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Anfang

 

So schnell verging ein ganzes Jahr,

und schon steh ich wieder da,

und muss die schwere Bürde tragen,

einen Toten zu beklagen.

Wie ihr seht, tragischer Held,

war das nicht mehr so liebe Geld.

Denn das kotzt einen nur nicht an,

wenn man ’s hat, oder sich borgen kann.

Andernfalls tun die Penunzen,

einem schön das Jahr verhunzen.

Und was das dann für Früchte trägt:

Es wird, wie ’n Schein, zusamm’ gelegt.

Drum merk: Trag Euros nach Athen,

und du wirst sie nicht wieder seh’n.

Aber egal, auch böse Griechen,

lassen uns nicht zu Kreuze kriechen.

Wir feiern! Ihr wisst, was ich meine:

10 Jahre König der Vereine!

Auch wer das ist, wisst ihr genau:

Der Original Pustleber Kirmesburschen e.V.!

Und weil das ist besonders fein,

soll ’s nun auch was Besond’res sein:

Aus ’ner Dekade Zeitungsstoff,

folgt für euch nun gleich ein ’Best Of’.

Und um das vorzutragen haben,

wir auch die Besten eingeladen.

5 Pastoren uns’rer Väter,

lesen gleich und trinken später.

D’rum übergeb’ ich nun die Leitung.

Viel Freude mit der ’Best Of’ – Zeitung!

Ach ja… Wer absolut keinen Spaß versteht,

für den ist ’s besser wenn er geht.

An alle and’ren: Bleibt gern hier,

und trinkt noch vom Pustleber Bier!

Flieders Stromausfall

 

Der nächste blonde Herr im Bunde,

ist gut bekannt in dieser Runde.

Am Stammtisch und beim Fische fangen

tut man ihn oft und gern empfangen.

Denn er ist einer dieser Knaben,

die stets für Unfug sind zu haben.

Gewollt oder nicht – das ist egal;

Grund ist wohl Genmaterial.

Denn schon seit Jahren singt man Lieder

über Leute namens Flieder.

Mark hatte nämlich ein Problem,

und das war für ihn unbequem.

Der Strom war häufig weg im Haus,

denn Sicherungen sprangen raus.

Damit das nicht noch mal passiert,

wurd’ ein Fachmann kontaktiert.

Falco, ein Fußballkamerad,

war ’s den Mark um Hilfe bat.

Bei ein paar Bier am Fussballplatz,

hielt man ’nen Elektroschwatz.

Doch vieles war da Mark nicht klar -

er nickte nur und sagte „ja“.

Das blieb auch Falco nicht verborgen,

drum sagte der: „Ich komm mal morgen!“.

Doch mit jedem Bier und Korn,

stieg Marks Selbstvertrau’n enorm.

So tat er auch nach Hause wandern,

und dort kam schließlich eins zum ander’n.

Denn als er da war, angeschwipst,

kriegte er ’s Licht nicht angeknipst.

Da dachte er sich gleich: „Na toll!“

- Jetzt hatte er die Schnauze voll!

Sein alkoholgetrübter Sinn,

sprach: „Du bist der Heimwerker King!“

So tat er sich im Dunkeln tasten,

vor bis an den Sich’rungskasten

und spielte lustig mit den Adern. -

Bald wird er mit dem Schicksal hadern…

Ab jetzt könn’n Leute, die ihn kennen,

Mark „400 Volt Mann“ nennen.

Denn jetzt floss Strom mit richtig Power

durch die Kabel in der Mauer.

Doch der Mark – Na hoch die Tassen! -

dachte sich: „Jetzt müsste ’s passen“!

Und so haute er, oh nein,

die Sich’rung krachend wieder rein…

In dem Moment gab ’s einen Hieb,

der durch „Mark und Bein“ sich trieb.

Und bis auf den Schern hinauf,

flackerten Straßenlampen auf…

… In der Sekunde, ohne Witze,

zuckten in dem Haus die Blitze.

So ’n Funkenregen mit Orchester,

gibt es sonst nur zu Silvester.

Obwohl man da Raketen kauft,

war das hier teurer – verlasst euch drauf!

Denn Mark ließ, durch den Alk gehemmt,

die Hausgeräte angeklemmt.

So traf der Strom die Apparate,

mit Wirkung einer Handgranate.

Toaster, Fernseher, Radiowecker,

schmorten nun an ihrem Stecker.

So folgte auf ’nen lauten Knall,

bei Schmidts ein weit’rer Stromausfall.

Und für dies und das Gerät,

half schließlich nur noch ein Gebet…

Zum Abschluss sagen wir dir: Mark,

mach gerne öfter etwas Quark!

Doch das mit der Elektrizität

lass einen machen der ’s versteht.

 

 

Verstecken

 

 

 

 

 

Es gibt Kneipen,

 

 

da geht man hin um zu Saufen,
und da gibt es welche da kann man nebenbei noch was interessantes lauschen.
Ich meine die Kneipe wo unsere „erfolgreichen“ Fußballer verkehren,
und wenn sie nicht gewinnen,

 

 

wenigstens einige Gläser dort leeren.
Da gibt es Leute über die ich

 

 

erzählt habe schon sehr viel,
doch ein Neuling in dieser Zeitung

 

 

ist der Jörn Priel.
Als Torwart der Mannschaft immer mit dabei,
trinkt er dort sein Bierchen,

 

 

oder zwei oder drei.

