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Anfang

So schnell verging ein ganzes Jahr,
und schon steh ich wieder da,
und muss die schwere Bürde tragen,
einen Toten zu beklagen.
’Ne Explosion und dann ein Leck,
und schon hat man ihn, den Dreck!
Der freut dann Leute an der Küste,
in etwa so wie eine Zyste.
Denn Öl, das stinkt und klebt wie Harz…
Doch wir seh’n nicht – wie Vögel – schwarz.
Denn zwar tut ’BP’ seitdem,
zumeist für ’Braune Pampe’ steh’n,
doch so etwas bringt nicht nur Scheiß:
Ölsardinen zum halben Preis!!!
Bevor wir die Kirmes zu Grabe tragen,
lasst mir vorher noch schnell sagen,
was in diesem Kirmesjahr,
bei uns im Örtchen Phase war.
Wer absolut kein’ Spaß versteht,
für den ist ’s besser, wenn er geht.
An alle and’ren: Bleibt noch hier,
und trinkt noch vom Pustleber Bier!

Ausparken = Eingraben

Es gibt hier einen Mann im Ort,
für den ist Kirmeszeitung Sport.
Denn durch verschied’ne Disziplinen,
tat er sich diesen Ruf verdienen:
Er ließ ’ne Feuerwehr anrücken,
um einen Ball vom Baum zu pflücken.
Auch band er, vor ’n paar Jahren mal,
’nen Hund zur Paarung an ’nen Pfahl.
Beim Fahrrad fahren, welch ein Graus,
schlug er sich schon die Zähne aus.
Und selbst tut er sich nicht verstecken,
wenn es gilt Microsoft zu hacken.
So manche Kirmeszeitungszeile,
befüllt’ er so aus Langweile.
Wer hat nur diesen lust’gen Splin?
Als Eckard Brotzahn kennt ihr ihn.
Für ’s Scheiße bau’n hat er ’n Talent,
das man sonst nur von Riechmann kennt.
So muss man auch in seinem Garten,
auf Unfug nicht sehr lange warten.
Denn dort steht von Sohn René,
verschied’nes Zeug bei Sonn’ und Schnee.
Doch wollt’ der Eckard Rasen mäh’n.
Was tat er plötzlich vor sich seh’n?
Zu seiner nicht sehr großen Freude,
stand da sein Wohnmobil, grad „heude“!
Das musste selbstverständlich weg,
doch stand es – dumm – im Gartendreck.
Doch woll’n wir übertreiben nicht,
denn so schlimm war ’s bei leibe nicht.
So ist, bei beinah keiner Feuchte,
Dreck nichts, wo man sich fürchten bräuchte.
Wer so denkt, der hat meistens Recht,
doch kennt er unsern Eckard schlecht.
Denn der kann aus den kleinsten Sachen,
ein regelrechtes Drama machen.
Da Tür war auf und Schlüssel steckte,
und auch der Motor nicht verreckte,
setzte er sich in die Kiste,
um sie zu fahren von der Piste.
Doch steuern, von so ’m schwer’n Gerät,
ist bei ihm spärlich wohl gesät…
Den Gang bekam er grad noch rein,
doch das sollt ’s auch erstmal sein.
Denn hat er mal den Fuß am Gas,
versteht der Eckard wenig Spaß.
Zumindest, und das sag ich kühl,
fehlt ihm wohl das Feingefühl.
So trat er die Pedale runter,
und die Räder drehten munter.
Doch will man auch nach vorne fahr’n,
ist doof, wenn Rad fährt Achterbahn.
Auf trock’nem Boden eingekrallt,
grub er sich ein mit Urgewalt,
und so kam sich der „Eggart“ vor,
wie in „Werner – Volles Roäär!“.
Den Rasen konnt’ man fliegen seh’n
- so sparte er das Rasen mäh’n,
und der Dreck, der spritzte krass.
Ich sag ’s noch mal: Es war kaum nass!
Das er schon lange tat feststecken,
tat er allerdings nicht checken.
Und weil er das nicht hat kapiert,
wurd’ weiter Kupplung strapaziert.
Aber Gang rein/raus 1000 mal,
wurd’ langsam für das Ding zur Qual.
Doch Lärm und Qualm im Motorrad,
kratzten unser’n Eckard kaum.
So trieb er dieses Spielchen heiter,
locker 5 Minuten weiter,
bis die Karre, wunderbar,
zum Radkasten verschwunden war.
Dann stieg er aus und, keine Frage,
Das war ’ne recht verzwickte Lage.
„Wenn da mal der René nicht meckert…“,
dachte sich wohl unser Eckard.
Doch steckt ’ne Karre so tief fest,
sich da allein nix machen lässt.
So ging er, nach ’ner kurzen Weile,
wieder heimwärts – ohne Eile,
und bald kamen im Kopf die Flausen:
„Ich lüge einfach wie Münchhausen!
Da wird René nie was vermuten!“
dachte sich Sir Eckard Newton.
Und als er wieder Heime war,
berichtete er lapidar:
„Du musst mal in den Garten geh’n
und nach dem Wohnmobile seh’n,
denn das ist eingesunken, wegen
dem Gewicht und auch dem Regen.“
René der dacht’ sich: „Eingesunken?
Ich glaub, der Alte hat getrunken.“
Denn ihm kam es noch nie so vor,
als wär’ der Kleingarten ein Moor.
Doch hier half jetzt kein lamentieren.
Er tat die Burschen alarmieren
und nach ’ner kurzen Wartezeit,
standen auch schon 3 bereit:
Stefan, Geppi, Mario,
sahen das Szenario.
Was sollt’ der erste Kommentar sein?
„Das kann doch alles hier nicht wahr sein!“
Das Gras pfurztrocken, Himmel blau…
Das Wohnmobil sah aus wie Sau!
Denn nach der Grabaktion von Eckard,
war an den Schürzen schon der Dreck hart.
Und das Gefährt – einst blau lackiert,
war jetzt halbhoch braun schraffiert.
Doch Kopfschütteln half bald nichts mehr.
Es musste eine Lösung her:
Mario trat die Pedale,
Stefan schaukelt wie ’n Vandale.
Und René und Geppi drückten,
bis schließlich ihre Mühen glückten.
Die Karre aus den Furchen raus,
das Gras sah nicht mehr englisch aus,
taten sie jetzt eines checken:
Der Eckard wollte Rüben stecken!
Und was lernen wir daraus?
Eckard kennt sich mit eggen aus.
Doch raten wir: Nicht unbedingt,
die Kupplung treten, bis es stinkt.
Und willst du schaufeln deinen Agger,
miet dir ’n Traktor oder Bagger.

