
und entbehrt, mal zur Erhellung,
christlicher Wertevorstellung.
Heiko im lila Schalke-Dress,
wäre manchen schon zu kess.
Dass er auch keinen Hose trug,
hält wohl ein mancher nicht für klug.
Doch muss man seine die Nase rümpfen,
bei Meikes weißen Spitzenstrümpfen.
Er wirkte wie ein buntes Smartie,
auf einer Schalke-Swingerparty,
und wurd‘ – auch das stellt viele Fragen,
so auch noch durch ‘s Haus getragen!
Ich wage hier mal die Behauptung:
In Nahost heißt das Enthauptung!
Doch zum Glück sind wir, statt dort,
an einem liberalen Ort,
wo er, verkleidet dann und wann,
all seine Träume leben kann.
Und das tut Heiko, die Ikone,
gern auch als DJ und mit Krone,
beim Geburtstag seiner Frau!
Er ist halt eine Rampensau!
Und das bringt uns auch sogleich,
zu einem weit’ren, kecken Streich!
Es trug sich zu der nächste Fall,
beim Bleicheröder Karneval!
Der Aufzug nicht so sehr bizarr,
wurd Heiko hier zum Superstar!
Als Teil vom Künstlerviertel Böge,
ein Umstand der nah liegen möge,
und doch steht ihm Musik nicht gut,
weil er sich dabei gern vertut.
Zum AC/DC-Livekonzert,
in Strickjacke der Heiko fährt,
und Rocky Balboa ist,
für ihn Bon-Jovi-Gitarrist!
Doch das heißt nicht – ja, falsch gedacht,
dass er nicht selbst Karriere macht.
Durch reichlich Alkohol beflügelt,
hatte er nämlich ausgeklügelt:
Ich geh zur Bühne, sag mich an,
und stimme dann ein Liedchen an!
Seine Wahl sei ihm verzieh’n,
denn ist sie doch ein Evergreen.
Er trällerte, voll wie ein Wiesel,
den Partykracher ‘Köhlerliesel‘!
Und brachte, das sei hier versprochen,
den Bleicheröder Saal zum kochen.
Das Video von dieser Nacht,
wurd leider nicht publik gemacht,
sonst liefe das für wahre Kenner,
auf MTV noch vor Rihanna!
Er dacht‘ wohl der Karriere-Chance,
als im Ballon schwand Contenance.
Denn sein Gefährt hing, ohne Laute,
reglos weiter in der Flaute.
Problem wurd‘ dabei, in der Tat,
der Heißluftballon-Gasvorrat!
Denn dieser würd‘ zur Neige geh’n,
und Pustleben war nicht zu seh’n.
Unter ihm nur sattes Grün,
ließ wieder die Gedanken blüh’n.
Denn Künstler ist er, freilich aber
als solcher auch Naturliebhaber!
Beim weihnachtlichen Bäumeschlagen,
muss man ihn deshalb nicht lang fragen.
Denn das ist ja, mehr oder minder,
Vatertag, nur halt im Winter!
Mit einem etwas and’ren Ziel:
Grob Richtung Wechsungen, mit Stil!
Ob Heiko mal Pfadfinder war,
ist an diesem Punkt nicht klar!
Doch ging er, als ein wahrer Mann,
eifrig an diesem Tag voran!
Und hatte sich, dank viel Elan,
bald ein Vorsprung raus getan!
Denn suchte er, im leichten Schnee,
den schnellsten Weg von ‘A‘ nach ‘B‘.
Was passte da in seinen Plan?
Klar, hier fährt ja auch die Bahn!
Die kommt oft spät und streikt pikiert,
doch sind die Strecken optimiert…
Ein and’rer bräuchte härt‘res Saufen,
für den Extremsport ‘Gleise-Laufen‘.
Doch im Böge lebt man schlicht,
und kennt wohl Prinzip Schiene nicht!
Denn ist der Weg auch unbeschwerlich,
ist er mitnichten ungefährlich…
Drum schien die Wahl auch nicht so klug!
Bald schrie man hinten: „Zug! Zug!! ZUG!!!“
Das würde viele wohl verwirren,
doch Heiko ließ sich nicht beirren!
Wenn du ein Freund bist, bitte nenn ihn,
ab heute gern auch König Lemming!