 

 

Weil er nie schnell zu seiner Frau

 

 

nach Hause muss,

 

 

sitzt der Jörn meist auch bis zum Schluss.
Da wird viel geredet, sonnenklar,
wie es auf Arbeit, in der Schule

 

 

oder zu Hause war.
Die Gespräche laufen immer nach

 

 

dem selben Schema
und zu späterer Stunde

 

 

wird auch Sex ein Thema.
Alle erzählen dann, locker vom Bier,

 

 

frei heraus,
nur der Jörn hält sich

 

 

bei den Gesprächen raus.
Ich weiß nicht ob er schon dabei ist

 

 

mit Frauen zu toben,
wenn nicht kann ich ihn als Pastor nur loben.
Aber eins müsst ihr wissen, die Gespräche sind nur ein wenig versaut,
aber ich denke unter Männern ist das schon mal erlaubt.
Ach, nur unter Männern

 

 

- ist doch gar nicht wahr,
da gibt es ja auch noch die Frau

 

 

hinter der Bar.
Die Simona ist die gute Seele

 

 

vom Sportverein,
und mischt sich in diese Gespräche

 

 

gern mal mit ein.
Bei diesem Gerede kommt sie

 

 

dann richtig in Fahrt,
und das ist wohl nicht jedem seine Art.
An diesem Abend waren

 

 

nicht mehr viele vor Ort,
Simona, Jörn, noch zwei Gäste – die anderen waren schon fort.
Es war noch eine andere Frau da

 

 

- das fand Simona toll,

 

 

und das war aus Oberdorf die Frau Zoll.
So saßen sie nun und redeten viel,
am Anfang das dem Jörn auch noch gefiel.
Doch dann ging es richtig um die Fakten,
um Männer, Frauen und deren Ärsche

 

 

und zwar die nackten.
Der Jörn wurde immer stiller und ganz rot,
da nahmen ihn die Frauen in die Mitte,

 

 

das tat Not.
Die Sprüche kennt jeder:

 

 

"Auf alten Rädern lernt man das fahren",
aber nicht mir unserm Jörn,

 

 

der war doch noch ganz unerfahren.

 

 

Er wusste gar nicht mehr

 

 

wo er hin schauen sollte,
die Frauen bekamen nicht mit,

 

 

dass er nicht wollte.
Auf jeden Fall ließen sie ihn nicht ruh´n,
und Jörn bekam es mit der Angst zu tun.
Er dachte, die machen mich doch an, die beiden Weiber,
ich habe aber keinen Bock

 

 

auf ihre üppigen Leiber.
So sagte er sich, ich muss hier weg

 

 

und ziemlich schnell,
die Ausrede mit dem Klo ist doch sensationell.
So ging er auf Toilette und schloss sich ein,
hier konnte der Jörn alleine sein.
Das Problem war,

 

 

er wollte nicht mehr in die Kneipe zurück,
so benutzte er einen uralten Trick.
Per Handy rief er seine Mutter an,

 

 

und beide entwickelten einen Plan.
Komm hol mich schnell vom Sportplatz heim,
da muss ich nicht mehr zu den Wuchtbrummen in die Kneipe rein.
So blieb er auf dem Klo bis Muttern kam,
und Jörn friedlich mit nach Hause nahm.
Lieber Jörn, bleib so sittsam und rein,
und lass Dich nicht mit solchen Weibern ein.
Eines Tages da kannst Du Dich trauen,
denn glaub mir es gibt auch normale Frauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Braune Strümpfe

 

Im nächsten Thema dieser Sendung

geht es um die Zweckentfremdung.

Dazu braucht ’s was, was man verwendet,

und einen noch der es entfremdet.

Letzterer, das kennt ihr schon,

wird jetzt gleich zur Hauptperson.

Auf dem Kopf sieht dieser Mann,

aus wie Zinedine Zidane.

Und grade diese Eigenheit,

zeugt wohl von viel Männlichkeit.

Wie sonst kommt ’s, dass sein Spitznam’ ist,

das Gegenteil von Feminist.

Na, wer könnte das wohl sein?

Mir fällt da Karsten Teller ein.

Für die, die ihn hier so nicht kennen:

man tut ihn auch oft Quatscho nennen.

5x die Woche tut er brausen,

zur Arbeit, unweit von Nordhausen.

Am einem Tag, noch weit vor März,

geschah dort ein besond’rer Scherz.

Ob er beim Mexikaner war,

das weiß ich nicht, doch eins ist klar.

Ist du Chilis in ’nem Nacho,

geht es dir wie damals Quatscho.

Denn bei ihm war Großalarm,

genau gesagt: in seinem Darm.

Sein Innendruck war ziemlich groß.

Ein Ausweg also blieb ihm bloß:

Das weiß geflieste Herrenlokus,

rückte jetzt in Quatschos Focus,

denn grade hier am Arbeitsplatz,

wurd’ er nicht gern zum Hosenmatz.

Willst du auch nicht die Luft vermiefen,

musst’ du dich auf die Brille hieven.

So rannte er in höchster Panik,

zu der Klokörperkeramik.

Bis hier ist die Geschichte eh’r,

ziemlich unspektakulär.

Doch die Pointe kommt gewiss. -

In diesem Fall erst nach dem Schiss:

Denn lässt man kräftig einen zischen,

braucht man danach was zum wischen.

Doch anders als beim Charmin- Bär,

war die weiche Rolle leer.

Es fehlte dem Reservehalter

wohl ein Klopapierverwalter.

So brannt’ nicht nur sein Po wie Feuer,

guter Rat war auch noch teuer.

Denn ohne Klopapier, das weiße,

ist Hintern putzen richtig „scheiße“.