Bosnische Falle

Geschichte 2 zeigt euch den Lohn,
für schlechte Kommunikation.
Denn diese ist, aus uns’rer Sicht,
heutzutage einfach Pflicht.
Das hat Maik Neja auch kapiert,
weshalb er oft telefoniert.
Denn er fährt täglich Lkw. –
Ist deshalb ständig „J-wie-D“,
und ruft von dort zu hause an,
wenn man denn mit ihm rechnen kann.
So kann die Family bei Zeiten,
des Hausherr’n Ankunft vorbereiten.
So war es auch an einem Tag,
an dem der Schnee noch dicke lag.
Mit schlechtem Wetter auf den Straßen,
ist selbstverständlich nicht zu spaßen.
Deshalb griff Maik zum Telefon
und gab ’ne Statusinformation.
Denn unser Maik, der weiß genau:
Das senkt den Ruhepuls der Frau.
„Ich brauche noch ne halbe Stunde!“,
lautete die frohe Kunde…
Ein Mann, ein Wort – so ist das eben -
Kurz drauf war er in Pusteleben.
Parkplatz finden? Kein Problem!
Kann er beim Bosnier bequem.
Und dieser Platz ist so nah dran,
dass man ihn vom Haus sehen kann.
Maik tat wie immer navigieren,
doch heute tat da was blockieren.
Da dachte er sich: „So ein Dreck!
Der nächste Platz ist so weit weg.
Zum Laufen ist es mir zu kalt!“
… Eine Lösung fand er bald:
„Der Bosnier hat Land wie ’n Russe.
Das reicht doch fast für hundert Busse!
Ich mach jetzt keine großen Wellen
und park statt vor, hinter den Ställen.“
- Klingt logisch, doch hat gleich 2 Haken:
1: Er konnt’ nicht mehr im Sichtfeld parken.
2: Fährst du zum Bosnier den Laster,
betrittst du immer heißes Pflaster.
Und besser hast du gut gegessen,
sonst kannst du Nüchternheit vergessen.
Denn hier im Orte wissen alle:
Da wird gebechert wie auf Malle!
So kannst du auch kein’ Stellplatz kaufen.
Beim Bosnier musst du ’n ersaufen.
Doch Maik nahm die Gefahr in Kauf.
So nahm das Schicksal seinen Lauf.
„Komm doch noch mal schnell mit rein!“,
lud der Bosnier ihn ein.
So wurde zügig eingekehrt,
und Alkoholisches verzehrt.
Und dort gibt ’s – das weiß auch jeder –
oft härteres als kühles Jever.
Der Rausch war also nicht mehr weit,
und unser Maik vergaß die Zeit.
Aus Minuten wurden Stunden,
die zwei soffen im Rhythmus Runden.
Und nach dem achten „Maseltov!“,
war’n beide steif wie Hasselhoff.
Als der Maik nicht kam nach haus,
brach dort natürlich Panik aus.
Im Dunkeln lagen die Schneewehen,
vom Laster war noch nichts zu sehen.
Und Maik gab stundenlang kein Zeichen.
Jetzt tat es seiner Frau auch reichen.
Tochter Madeleine und ihr Geviert,
wurden nun abkommandiert.
Ihr Auftrag sollt’ nicht einfach sein:
„Finde Maik und bring ihn heim!“
Ziel 1, das war gefunden schon:
Betriebsgelände Spedition.
Doch Maiks Firma, müsst ihr wissen,
liegt im Eichsfeld. – Echt beschissen.
Madeleine fuhr also viele Meilen…
Maik tat sich den Kräuter teilen.
Und als sie angekommen war,
war Maik nicht da, doch klimperklar.
Madeleines Problem war nicht gelöst,
und langsam wurde sie nervös.
Was sollte sie auch jetzt noch machen?
Es war wirklich nicht zum Lachen.
Frustriert stand sie vor ’m Firmenzaune.
Ihr Vater hatte bess’re Laune…
Bier und Schnaps wurd’ jetzt gekoppelt,
er lallte bald und sah auch doppelt.
Denn schnell ist er, wenn ’s kost’ kein Cent,
voll wie ein Zug im Orient.
Währenddessen tat Madeleine,
auf eine Nachtpatrouille geh’n.
Denn so war Befehl 2 von Heim:
„Der muss noch auf der Route sein!
Vielleicht liegt er am Straßenrand!“
Sein wahrer Platz ist euch bekannt…
Die Tochter dachte: „Großer Scheiß!“
Da kam ein Auto – grün und weiß.
Plötzlich kam ein Geistesblitz,
und das ist jetzt echt kein Witz:
„Vermisst du wen, dann helfen dir,
die Freund’ und Helfer vom Revier.“
Maiks Aussehen wurde schnell erklärt,
beschrieben wurde sein Gefährt.
So kam er, ohne jede Ahnung,
in die Eichsfelder Rasterfahndung.
Doch davon völlig unbekümmert,
hatte sich bei ihm verschlimmert.
Im Arm ’nen Krampf vom vielen Heben,
war er voll wie achtzehn Schweden.
Da fiel ihm plötzlich etwas ein:
„Is’ sollde doch zuause sein!“
Dann sprang er auf, konnt’ kaum was seh’n,
fast kein Gefühl mehr in den Zeh’n,
und so schwebte unser Maik,
nach Stunden über ’n Bürgersteig.
Zu hause 2 (!!!) Minuten später,
klingelte er wie ’n Vertreter
und strahlte der Frau ins Gesicht.
– Schlechtes Gewissen kennt er nicht!
„Maik! Mann, wo kommst du denn her?“
„Isch wa’ nua kuaz beim Bosnijer!“
Seine Frau sah ihm schnell an,
dass man jetzt nicht viel reden kann,
doch für eins da war noch Zeit:
„Warum sagst du nicht bescheid?“
Darauf Maiks recht kurze Kunde:
„Ha’ doch jesaad’: ’ne ’albe Stunde!“
Madeleine kam dann auch, wenig später,
gefahr’n 300 Kilometer.
Dabei hätt’ ein Telefonat,
299 erspart.
Und so ziehen wir den Schluss:
Bescheid sagen ist halt ein Muss.
Sonst gibt es, nach dem Bierchen lecker,
zu hause von dem Weibchen „Mecker“.
Drum raten wir: Trinkst du spontan,
ruf einfach schnell zu hause an.
Oder sauf bei deinem Wirt,
bis gar nichts mehr dich int’ressiert.