Denn er schritt todesmutig weiter,
und schien dabei auch ziemlich heiter!
Der Lokführer war dran bei Zeiten,
den Notbremsvorgang einzuleiten!
Doch zu aller großem Glück,
schaute Heiko doch zurück,
und sah erstaunt sogleich gewiss,
ein bildschirmfüll’ndes Hindernis!
So endete ‘Ausflug Natur‘,
nicht als Bahn-Kühlerfigur!
Und nach so ‘nem kleinen Schock,
durch ran rasende Diesel-Lok,
heiß es erstmal Sinne schärfen,
mittels Nahrung für die Nerven!
Man brauchte also, soll das heißen,
was zu schlucken und zu beißen!
In Wechsungen gediegen futtern
und trinken, kann gut bei ‘Muttern‘!
Drum wurde dort nun eingekehrt,
Bier und Schnitzel auch verzehrt,
bis er erneut ins Zentrum rückte,
und die Lokalität verzückte!
Als Künstler, und nicht nur am Stammtisch,
ist er oft ungewollt romantisch,
zählt zu den verträumten Männern,
und freilich auch zu Frauenkennern!
Während sich der Fuchs noch sammelt,
wurd also nicht lang rumgegammelt.
Denn es kam schnell die Kellnerin,
unser’m Heiko in den Sinn!
Doch nicht so wie ihr jetzt denkt,
denn Heiko war nur abgelenkt!
Ein Kleidungsstück hat es dem Mann,
scheinbar besonders angetan.
Denn offensichtlich richtig geil,
fand er des Mädels Oberteil!
So sah man bald, wie ihm lasziv,
die Kordel durch die Finger lief!
Mit einem Statement – Heiko pur:
„Das ist aber ‘ne schöne Schnur!“
Der Heiko ist, sei klargestellt,
zu blauäugig für diese Welt!
Und deshalb wundert sich der Mann,
wie man das falsch verstehen kann,
und die ganze Wandertruppe,
voller Scham nach unten guckte.
So ist bis heute stark umstritten,
was ihn hat tatsächlich geritten.
Vielleicht hat er sich das gefragt,
bei seiner langen Heißluftfahrt.
Ihm ging ja vieles durch den Kopf,
als er dort flog, der arme Tropf,
und wartete, als er so hing,
bis ihm am Schluss das Gas ausging!
Der Status mit der leichten Brise,
entwickelte sich nämlich miese,
und wurd‘, inzwischen über Werther,
dann auch noch bedeutend härter.
Windstill war ‘s, fast Vakuum,
wie in Wallis Terrarium.
So folgte der Logbuchvermerk:
Die Erdanziehung tut ihr Werk,
und holt Heiko, Stück für Stück,
auf den Boden nun zurück!
Doch lässig aufsetzen und gehen,
ist leider so nicht ganz geschehen.
Notlandung auf ‘nem freien Feld?
Nicht ganz? Wohl eher: Weit gefehlt!
Denn hing Ballon, auch noch nach warten,
fest über einem Schrebergarten!
Sodass Besitzer und Passanten,
das Unausweichliche erkannten,
und sich, wohl nicht ohne Spotten,
gesellig schon zusammenrotten…
Wahrscheinlich stand in Zwischenzeit,
Popcorn und Grillgut schon bereit.
- Komplett im Zelt, mit Kinderschminken,
während die Alten sich betrinken,
und Sprüche kloppen, unbenommen,
á la: „Ich glaub die Russen kommen!“
„Kein Russe!“ kam von einem Gaste,
der bald die Insassen erfasste.
„Das ist der Typ, Momentchen mal,
vom Bleicheröder Karneval!“
Auf diese unbequeme Weise,
endete des Heikos Reise,
in der er schwelgte, was so war,
gar Lustiges im letzten Jahr!
So ist auch die Moral recht chic,
und mehr ein Lob, als nur Kritik!
In 12 Monaten erledigt,
hat er viel für diese Predigt!
Drum sag ich: Heiko, ohne Mist,
weiter so! Bleib wie du bist!
Dann bist du, soviel ist wohl klar,
zumindest hier der Superstar!