Nun saß er da, in seinem Mief,

während ihm der Angstschweiß lief.

Was sollt er tun in seiner Not?

Mit wenig Papier, doch reichlich Kot.

So kam er auf ’ne Strategie,

die gab es garantiert noch nie.

Es scheint, dass Kreativität,

bei Quatscho auf dem Klo entsteht:

Von üblen Gasen voll benebelt,

wurd’ Quatschos Geist wohl ausgehebelt.

Und so begann sein Logikdenken,

ihn in die falsche Bahn zu lenken.

Denn er zog, oh Schreck – oh Graus,

sich plötzlich seine Schuhe aus.

Viele von euch fragen nun:

Warum sollte er das tun?

Ihm riet wohl eine inn’re Stimme:

„Wisch mit ’ner Socke deine Kimme!“

Und so wurden seine Strümpfe,

auf dem Klo jetzt seine Trümpfe.

Die Hinternreinigungs- Hauptrolle,

ging nun vom Zellstoff zur Baumwolle.

  So zog, von Kimme bis zu ’n Glocken,

Quatscho seine weißen Socken,

und wischte sich mit ihnen fein,

nicht nur sauber sondern rein…

Die Strümpf’ erfüllten zwar den Zweck,

doch zierte sie jetzt Fleck an Fleck.

Das Ergebnis: Hintern rein

und Socken im Kuhfleck- Design.

Da stand nicht nur „Puma“ drauf,

ganz genauso roch es auch.

So ’ne Sache ist wahrscheinlich,

wenig reinlich und auch peinlich.

Normale Menschen würden schweigen,

vor Scham den Kopf zum Boden neigen,

und nie ein einz’ges Wort verlieren -

Ein Quatscho muss sich profilieren!

„Mir ist ein großer Coup gelungen“,

war wohl in seinen Kopf gedrungen.

Das zweite Mal in kurzer Zeit,

war er von Logik ganz befreit.

Egal war ihm auch Etikette.

„Ich bin der Einstein der Toilette!“

Doch lag, zwischen Genie und Wahn,

wohl nicht viel bei seinem Plan.

Ein Quatscho stellt sich gern in Pose,

doch rutscht der Grips dann in die Hose.

Freitags in der Kneipe prahlen -

so wollt’ er sich im Ruhme aalen.

Er schilderte den Strumpfmissbrauch.

Vor lachen hielt er sich den Bauch.

Auch and’re lachten, doch es schien,

nicht mit, sondern über ihm…

Ok, dass er sich drüber freute,

auch nicht die Öffentlichkeit scheute,

doch, dass er sich als Held sah heute,

war unklar für die meistern Leute.

So wurde er, durch seine Zote,

für Insider zum „Graf von Kote“.

Und anders hätte die Geschicht’,

 

auch keiner von uns mitgekricht.

Darum ist Quatscho, ohne Locke,

für uns jetzt Häuptling braune Socke.

Wir danken ihm, doch dies nur knapp,

mit einem Strümpfe- Vorratspack.

Doch schenken wir statt white dir black,

da sieht man nicht so schnell den Dreck.

Und die Moral von der Geschicht’,

ist diesmal einfach und auch schlicht:

Um sich den Hintern abzuputzen,

kann man auch mal ’n Strumpf benutzen.

Doch Arsch abwischen mit ’ner Socke,

hängt man nicht an die große Glocke.

Die Waschkatze

 

Guten Tag Ihr lieben Leute,

ich muss euch was erzählen heute.

Denn mir liegt was auf der Seele,

mit dem ich mich schon lange quäle.

Drum hört mir zu, als Therapie -

Sonst verarbeit’ ich das nie.

Aber sicher wollt Ihr gern,

mich ja erstmal kennenlern’.

So 100 Meter weit von hier,

seid Ihr schon zu Haus bei mir.

-     Ihr müsst also nicht lange geh’n

zur Pusteleberstraße 10.

Und wer nicht kommt aus Buxtehude

weiß, da steht die Riegel-Bude.

Ich selbst bin noch nicht sehr groß –

so 30 Zentimeter bloß.

Alt bin ich auch erst 2 Jahre,

und hab doch schon graue Haare.

Mein Name ist Billy,

Zorro heißt mein Vater.

Wer ’s noch nicht weiß -

Ich bin ein Kater!

Der Einleitung sei´s nun genug,

lasst Euch erzähl´n was sich zutrug:

So um den 9. März herum,

macht’ ich ’ne Nachtwanderung.

Kollegen treffen, Mäuse jagen,

macht müde – könnt Ihr jeden fragen.

Und nach dieser langen Nacht

kam ich zurück erst früh um 8.

„Jetzt ruh’ ich mich erstmal aus.“,

dachte ich und schlich um ’s Haus.

Es prasselte der Regen schwer,

so musst’ was Überdachtes her.

Nass war ’s wie an der Côte d’ Azur –

Ich ging durch die erstbeste Tür.

In dem Raum war ’s verboten kalt –

Das spürt’ ich an den Pfoten bald.

Kurz vor mir sah ich einen Platz,

da sprang ich hin mit einem Satz.

Die weiße Kiste mit 8 Ecken –

da wollt ich mich gern verstecken.

Denn darin lag, in vielen Farben,

was Menschen anstatt Fell an haben.

Der Zugang wurde leicht gemacht,

durch einen runden Einstiegsschacht.

So kletterte behänd’ ich rein –

Es war zu schön um wahr zu sein.

„Hier ist was faul.“, dacht’ ich mir gleich.

Doch das war so traumhaft weich…

Wo war ich nur? Ihr kennt es alle!