Glatzekatze

Den Mittelteil ’ne Story stellt,
zum Thema: Wie klein ist die Welt!
Und zwar geht ’s hier um eine Katze.
Die fiel, komplett mit Ohr und Tatze,
in ein Fass – mit Öl war ’s voll.
Das ist für so ein Tier nicht toll!
Doch überlebte sie den Sturz.
Sonst wär’ die Story auch echt kurz.
Die liebe, gute Nadine Pinsel,
hörte aus dem Fass Gewinsel
und zog die Katze schnell heraus.
- Die sah nach “Schwarzer Kater” aus.
Doch seit euch jetzt nicht allzu bange,
denn die Farbe hielt nicht lange.
Erst wusch Nadine die nämlich raus
und dann fielen die Haare aus.
Nur logisch, denn für ’n Katzenvieh,
wirkt das wie Chemotherapie.
Und ist bei Katzen erst das Fell weg,
erinnern die recht stark an Cojack.
Das passt zwar nicht ins Katzenbild,
doch ist es auch nicht wirklich wild.
… Katzenfutter wurd’ gehortet.
’All Inclusive’ auch verordnet.
Haarkur, Medizin und Säfte,
stärkten dann die Abwehrkräfte.
Und so kam Mietzi – nackt wie Schweine –
tatsächlich wieder auf die Beine.
Und, wer hätte das gedacht,
er sprießte selbst die Fellespracht.
So sah die kleine Glatzekatze,
bald wieder aus, wie Atzes Fratze.
Doch eigentlich eben nicht ganz,
denn ewig felllos blieb der Schwanz.
Mit dem markanten Markenzeichen,
tat sie bald durch die Gegend streichen,
bis die plötzlich mal verschwand,
wie bleiche Haut am Tropenstrand.
Nun… So Aktionen kennt man ja,
denn Katzen sind meist undankbar,
doch in unserer Geschicht’,
war ’s die Schuld der Katze nicht.
Der Schuldige für ihr Verschwinden,
war nur durch Zufall aufzufinden…
Nadines Mann Maik ist Hobbyjäger.
- Schrecklich also, wie sonst Häger,
fährt er öfters in den Wald
und macht dort arme Tiere kalt.
Und dort geschah, wie durch ’nen Hexer,
ein Zufall wie ein Lotto-Sechser.
Denn bei so einem Trip, da stand,
ein Misthaufen am Wegesrand.
Das ist nicht so spektakulär,
doch ab jetzt wird ’s echt verquer:
Denn etwas schaute hier hervor…
- Gott hat echt Sinn für Humor!
Es lugte aus ’ner Haufenritze
Eine nackte Katzschwanzspitze.
Und die trägt ja, im höchsten Grad,
das Prädikat: Ein Unikat.
Die Gretchenfrage also ist:
Wie kam die Katze in den Mist?
Und wie kam sie dann hier her,
int’ressierte noch viel mehr!
Als Nadine die Story hört,
reagierte sie verstört.
Ihre Gedanken tanzten Mambo.
- Ein Fall für Monk oder Columbo.
So stand, nach kurzer Zeit, auch schon
die Katzen-Sonderkommission.
Es wurde eifrig recherchiert,
Tatorte rekonstruiert,
Zeugen noch vor Ort vernommen…
Das ist ins Protokoll gekommen:
In einer schönen Frühlingsstunde,
drehte uns’re Katz’ ’ne Runde
und zog, auf leichtsinnige Weise,
auch auf dem Volksgut ihre Kreise.
Hier aber herrscht ein böser Köter.
Kurzum: Der wurd’ zum Katzentöter.
Und durch das ganze Kampfgeschrei,
eilt Halter Waran schnell herbei.
Der sieht die grausige Kulisse,
doch das ist für ihn nicht Prämisse.
’Ne tote Katz’ kratzt ihn so viel,
wie der Wasserstand vom Nil.
Und weil für ihn das gar nichts ist,
schmiss er die Katze auf den Mist,
und noch bevor das Tier war kalt,
fuhr er sie hinaus zum Wald.
“Wenn die wer findet wär ’s ja peinlich!”
Doch das war dort ja unwahrscheinlich…