Kleinanzeigen

Werden sich Menschen und Fahrräder über die Jahre auch ähnlicher, so wie man das bei Hund und Herr-chen sagt? Na gut, wir werten jetzt mal die Tatsache, dass unsere Drahtesel versehentlich vom Sperrmüll mit-genommen wurden, nicht als Argument dafür…
Gez.: Kirstin Creme und Mutter

Beschwert euch nicht, denn ihr habt die Dinger immerhin wieder bekommen. Wir durften vor kurzem an der Bus-haltestelle pusten und anschließend im grün-weißen Sixpack mitfahren. Unsere Fahrräder standen also auch länger da… Warum wir gegen Mittag schon voll im Lack waren? Unser Bio-Rhythmus verlangt es!
Gez.: “Die Hausmeister” vom tegut

Habe die Eröffnung der erneuerten “Brücke” zu meinem Gartengrundstück ähnlich aufwendig zelebriert, wie einst die Erbauer der Golden-Gate-Bridge in San Fran-cisco (inkl. Sektempfang und feierlicher Banddurch-trennung)! Nur berechtigt, denn das Ding trägt auch mindestens 40 Tonnen!
Gez.: Ulf Pinsel

Lasst mich wieder rein!
Gez.: Holger „Ohne-mich-ist-WhatsApp-doof!“ Nervling

Man kann nie früh genug mit Rasenmähen beginnen! Dieses Jahr stellte ich einen neuen Rekord auf und leg-te bereits am 13. Februar (!!!) los. Das Zeug soll ja nicht 3m hoch werden!
Gez.: Paul „mit den Scherenhänden“ Föhn

Ach Paul, wo ich grad von dir höre… Ich bin dir inzwi-schen nicht mehr so sauer, dass ihr mich zum Vatertag zu Hause gelassen habt. Trotzdem war es richtig, euch Burschen von fast 80 mal wieder einzunorden! Nur weil ich nur noch ein Bein habe, heißt das bestimmt nicht, dass ihr ohne mich euren Spaß haben könnt!
Gez.: Hoss “Der wahre Terminator” Viehmann

Wenn unsere Männer feiern, vergnügen wir uns eben auf unsere Weise! Codename “Rasselparty”!
Gez.: Die Frauen der Kirmesburschen

Wer es nicht im Kopf hat, hat es in … den Armen! Betrieb nämlich 2 Monate lang Handwäsche, weil der Stecker des Geschirrspülers nicht eingesteckt war!
Gez.: Lydia Neja

In Zeiten der Krise sind Naturalien immernoch die härtes-te Währung. Nicht nur aus diesem Grund bezahle ich für Reparaturarbeiten an meinem Trecker am liebsten mit Wurstpaketen! Aber das kennt ihr ja schon!
Gez.: Dirk Viehmann

Nein, ihr habt euch nicht verguckt! Als ich letztes Jahr per Helikopter zu einer Parteiveranstaltung ins Eichsfeld musste, sind wir bewusst einen Bogen um Oberdorf ge-flogen! Diese schwarze Wolke dort ist eindeutig zu be-drohlich.
Gez.: Daniela Werkel

Tausche neu gegen alt! Naja, eher unfreiwillig, weil Die-ter Juch mein nagelneues Paar Schuhe nach einem Geburtstag wohl als gut befand und damit heim mar-schierte. Ich durfte dann mit seinem mehr als schäbi-gen Botten abtreten!
Gez.: Ulf Pinsel

Sind Kumpels ohne Ende und fahren einen besoffenen Freund auch dann noch heim, wenn das akute Risiko besteht, unser Auto am nächsten Tag kurz vor der Tanke trocken zu fahren!
Gez.: Original Pustleber Kirmesburschen