Von da an kannt’ ich ’s nur als Falle.

Im Nachhinein da sag ich: „Leider,

legt’ ich mich trotzdem in die Kleider.“

Ich hatte einen tollen Schlaf,

doch kurz drauf folgte schon die Straf’.

Mit dem Kopf in meinem Nacken,

weckte mich ein lautes Klacken.

Ausgeschlafen war ich schon,

doch was war das für ein Ton?

Ach egal, ich war gut drauf,

so brach ich nach draußen auf.

Denn es war schon spät, bei Leibe,

plötzlich prallt’ ich vor ’ne Scheibe.

Da beschlich mich ein Verdacht:

Die Luke hat wer zugemacht!

Jetzt war ich nicht mehr froh und munter -
es lief mir kalt den Rücken runter.

Erst kam die Einsicht, dann wurd’ mir bang,

ich war in Riegels Buntwaschgang.

Doch durch die Scheibe, leicht verschwommen,

sah ich Oma Edith kommen.

Glück gehabt! Ich bin gerettet!

Kurz später war ich eher geplättet.

Denn trotz Kratzen und Miauen,

wollte sie nicht zu mir schauen.

Ich konnt’ mich nicht bemerkbar machen,

jetzt hörte ich es auch noch krachen.

Dann verging mir Hör’n und Seh’n,

als die Sachen anfingen sich um mich zu dreh’n.

Erst nur leicht von rechts nach links –

da war ich noch guter Dings.

Doch schon kurz drauf dreht’ ich mich gute

50 Umdrehungen pro Minute!

Ich war nun endgültig verloren –

Wäsche flog mir um die Ohren.

Und zu allem Überfluss,

begann jetzt H2O Einschuss.

Das Zeug ist nur verführerisch,

für die Spezies Katzenfisch!

Mein Magen war jetzt schon sehr flau,

doch dann kam der Supergau:

Denn der Feinspüler von Perwoll

machte das Maß übervoll.

Ich nahm ’nen Hieb davon oral

und erbrach mich viele Mal’.

Ich sag euch eins: Nicht nur für Katzen,

ist das ’ne scheiß Art abzukratzen.

Und immer noch, o–je–mi–ne,

wurd’ ich geschleudert mit 8 G.

So dreht ich mich ’ne Viertelstunde,

immer wieder meine Runde.

Ich roch zwar gut, doch ungelogen,

meine Hoffnung war verflogen.

Doch dann hört’ ich wie Egon redet:

„Seit wann wäschst du Katzen, Edith?“

Mit meinem letzten der 9 Leben,

sah er mich an der Scheibe kleben.

Edith zerrte nun wie dumm,

an der Einstiegstüre rum.

Doch bei hohem Wasserstand,

geht das Ding nicht auf per Hand.

Damit nicht raus läuft von der Plärre,

aktiviert sich da ’ne Sperre.

Dann prallte mir ein Hosenknopf

ziemlich heftig vor den Kopf.

Kurz dacht’ ich mir noch: „Ich spinne!“

Und dann schwanden mir die Sinne.

Doch das Gute daran war,

ich nahm jetzt vieles nicht mehr wahr.

Mein Leben war nicht vertan,

denn Egon hatte einen Plan –

so wie bei der Olsenbande,

so was gibt ’s auch hier zu Lande.

Er schob Maschine mit mir rum,

löste dann die Sicherung,

und hob mich aus der Folterkammer –

zu Ende war der Katzenjammer.

Doch noch war mir nicht nach feiern –

schließlich war ich noch am Reihern.

So sah ich Flora und die Fauna

für Stunden mit ’nem Schleudertrauma.

Doch egal! – Ich war befreit.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

 

 

 

 

 

Nacktbaden

 

Der Mann, um den ’s als nächstes geht,

gern im Mittelpunkt mal steht.

 Und wär’n wir alle ein Planet,

wär’ er gern der Stern, um den ’s sich dreht.

D’rum singt er gerne mal ein Lied,

und hat auch großen Appetit.

Denn schau’n wir uns mal um im Saal

und raten alle dann einmal,

wer auf unser’m Kirmesfest

den Stuhl am meisten ächzen lässt…

Ohne ein Genie zu sein,

fällt da Elias Rohrspatz ein!

Um körperlich in Form zu bleiben,

tut der nämlich Sport betreiben.

Dass man das schwer glauben kann

ist klar – man sieht es ihm kaum an.

Doch Elias übt sich immer

passioniert als Freistilschwimmer.

Und das tut er besonders gern

in öffentlichen Gewässern.

Denn teil, an seinen Muskelmassen,

will er auch and’re haben lassen.

So tat er eines Abends brausen,

auf zum Kiesschacht nach Nordhausen.

Doch es war schon spät am Tag,

sodass kaum wer am Ufer lag.

Nur ein Pärchen war im See

und so kam ihm die Idee:

„Heut ist hier eh nicht so viel los –

dann bade ich mal ohne Hos’.“

So wurd’ aus unser’m Obelix

in Windeseile ‚Hosenix’.

Als er nun nackt im Wasser stand,

stieg handbreit an der Wasserstand.

Zum ander’n Ufer und zurück

wollt’ er – das ist ein ganzes Stück.

Mit Tiefgang wie Free Willys Bruder,

schwamm er nun los wie ’n Baywatchluder.

Dabei sei eins noch klargestellt:

er schwimmt in seiner eig’nen Welt.

Überflüssige Körperfunktionen,

schaltet er aus, um Kräfte zu schonen.