Vom Hinfliegen

Doch genug der Kurzgeschichten,
jetzt muss ich euch vom Schern berichten.
Denn dieses kleine Fleckchen Land,
ist für sein Potenzial bekannt.
Und so wohnt, wie letztes Jahr,
hier unser Kirmeszeitungsstar.
Ich mach es kurz: Wer sollt es sein,
wenn nicht Jochen Schenk’nschein?!
Würd all sein’ Unfug ich berichten,
könnt ich mich dumm und dämlich dichten.
So folgt jetzt, aus dem ganzen Stoff,
sozusagen das ’Best-of’…
Es sei vermerkt: Es gibt so Tage,
bei denen ist recht klar die Lage.
Geburtstage gehör’n dazu. –
Da kippt man gern die Birne zu.
Und darauf kann man bei Jochen,
selbstverständlich immer pochen.
So wusst’ man: Seine Frau wird 60…
Mann oh Mann, ich glaub das rächt sich.
Im Domino wurd’ eingekehrt,
die Jubilarin reich beschert.
Der eigentliche Feierakt,
verlief zuerst perfekt im Takt.
Man aß und trank bis in die Nacht,
es wurd’ gelabert und gelacht.
Und als die Feier dann war aus,
ging man so gegen 2 nach haus.
Doch geht Familie Schenk’nschein,
nur äußerst ungern weit allein.
Im Schlepptau liefen – das war schön,
Familie Ritzenlausen und Föhn.
Soweit – so gut, könnt’ man jetzt meinen,
doch schwankten sie schon auf den Beinen.
Denn war es für den Trupp recht „ville“.
- Zusammen rund 18 Promille.
Und da kommt man – ihr werdet seh’n –
auf äußerst komische Ideen.
Denn auf dem Rückweg gab es Sachen,
die Kreativität entfachen.
Bald kam ins Aug’ und ins Geschwafel,
eine Geschwindigkeitsmesstafel.
So eine hängt, von Zeit zu Zeit,
nah’ Fahrrad-Schritt zur Sicherheit.
Die Autos sind ihr Fachgebiet,
doch misst sie wohl auch Menschen-Speed.
Drum wurde wenig lamentiert.
- Das Gerät wurd’ ausprobiert.
Was nun kommt ist klar. Ich mein:
Jochen sollt der Doofe sein.
In ihrem recht besoff’nen Kopp,
fanden alle das noch topp!
Doch Jochen dacht’ sich nach ’ner Weile:
„Allein mach ich mich nicht zu Feile!“
Da kamen ihm im Kopf die Flausen:
Ich lauf gegen den Ritzenlausen!
Der ist schon alt, kann kaum noch geh’n.
Den lässt selbst der Schäuble steh’n.
Doch Reiner dacht wohl: „Lächerlich!
Die Ziege wiegt viel mehr als ich.“
Und so kam es ziemlich schnell,
zu dem Jahrhundert- Laufduell!
Die beiden Sprintasse von gestern,
standen da, wie bei ’nem Western.
Wie Clint Eastwood und Charles Bronson,
oder Carl Lewis und Michael Johnson?!
Und wähnten sich – das war’s Fatale –
im Olympia-Sprintfinale.
Als Erster trat der Ritze dann,
zum unsichtbaren Startblock an.
Ein Strecken und ein Dehnen später,
schnürte er nochmal die Treter,
ging wie ein Profi in die Knie,
und schoss nach vorn, wie sonst noch nie.
Er rannte beinah’ so als wär,
der Luzifer hinter ihm her.
Und während ihm das Sichtfeld schwand,
brüllten seine Fans vom Rand.