Nachdem ich ja mit meiner letzten Wette, ob jemals Frauen beim Pustleber Kirmesrundgang aktiv beteiligt waren, in ein Wespennest gestochen bin, werde ich jetzt wieder auf sicherere Sachen setzen. Also: Sollte es jemals zu dem höchst unwahrscheinlichen Fall kom-men, und mein FC Schalke 04 Deutscher Meister wer-den, sponsere ich ein ganzes Schwein!
Gez.: Dirk Viehmann

Und sollten die Kirmesburschen beschließen, dass das Osterfeuer nächstes Jahr mal besser in den Everglades stattfindet, dann werden wir auch die scheiß Sümpfe trocken legen, wenn es denn sein muss!
Gez.: Rolf Doch und Oliver Bartweg

Trinken mehr als eine Herde afghanischer Bergziegen im Hochsommer! Anders ist es nicht zu erklären, weshalb ich mein Leergut per Gabelstapler zum Glascontainer bringen muss.
Gez.: Ulf Pinsel

Die Abfallprodukte unseres Lammbratens zu Silvester waren dann doch zu viel für unseren Hund. Fett und Talg in der Menge wären aber wohl auch für einen Kamelmagen eine ernste Herausforderung gewesen. Das Ende vom Lied: Hund mit Krämpfen am Boden und die Bude bis unters Dach zu geschissen! PS. für die Nachbarn: Nein, das waren keine Tischfeuerwerke, die man da bei uns aus dem Haus knallen gehört hat! Prosit Neujahr!
Gez.: Familie Feinhecke

Bei uns knallt es auch gern schon kurz vor Silvester! Löste nämlich bei den Vorbereitungen auf das letztjährige Neujahrsfest mit dem Föhn unseren Feueralarm aus!
Gez.: Nina Kies

Suche Teilzeitanstellung als Lehrer im Gymnasium! Aktuell arbeite ich als Fahrschullehrer, sodass ich bereits beste pädagogische Voraussetzungen mitbringe! Zeichne mich vor allem durch geistige und körperliche Unver-wüstlichkeit, sowie enorme fachliche Flexibilität aus! Ei-gentlich könnte ich mir nämlich jedes Fach vorstellen. Einzige Bedingung: Da ich in meinem bisherigen Ar-beitsumfeld vor allem mit den Altersklassen 15 bis 17 vertraut war, bevorzuge ich für meine Tätigkeiten die Oberstufe, speziell also 11. und 12. Klassen. Ach ja, und die Klassen sollten ausschließlich Schülerinnen haben – Ich betone: WEIBLICH!!! Sollte all dies erfüllt sein, arbeite ich gern ohne Bezahlung. Unsere Jugend liegt mir am … naja … am Herzen schätze ich!
Gez.: Matthias Rohrspatz

Wenn ich es dann mal schaffe, eingekaufte Waren nach Hause zu bringen, ist die Gefahr damit noch lang nicht gebannt! So habe ich letztens beim Suppe kochen nicht wie gewünscht die Herdplatte ab-, sondern nur eine weitere angestellt, bevor ich in den Garten fuhr! Als ich wieder kam war Flüssigkeit verkocht, Fleisch brikettartig und zum bestialischen Gestank gesellte sich nach dem Ablöschen noch dichter blauer Qualm, der selbst die serbischen Übermieter aus der Wohnung trieb! Aber zum Glück ist alles gut gegangen! Bei uns ist eben immer was los!
Gez.: Doreen Kissmann

Es ist falsch Franzose zu sein!
Gez.: Al Bundy

Nachdem das Geschlecht unseres neuen Katers und damit auch die Namenswahl geklärt war, wurde das Tier stolz den restlichen Bewohnern des Scherns präsentiert und als neues Mitglied der Gemeinschaft begrüßt. Klingt das eigentlich sehr nach Sekte?
Gez.: Wilfried “eigentlich-hasse-ich-ja-Katzen” Falter