Und ist er erst im Wasser drinnen,

tut er das auch mit seinen Sinnen.

Deshalb war ihm wohl nicht bewusst,

dass er diesmal schnell schwimmen musst’,

um möglichst noch zurück zu sein,

bevor die Dunkelheit bricht ein.

Er ließ sich also recht viel Zeit

für seine erste Teileinheit.

So wurd’ der Wendepunkt erreicht,

da war die Sicht getrübt schon leicht.

Ein Punkt um sich zu orientieren

war nur noch schwer zu identifizieren.

Doch einen Mann von seiner Statur,

kratzt so was im Geringsten nur.

So wendete er sich verwegen,

im Blindflug seinem Ziel entgegen.

Wie ’n U-Boot er sich vorwärts schob,

mit ausgefahr’nem Periskop. -

Doch bei dieser Schiffsbaugattung

gehört Sonar zur Grundausstattung.

Das käm’ Elias auch zu Gute,

denn er kam ab von seiner Route.

Auf Grund der mangelnden Belichtung,

schwamm er in die falsche Richtung.

Nach ein’ger Zeit wurd’ ihm auch klar,

dass er hinwärts schneller war.

Doch was sollte er jetzt tun?

Er musste weiter schwimmen nun…

Nach dem Sonnenuntergang

kam er dann doch am Ufer an.

Elias freute sich wie dumm,

doch dann schaute er sich um.

Und der Hang vor dem er stand,

war ihm bis jetzt noch unbekannt.

Doch eins das war ihm sonnenklar:

„Der war vorhin noch nicht da.“

„Verdammt noch mal, wo bin ich bloß?“,

dachte sich ‚Herr Hosenlos’.

Das war jetzt ganz besonders dumm -

er war nass und fror unten rum…

Denn nachts gibt ’s nicht nur wenig Licht,

auch besonders warm ist ’s nicht.

Normale Menschen in der Situation,

geben von sich jetzt keinen Ton,

doch zieht dabei ins Kalkül,

ein normaler Mensch hat Schamgefühl.

Elias aber ist publikumsgeil –

so tat er prompt das Gegenteil.

In den Sinn kam ihm das Paar,

das vorhin noch baden war.

Kurz drauf vernahm man eine Reihe,

aufgebrachter Hilfeschreie.

Doch niemand reagierte drauf,

so wollte er den Hang hinauf.

Doch der Hang und dessen Pisten,

war’n nicht geeignet für Nudisten.

Denn Bataillone Brennnesseln,

taten sich vor Elias stell’n.

So wurd’ schnell seine Mimik trüber -

er stand ihnen schutzlos gegenüber.

.Das war bestimmt ’ne Quälerei,

da durch zu kriechen, unten frei.

Denn ein paar der Brennnesseln,

streiften ganz pikante Stell’n.

Schwitzend, fluchend und zerstochen

kam er den Hang heraufgekrochen.

Wo er war wusst’ er trotzdem nicht,

doch in der Ferne sah er Licht.

Also ging es wieder munter,

den grad erklomm’nen Hang hinunter.

Und wieder brannten ein paar Pflanzen,

Elias eins über den Ranzen.

Die Schmerzen wurden immer krasser,

Linderung versprach jetzt Wasser.

D’rum sprang er in den See hinein

und schwamm hin zum hellen Schein.

Ans Ufer kam er nun mit Müh’

und hatte gleich ein deja vú.

Denn vor ihm, 100 Meter lang,

war wieder ein bewachs’ner Hang.

Das weckte in Elias Zorn,

denn die Tortur begann von vorn.

Abgekämpft und stark genervt

stieg er hinauf – und zwar verschärft.

Denn es berührten  Brennnesseln

mal wieder unsanft seine ‚Schell’n’.

Mit den Augen voller Tränen,

tat er sich nach ’ner Hose sehnen.

Hier unterbrech’n wir kurz die Reise

und wechseln mal die Ansichtsweise:

Stellt euch mal vor ihr geht spazieren -

um einen Teich wollt ihr flanieren.

Kein Ton ist weit und breit zu hören,

kein Mensch ist da um euch zu stören.

Ja, das ist Idylle pur –

Man fühlt sich fast wie auf ’ner Kur…

Ihr geht noch weiter, seht euch um,

und immer noch ist alles stumm…

Doch dann bleibt ihr plötzlich steh’n –

ihr seht etwas am Ufer geh’n.

Was es ist könnt ihr nicht nennen -

im Dunkeln ist ’s nicht zu erkennen.

Irgendein verschwomm’nes Ding,

wie aus ’nem Buch von Steven King,

riesenhaft wie ein Koloss,

es schnaubt wie ein Rhinozeros.

Das Wesen, riesig, feucht und nackt,

und furchteinflößend – das ist Fakt,

kriecht langsam eu’ren Hang hinauf,

schreit dabei manchmal leise auf,

kommt immer weiter auf euch zu…

Da läufst du wie ein Nike-Schuh!

Doch genug von der Geschicht’,

weiter geht ’s mit dem Bericht…

Elias sah jetzt, gar nicht doof,

kurz vor sich den Scheunenhof.

Den kennt er auch im Dunkeln gut,

weil er dort Essen kaufen tut.

Jetzt wurde ihm auch endlich klar,

wo er los geschwommen war.

Nicht weit von hier, vor ein paar Stunden,

war er gestartet, ohne Wunden.

Und dahin wollt’ er nun zurück -

nur noch ein kleines letztes Stück.

Doch eins tat ihm den Weg verstell’n,

ihr ahnt es schon – die Brennnesseln!