So sprintete er wild durch ’s Ziel,
und riss die Arme hoch: „Wie viel?“
Sie starrten auf die Tafel drauf…
Eine 14 blinkte auf.
Und in des Gefechts Hitze,
rief Jochen: „Reiner, machst du Witze?
Das war’n nur 14 km/h…
Da ist der Sieger doch schon klar!“
Reiner Ritzenlausen keuchte,
als ob er ’n Sauerstoffzelt bräuchte
und rief zurück, noch leicht verdreht:
„Mal seh’n was gleich da oben steht?!“
Die Ziege stand nur da und freut sich:
„Das geht doch nur bis 99!“
So stapfte er nach vorn im Nu,
da schlug sein Ehrgeiz wieder zu.
Er glaubte wohl: „Hier pfeift mein Schwein!
’Ne Ziege darf nicht zweiter sein!“
Wie zurzeit nur Usain Bolt,
dachte er sich: „Go for Gold!“,
ging in die Knie, wie Hürdenläufer,
doch sind die vorher meist nicht Säufer…
Schon wen’ge Meter nach dem Start,
fühlt’ sich die Ziege wie ’n Gepard.
Der Wind, der pfiff ihm um die Ohren
und er gab sich selbst die Sporen.
Mit Highspeed, doch mit wenig Stil,
schoss er wie ein Pfeil durch ’s Ziel.
Und das Ergebnis von dem Lauf:
Es blinkte eine 19 auf!!!
„Alle Achtung!“, dachten alle,
doch auf den Hochmut folgt der Falle…
Der Titel Leichtathletikgott,
war nämlich bald schon wieder Schrott.
Denn schon bevor er lief durch ’s Ziel,
schwankte er. – Das Bier war viel!
Bedenklich schwand nun die Balance,
von da an hatt’ er keine Chance.
Er stolperte, kam aus dem Tritt,
und flog nach vorn, wie Martin Schmitt.
Lag kurz quer in der Luft – ganz stark.
… Die Landung war kein Telemark.
Brigittes voller Ehegatte,
bremste also mit der Platte.
Und schlitterte auf dem Asphalt,
mit ganzem Körper und Gewalt…
Harmlos war Reiners Seitenstechen,
denn Jochen tat sich fast war brechen.
Und alle dachten: „Scheiße auch!
Der Jochen hat ’s doch mit dem Bauch!“
So war ’s für die Geburtstagsrunde,
erstmal eine Schrecksekunde.
Doch – zum Glück – er stand bald wieder,
knackten dabei auch die Glieder.
Und auch die teu’ren Festklamotten,
taten jeder Beschreibung spotten.
Dazu ’s Gesicht voll Blut und dick.
– Ein Anblick wie im Thriller-Clip!
So stützten 2 Mann ihn mit Kraft,
damit er noch den Heimweg schafft.
Und ein’ Tag drauf, da konnt’ man seh’n:
Der Jochen tat auf Krücken geh’n.
Der ganze linke Teil der Fresse,
hatte leicht den Ton von Kresse.
Und auf der rechten war ’ne Schramm’,
als schlug ihn Artur Abraham.
Doch hat er sich deshalb beschwert?
Nee, nee! Der Ruhm war ihm das wert!
Und die Moral von der Geschicht’:
Alter schützt vor Torheit nicht!
Und das die Weisheit wirklich stimmt,
die nächste Story auch aufnimmt.
So müssen wir auch nicht lang schweifen,
um den Satz wieder aufzugreifen.
Doch jetzt ist Jochen nur Statist;
Brigitte wird Protagonist.
Denn würde sie kein Tollpatsch sein,
so hieße sie nicht Schenk’nschein!