Habe beim Besuch meines Vaters im Krankenhaus dummerweise den Parkchip verloren und war gefan-gen. Da ich grad kein Wurstpaket einstecken hatte und für mich keine andere Form der Problembeseiti-gung infrage kommt, wählte ich eine pragmatische Lö-sung und fuhr einfach über die Rabatte vom Parkplatz!
Gez.: Dirk Viehmann

Werd den Literatur-Nobelpreis fordern, weil ich das erste Verb entdeckt habe, das sich steigern lässt: Arbeiten! Grundform: (selbstverständlich) arbeiten Komparativ: mehr, stark oder schwer arbeiten Superlativ: holgern!
Gez.: Holger Nervling

Es musste soweit kommen! Am 27.09.2015 fuhr der Ab-wasser-Notdienst bei uns vor! Wo gehobelt wird…
Gez.: Familie Rohrspatz

Baue mir, neben der Medizin und den Pustleber Nadel-arbeiten, nun noch ein drittes Standbein auf, indem ich dauerhaft haftende, grüne Plastikbeschichtungen für Cerankochfelder produziere! Einfach ab Stufe 9 kurz auf die gewünschte Platte legen und der Deckel hält!
Gez.: Manu Postbald

Sollte noch jemand behaupten, dass Schildkröten lang-sam wären, dem sage ich: Stimmt nicht! Als ich näm-lich meine bei 35°C im Garten aussetzte, was das Tier so schnell weg, dass ich große Mühe hatte, sie über-haupt wieder einzufangen.
Gez.: “Teenage Mutant” Oliver Bartweg

KrankenscheinHolgerNervling
Konsequenz: Kann wohl 1 bis 2 Tage nicht zu 100% Holgern! Schwerer wirtschaftlicher Schaden für die Bundesrepublik zu befürchten!
Gez.:Holger Nervling

Refugees welcome! … Außer Algerier!
Gez.: Christian Doch

Ab einer bestimmten Anzahl von Kindern kann man schon mal den Überblick verlieren, aber eben zum Glück auch Verluste verkraften! Setzte deshalb einen Sohn dieses Jahr in Nordhausen aus und fuhr ohne ihn heim. Er hat ja trotzdem noch zu Fuß zurück gefunden.
Gez.: Gudrun Priel

Seitdem ich mir einst aus sauber heruntergerissenen NPD-Wahlplakaten Legeboxen für meine Hühner gebaut habe, legen die Biester nur noch braune Eier!
Gez.: Dirk Viehmann

Während meine Frau in München ein Seminar abhielt, amüsierte ich mich in der Stadt! Als sie dann abends mit mir die Stadt erkunden wollte, wehrte ich mich al-lerdings vehement das Hotel zu verlassen. Hatte näm-lich Angst, dass mich jemand vom Christopher-Street-Day wiedererkennt!
Gez.: Utz Socke-Mercury

Outro

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,
obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.
Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,
und macht bitte weiter so dumme Sachen!
So lasset uns beten:
Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,
geheiligt werde dein Bier,
das Du empfangen von der Brauerei,
welches gelitten unter
dem Schaukeln des Bierwagens.
Sitzest zur Rechten des Kutschers.
Von Dir wird es kommen,
um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.
Und führe uns nicht in Versuchung
nach Hause zu gehen,
sondern erlöse uns von den Weibern
und vergiss uns unsere Schulden,
wie auch wir vergessen unsere Gelder.
So lasset uns Weitersaufen in Seligkeit,
bis in alle Ewigkeit.
Nun gehet hin in Frieden:
Der Hutmacher behüte euch,
der Scheffeldrescher dresche euch,
der Kneiper kneipe euch,
der Schirmmacher beschirme euch,
Angie bemuttere euch,
der Hund hebe sein Bein über euch
und sei Euch gnädig.
Und der Alkoholrausch,
der größer ist als jede Vernunft,
gebe euch ewigen Frieden.

Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:
Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,
dient zur weiteren Verdünnung des Blutes
in den Adern der Kirmesburschen

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