Ein letztes mal war’n sie mit ihm,

ungewollt extrem intim.

Doch nah vor ihm war schon das Ziel,

da schmerzte es nicht ganz so viel.

Am Start- und Zielpunkt angekommen,

wurd’ er dann aber doch benommen.

Jetzt merkte er die Schmerzen wieder -

höllisch brannten seine Glieder.

Das eine tat besonders weh.

Hier endet seine Odyssee.

Und die Moral von der Geschicht’:

Bade ohne Beinkleid nicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

People from Ghana

 

Holger Nervling heißt ein Mann,

der ‘nen Laster fahren kann.

Und das tut er sogar so gut,

dass man ihm Geld für geben tut.

D’rum kurvt er, weiter als bis Essen,

europaweit zurzeit auf Messen.

So ging ‘s, für OSRAM und für Kies,

mit langer Fahrt auch nach Paris.

Als er dort angekommen war:

Erstmal pennen, das ist klar.

Doch in der Heimat der Croissants,

hatte er dafür keine Chance.

Die Messe wird dort, das ist ein Fakt,

über Nacht zum Sich’rungstrakt.

Stattdessen gab ‘s eine Empfehlung:

Ein Hotel in der Umgebung.

Und ’s war ja nur für eine Nacht.

Problemlos also… Falsch gedacht!

Denn wo ihn dann der Weg hin wies,

war’n wohl die Slums von Stadt Paris.

Hier würd’ auch der Vergleich nicht reichen,

‘Sozialen Brennpunkt’ zu bezeichnen.

Denn auf Holgers ersten Blick,

war das hier ’s Herz von Mozambique.

Alle Fassaden sahen aus,

wie nach Bauart Crack-Dealer-Haus.

Doch das ging noch, schlimm war eher,

der hohe Teil Nichteuropäer.

Bei Ausländern ist er nicht hektisch,

speziell bei ‘Schwarzen’ aber skeptisch.

Sind um ihn viele dunkelhäutig,

kann man nicht sagen, Holgi freut sich.

Nun nennt ihn bitte nicht Rassist,

weil er gern unter Weißen ist.

Er hat halt, zu eurer Erhellung,

’ne konservative Grundeinstellung.

Mit beinah’ jeder Häusernummer,

bekam er deshalb größ’ren Kummer.

Und bald tat er sich deshalb wähnen,

in einem Heer voll Sarazenen.

Schließlich kam er zur Adresse,

hielt an, stieg aus, und zog ’ne Fresse.

Denn das empfohl’ne Gästehaus,

sah nicht geeignet für Gäste aus.

Für Holger war das, grob umrissen,

eine der Mad-Max-Filmkulissen.

Doch all das ist, dank Truckerehre,

nichts was Grund zum Rückzug wäre.

Obwohl er ’n Frosch ist, also ’n Lurch,

zog er das jetzt trotzdem durch,

und ging in die Ruine rein…

Die Lobby lag in trüben Schein.

Wie draußen sonst die Bordsteinrinnen,

sah es aus und roch es innen…

Und an der Rezeption saß eine

unfreundliche, schwarze Kleine.

Die sprach nicht viel, doch dafür ‘s Krasse:

Zimmer gibt ‘s nur bei Vorkasse!

Und nicht wenig; er wurd’ arm;

trotz dem rustikalen Charme…

Dass das ganze Taktik war,

war dem Holger wohl nicht klar.

Er nahm den Schlüssel hin zum Grauen,

für viel Geld und mit Gottvertrauen.

Doch Flur und Treppen vom Gemäuer,

war’n ihm schnell nicht mehr geheuer.

Sie wirkten, damit ihr ’s versteht,

als hätt’ man dort SAW III gedreht.

Doch er dacht’ wohl: „Der Tag war lang.

Und man schläft nicht auf dem Gang…“

Er hoffte wohl, es wird nicht schlimmer,

doch dann kam er an sein Zimmer.

Jetzt war er endgültig perplex,

die Nummer war wohl ’666′…

Tür quietschte auf und er ging rein,

dann fror seine Mimik ein!

Denn was er nun so vor sich sieht,

sah aus, wie in ‘nem Kriegsgebiet!

… Als hätte man erst kurz nach 7,

‘ne Wildschweinrotte durchgetrieben!

Tapeten fielen von der Wand,

der Fernseh’r roch leicht abgebrannt,

dazu wirkte die Bettmatratze,

als hauste dort ‘ne größ’re Katze.

Und ‘s Bad bezog ein brauner Ton.

- Es lebte nicht; es zischte schon!

Selbst Truckerklos in Tschernobyl,

sind gegen sowas noch steril!

Was das Bild abgerundet hätte,

wär’n Einschusslöcher in der Decke…

Das fand der Holger nicht so gut.

Auf seinen Schock kam blanke Wut.

Er machte Kehrt auf der Etage,

und kam immer mehr in Rage.

So stand er, nach Sekunden schon,

vor seiner Freundin, Rezeption!

Wer Holger kennt, der weiß was kommt;

er spricht Klartext, und zwar prompt!

So sagte er zur Dame trocken,

in allerliebsten Englisch-Brocken,

den legendären Spruch – kein Scheiß:

"This is a Bedroom for People from Ghana;

not for German Guys!"

- Ein Satz, bei dem man,

selbst stark pigmentiert,

Farbe im Gesicht verliert!

Wer mal in Harlem ist, rat’ ich,

bringt solche Sprüche besser nicht!

Denn selbst in Paris-Stadt darauf,

klappt mancher wohl sein Messer auf.