Nackter Schneeengel

Zur Zeit der Emanzipation,
kann Sie, was Er kann, lange schon.
Deshalb steht Gitte dem Gemach,
auch generell nur ungern nach.
Und jetzt schließt ’ne Erzählung an,
die das durchaus belegen kann.
Des Jochens Lippe fast noch dick,
geschah Brigittes Missgeschick.
Sie selbst und Jochen geh’n im Winter,
gern zu Familie Falter hinter.
Denn die haben ein Gerät,
das meist in Skandinavien steht.
Doch manch ein Deutscher mit viel Geld,
sich auch so ’n Ding ins Hause stellt.
Es ist recht groß und ganz aus Holz,
und damit Falters ganzer Stolz.
Kurzum: Die haben eine Sauna,
beliebt bei schneebedeckter Fauna.
Und sowas gab ’s ja dieses Jahr,
genug im tiefen Januar…
Familie Ziege kehrte ein,
und dann ging es auch schon rein,
denn weil geklotzt wird, nicht gegeizt,
war die Sauna vorgeheizt.
Bald saß man splitternackt – man kennt sich,
und schwitzt’ aus allen Ritzen, gänzlich.
Bis dann, nach einer Viertelstunde,
zu End’ die erste Saunarunde…
Was tun, wenn man sich glühend fühlt?
Man sucht was, was genügend kühlt.
Und was tat quasi darauf warten?
Genau! Die weiße Pracht im Garten!
Die Männer ließen sich nicht bitten,
preschten vor mit großen Schritten,
und sprangen aus der Sauna raus,
der Läng’ nach in dem Schnee vorm Haus.
Sie wälzten sich im kühlen Nass
und hatten einen Heidenspaß.
Sie freuten sich an ihrem Leben.
- Wie wahre „Schneekönige“ eben!
Doch merkte man in ihr’m Gesicht:
Das kugeln reichte ihnen nicht…
Jetzt sah man, wie die beiden Nackten,
Kinderschneespieltriebe packten,
und sie an ihre Schulzeit dachten,
in der sie Schneebälle oft machten.
Das war kein Bild für Zufallsgaffer,
denn ihre Bodys war’n schon straffer.
Und was die Sache noch verspitzt,
die beide glänzten ja verschwitzt.
Und so begann in tiefer Nacht,
die erste ’Scherner Gayballschlacht’.
Vom Gekicher aufgeschreckt,
wurden sie von den Frau’n entdeckt.
Zuerst taten die sich noch täuschen:
„Werfen die da mit Wattebäuschen?“
Doch dann sahen sie: „Ach nee!
Die reiben sich nur ein, mit Schnee…“
Wenn ein normaler Mensch das sieht,
denkt er bestimmt: Christopher Street!
Man(n) würde sich vielleicht empören,
doch uns’re Frauen tat ’s nicht stören.
Denn das Spiel der Nackedei,
sah gar nicht aus wie Plackerei.
Anstatt sich nun zu echauffieren,
tat sie das Treiben animieren,
und sie stürmten aus dem Haus,
zu ihren glatten Gatten raus.
Was sie vor Euphorie nicht sahen,
waren verborgene Gefahren…
Merk’: Wer nach nackten Männern schaut,
sieht manchmal spät, wenn ’s angetaut.
Denn in dem Schneehaufen, dem tollen,
lagen verborgen fiese Schollen.
Und die sind ja bekanntlich glatt,
wie Bohnerwachs auf „Laminatt“.
Astrid, die da als erste rannte,
war die, die ’s Unheil noch erkannte.
Doch Gitte im Evakostüm,
war leider leicht zu ungestüm;
ihr nackter Leib zu sehr in Schwung.
Statt bremsen half nur eins: Ein Sprung!
Brigitte, unsere Adrette,
dreht’ elegant ’ne Pirouette,
landete schön auf einem Bein,
doch das ging gar nicht erst drauf ein.
So hörten uns’re Nackedei,
ein Knacken und ’nen „Kacke!“-Schrei,
und anders als beim Tiefflug-Jochen,
war diesmal wirklich was gebrochen…
Die Notaufnahme war nicht fern,
für ’n nackten Schneeengel vom Schern.
Und was lernen wir daraus:
Männer, bleibt lieber nackt im Haus.
Sonst gibt ’s nicht nur ein schwules Bild,
ihr macht auch noch die Frauen wild.
Und sowas führt nicht nur Brigitte,
auf ’s Glatteis mit zu schnellem Schritte.

Kleinanzeigen

Rege mich regelmäßig über alles in der Welt auf, obwohl ich es bin, der im Schlüpfer schlüpfrig die Straße fegt.
Gez.: Paul Schein

Muss demnächst den Auslauf meiner Hühner mit einer Schutzfolie überziehen. Nicht wegen irgendwelchen Krankheiten, sondern weil einer meiner Freunde nach dem Saufen dazwischen gekotzt hat. Ein Tier fraß die Seuche und starb an den Folgen.
Gez.: Der Bosnier

Ich will ja hier nicht zu viel motzen,
doch Weihnachtsmärkte sind zum kotzen!
Gez.: Quatscho

Lasse mir eine ganze Woche frei geben, um die neuen Hundewelpen in unserem Haushalt persönlich zu betreuen.
Gez.: Ina Kies

Doof, dass ich vor dem Heimfahren vom Domino eingeschlafen bin. Dann hätten die Jungs nicht die Bullen rufen können. Das war auch echt nicht nötig. Beim Pusten hatte ich doch auch nur noch 3,8%o!
Gez.: René „Wurschi“ Kahlmann

Habe meinem Mann jetzt einen Job als Kurier verschafft, damit er weniger auf dumme Ideen kommt und nicht mehr so viel trinken kann. Ach ja, Geld bekommt er auch noch dafür. – Sozusagen 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen…
Gez.: Brigitte Schenk’nschein

Hätte ich gewusst, dass sich meine Frau mit mir einen schönen Abend machen wollte und deshalb die Kinder abgeschoben hat, wäre ich nicht beim Weihnachtsmarkt schon um 5Uhr stramm gewesen.
Gez.: Jörg Graun

Kann Fahrradpumpen ohne Aufsatz „blasen“.
Gez.: Der Flieder

Ramonas Beine sind meine!
Gez.: Falko Müntzel

Wollten heute eigentlich Jörg Riechmann die silberne Diestel überreichen, aber unser Laudator Paul Schein musste kurzfristig aus persönlichen Gründen absagen.
Gez.: Original Pustleber Kirmesburschen

Liebe einen Kirmesburschen und bin doch nicht mehr so richtig schwul. SMS sind nachlesbar…
Gez.: Gai Girchner

Scheinschwangerschaften sollten vielleicht einigen Leuten bekannt sein. Aber meine Freundin hat die Schein-nicht-Schwangerschaft erfunden!
Gez.: Quatscho

Falls noch wer Falschgeld loswerden will, ich nehme es gern und verteile es weiter.
Gez.: Geldwäscher Sirko Schwartlep

’Uwe Seeler’ ist für mich unterste Kanone!
Gez.: Pustleben, Gebiet um den Sportplatz