Es folgte eine Diskussion,

mit Holger – kurz vor Explosion.

Am Hals zwei fingergroße Adern,

tat er mit der Dame hadern.

Und am Schluss von diesem Stück,

wollte er geh’n und Geld zurück.

Doch sie – sinngemäß – nur knapp:

"Vorkasse, Baby! Pech gehabt!"

Da wurd ‘s um Holger Totenstille;

und es wurd’ rot um die Pupille.

Doch zu seinem eig’nen Glück,

hielt er sich dieses mal zurück.

Im Drogenviertel um Geld streiten,

tun nämlich auch nicht die Gescheiten.

Da wird bei Euros nicht gekichert…

Eh’r durchgeladen und entsichert!

Hier ist die Story nicht zu Ende.

Am nächsten Tag, Messegelände:

Als Holger dort sein Leid berichtet,

sicher viel dazu gedichtet,

wurden auch die Messebauer,

ungeteilt bald ziemlich sauer.

Denn zügig stellte sich heraus:

"Jungs, ihr pennt im selben Haus!"

Man hatte wohl nicht lang gesucht,

und auch die Absteige gebucht.

Bezahlt war auch, da sind sie redlich;

gegen Vorkasse, versteht sich…

Schnell waren sie nicht nur geladen.

Sie gingen auf die Barrikaden!

"Den’ sollte man den Arsch versohlen!",

war bald die Milde der Parolen.

Was hilft bei derlei Firmenpraktik?

Sonnenklar! – Einschücht’rungstaktik!

So formte uns’re Messeherrschaft,

eine Art Spontangewerkschaft.

Die konnte man marschieren seh’n,

wie Protestanten in Athen.

Kurz drauf traten dann alle Mann,

in Pfeilform vor der Bude an,

rückten ins “Ghana Hostel“ ein,

und machten dort die Frau zum Schwein.

Das fand die bald nicht mehr toll,

denn erstmals war die Hütte voll.

Wie bei ‘ner fetten Facebook-Fete,

halfen hier nur Stoßgebete.

Und der Messemensch an sich,

ist von Natur nich‘ zimperlich.

Tritt er dazu im Rudel auf,

ist er wohl noch schlechter drauf…

So belagerten die Kerle,

die Rezeptionisten-Perle.

Und zwischen lautem "Money back!",

verstand sie wohl "sonst Bodycheck"…

Das war dann nicht mehr einerlei,

und sie rief die Polizei…

Man weiß nicht, was sie den‘ erzählte,

nachdem sie die 3 Nummern wählte,

doch "brauchen Gas und Straßenkrallen!",

ist scheinbar da als Wunsch gefallen.

Die Beamten mussten denken,

die ‘Hells Angels’ woll’n da campen…

Der Einsatz war so prompt besiegelt:

Viertel hermetisch abgeriegelt!

Denn die Kollegen traten an,

mit nicht 3, sondern 30 Mann,

gepanzert, mit Tazern und Schilden,

gegen die ausländischen Wilden…

Doch, wie so oft bei Polizei,

bevor sie da sind, ist ‘s vorbei!

Dem Chef war ‘s, bei den lauten Horden,

inzwischen doch zu heiß geworden.

Er rückte ‘s Geld raus, nicht zu knapp,

und die Besatzer zogen ab.

D’rum gab es an der Straßensperre,

am Ende dann auch kein Gezerre.

So war am Schluss, trotz viel Geschrei,

der Messebauer-Putsch vorbei…

Auch Holgi hielt diesmal den Mund,

und blieb im Hintergrund gesund.

Und was lehrt uns die Geschicht’?

Vorkasse bezahlt man nicht!

 

 

 

 

Kleinanzeigen

 

Drücke bei meiner Schwester zum Geburtstag auch mal 843 Kanäle einzeln/ fluchend durch, um Sport 1 zu finden, und am Ende festzustellen, dass Bayern gegen Inter doch nicht übertragen wird.

Gez.: Achim Föhn

 

Habe mir für 2011 vorgenommen, dass ich ein paar Pfund verliere, obwohl ich zu Hause Wurst selbst mache. Um dieses anspruchsvolle Ziel trotzdem zu erreichen und mir nebenbei noch etwas dazu zu verdienen, fahre ich jetzt mit dem Fahrrad durch die Gegend und sammle herrenlose Pfandflaschen ein. Ich war sogar schon in Wülfingerode…

Gez.: Jens Kresse

Kriegen jetzt immer Pakete von anderen Familien, denn, nachdem wir das Haus von ehem. Fam. Hilpert bewohnen, entschlossen wir uns, die Hausnummer frei zu wählen. Dumm nur, dass diese nach einem System vergeben werden und dementsprechend schon belegt war.

Gez.: Familie Chimanski (oder so ähnlich)

 

Machte meinen Hunde ungewollt zum Dalmatiner, als ich das Dach meines Schuppens neu gestrichen habe.

Gez.: Gerd Wissmann

 

Obwohl wir nun schon extra einen Triumphbogen errichtet haben, sind die Pustleber immer noch nicht bei uns einmarschiert, um uns einzunehmen.

Gez.: Mittel- und Oberdorfer Kirmesburschen

 „Kein Schwanz ist so hart wie das Leben!“

Zitat René Kies, Diplom- Penisphilosoph

 

Habe eine Formel entdeckt,

um auf einen Schlag Jung zu werden!

Gez.: Ein anonymer Pustleber

 

Jahresverschleiß an Kanarienvögeln 2011: 6!!!

Gez.: Jörg Kniemann

 

Ich merke mir jedes Profil – bin sozusagen ein „Profiler“!