Schenke Bier aus wie die alten Schotten: Untenrum nackt.
Gez.: Falko Müntzel

Dass mal ein Wasserboiler explodiert ist ja schon selten, doch dass man zu der Zeit auch noch in Berlin zu ’ner Hochzeit ist, ist der blanke Hohn. Gerade weil unsere Küche wegen der Folgen komplett entkernt werden musste.
Gez.: Familie Uli Pinsel

Habe bis heute nicht so richtig verstanden, warum mir Quatschos Freundin beim Karneval einfach mal so eine gescheuert hat.
Gez.: Jörg Riechmann

Habe den sportlichsten Dackel der Welt! Als dieser nämlich bei einem Spaziergang in Münchenlohra Begegnung mit einem elektrischen Weidezaun machte, rannte er, wie von der Tarantel gestochen, bis Pustleben nach hause. Ich kam nicht hinterher.
Gez.: Albert Hoch

Fuhr mit meinem Auto in Richtung Scheper-Denkmal um dort zu Joggen. Ließ es dafür an einem Hang stehen, doch vergaß dabei die Handbremse anzuziehen… Als ich zurückkam lag die Karre im Graben. Jörg Riechmann um Hilfe bitten ging nicht, denn dann hätte ich ja in der Kirmeszeitung gestanden. Also half Harald Schabe. Warum ich das alles kurz darauf selbst auf dem Sportplatz erzählt habe, bleibt allein mein Geheimnis.
Gez.: Simone Lauthöfer

Leugne nie einen Unfall am tegut-Parkplatz wenn du aus Wipperdorf kommst, denn du kannst dir sicher sein, dass dich dabei wer gesehen hat! Tu es erst recht nicht, wenn du in der Probezeit bist, denn da kommt Fahrerflucht besonders schlecht…
Gez.: Steffen Fellner

Hast du im Auto ’n Monitor,
kommt dir die Fahrt nicht lange vor.
Doch machst du da mal Pornos drauf,
fahr’n Mopedfahrer gern dicht auf.
Gez.: Tobias Rohrspatz

Schiss bei Purpins an den Zaun!!! Trotz der Tatsache, dass ich dabei – so wie eine Braut – ganz in weiß gekleidet war, wirkte das wohl wenig unschuldig.
Gez.: Karsten Luke

Leute, lest mehr Kirmeszeitung! Hätten wir das getan, hätten wir gewusst, dass man keine zu große Menge an schäumenden Mitteln in den Geschirrspüler gibt. Das Ergebnis hatte auch Familie Kies schon mit Schaumbad im Whirlpool.
Gez.: Familie Pepe

Wurde krank geschrieben, weil ich auf Arbeit in die Klärgrube gefallen bin. Dort scheint eine Art „brauner Fluch“ auf mir zu lasten…
Gez.: Häuptling Braune Socke – Quatscho

Wollte mit einem Brenner mein Unkraut beseitigen. Dumm nur, dass dabei die Hecke Feuer fing und ich mit Wassereimern löschen musste.
Gez.: Jens Toth

Kaufte für meine Frau zum 60. eine Uhr, die ich wenige Minuten später wieder verlor. Also kaufte ich die gleiche nochmal, sodass ich am Ende eine Uhr für 2×150€ hatte. Recherchen ergaben, dass es das Modell im Internet für 94,99€ gab.
Gez.: Jochen Schenk’nschein

Schluss

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,
obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.
Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,
und macht bitte weiter so dumme Sachen!
So lasset uns nun beten:
Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,
geheiligt werde dein Bier,
das Du empfangen von der Brauerei,
welches gelitten unter
dem Schaukeln des Bierwagens.
Sitzest zur Rechten des Kutschers.
Von Dir wird es kommen,
um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.
Und führe uns nicht in Versuchung
nach Hause zu gehen,
sondern erlöse uns von den Weibern,
und vergiss uns unsere Schulden,
wie auch wir vergessen unsere Gelder.
So lasset uns Weitersaufen in Seeligkeit,
bis in alle Ewigkeit.
So gehet hin in Frieden:
Der Hutmacher behüte euch,
der Scheffeldrescher dresche euch,
der Kneiper kneipe euch,
der Schirmmacher beschirme euch,
der Grieche gebe euch Ouzo umsonst,
der Hund hebe sein Bein über euch
und sei Euch gnädig.
Und der Alkoholrausch,
der größer ist als jede Vernunft,
gebe euch ewigen Frieden.
Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:
Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,
dient zur weiteren Verdünnung des Blutes
in den Adern der Kirmesburschen…

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