Gez.: Schuhinspektor Jörg Kniemann

 

Da kann ich mithalten! Habe nämlich im tegut einen Dieb auf frischer Tat ertappt und sofort dingfest gemacht.

Gez.: Detektiv Verschätzki

Brauche beim Schlachten u.a. 3 Hosen und 1 Akkuschrauber.

Gez.: Jörg Kniemann

 

Habe im Frühjahr 3 Feuer entfacht, die auch ein russischer Spionagesatellit problemlos aus dem All hätte erkennen können und deren Qualm ganze Teilstücke der A38 einhüllte. Ich jedoch blieb cool und fragte die eingetroffene Feuerwehr und Polizei nur trocken: „Muss man sowas denn anmelden?“

Gez.: Stefaan „der Bosnier“ von Mett

 

Der Begriff „Unkraut“ ist bei mir weit gefasst. Wenn ich nämlich im Garten den Trimmer in die Hand nehme, sense ich auch schon mal Rhabarber und Himbeeren mit weg.

Gez.: Mike Deppart

Fährst du mit Trecker in den Wald, verbiegt die Zuggabel sich bald.

Gez.: Jörg Kniemann, Assist. Rüdiger Kartlep

 

Sollte mir auch ein BobbyCar kaufen, damit ich endlich die Verfolgung meines Enkels aufnehmen kann. Der Bengel ist einfach zu schnell.

Gez.: “Gundin“ Grube

 

Bin im Tierreich hoch angesehen, da ich Pferdeflüsterer und Baulöwe in einer Person bin.

Gez.: Karsten Luke

 

Wenn man vom Friedhof kommt, kann man schonmal etwas durch den Wind sein. So hab ich es wohl auch geschafft, mit dem falschen Fahrrad nach Haus zu fahren.

Gez.: Karel Föhn

Und ich fühle mich auf meinem Fahrrad immer noch wie 22. Dass ich es nicht mehr bin und deshalb nicht fahren und gleichzeitig eine Leiter transportieren kann, habe ich dieses Jahr schmerzhaft lernen müssen.

Gez.: Margitta Nervling

 

Das Schicksal ist grausam! Nach der verkorksten Saison vom FC Schalke 04, konnte ich nicht mal meine Flagge im Garten auf Halbmast wehen lassen. Der war eines Morgens nämlich verschwunden.

Gez.: Jörg Kniemann

 

Die AC/DC- Coverband hat mich auf dem Festplatz voll vom Hocker gehauen! Bin nämlich am Tresen eingeschlafen.

Gez.: Kette

Wie jetzt? Am Stammtisch kann man auch normal reden?! Ich schreibe lieber SMS!

Gez.: Rüdiger Kartlep

 

Wenn keine Decke da ist, schlafe ich im Garten auch schonmal in einem Bettbezug gehüllt und verbrenn mir dabei die Larve. Nennt mich ab sofort die rotköpfige Raupe!

Gez.: Gerd Wissmann

 

Haben immer noch unsere Ostereier am Baum.

Gez.: Familie Köter

 

Kommen den weiten Weg nach Pustleber gefahren und nehmen am Ende einen Eimer Schafscheiße mit nach Hause.

Gez.: Familie Frägtkessel aus Erfurt, aktuell sitzend am Tisch von Familie Föhn

Manche Verkupplungsaktionen sollte man besser sein lassen. Nachdem ich meinem Sohn nämlich ein Date klar gemacht hatte und das Mädel unangemeldet zum Kaffe kam, lag dieser noch dösend in Boxershorts auf der Couch.

Gez.: Evelin Riegel

 

Bewiesen Geschmack, als wir 2010 zur Pustleber Kirmes kamen, obwohl wir zur gleichen Zeit selbst Kirmes hatten.

Gez.: Wechsunger Kirmesburschen

 

Hatte das irgendwie aus meiner Jugend angenehmer in Erinnerung, in einer Jugendherberge zu schlafen. Musste nämlich 2 Wochen in der in Osterode nächtigen, weil ich meinen Führerschein das 2. Mal abgeben durfte.

Gez.:  Mark Schnitt

Und zum Abschluss mein persönlicher Favorit:

Wollte mit eine neue Speicherkarte für meine Digitalkamera kaufen, weil die alte voll war…

Gez.: Kornelia Föhn

 

 

 

 

 

Schluss

 

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,

obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.

Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,

und macht bitte nächstes Jahr mehr dumme Sachen!

So lasset uns nun beten:

Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,

geheiligt werde dein Bier,

das Du empfangen von der Brauerei,

welches gelitten unter

dem Schaukeln des Bierwagens,

sitzest zur Rechten des Kutschers.

Von Dir wird es kommen,

um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.

Und führe uns nicht in Versuchung

nach Hause zu gehen,

sondern erlöse uns von den Weibern

und vergiss uns unsere Schulden,

wie auch wir vergessen unsere Gelder.

So lasset uns Weitersaufen in Seeligkeit,

bis in alle Ewigkeit.

So gehet hin in Frieden:

Der Hutmacher behüte euch,

der Scheffeldrescher dresche euch,

der Kneiper kneipe euch,

der Schirmmacher beschirme euch,

der Fukushima-Fallout ergrüne euch,

der Hund hebe sein Bein über euch

und sei Euch gnädig.

Und der Alkoholrausch,

der größer ist als jede Vernunft,

gebe euch ewigen Frieden.

-

Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:

Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,

dient zur weiteren Verdünnung des Blutes

in den Adern der Kirmesburschen…

 

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