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Anfang

So schnell verging ein ganzes Jahr,
und schon steh ich wieder da,
und muss die schwere Bürde tragen,
tote Menschen zu beklagen.
Ein Virus Marke „Pandemie“
zwang Mexiko in seine Knie.
Denn Bier und viel Agaven- Säfte,
stärken nicht die Abwehrkräfte.
Hast du dann Grippe aufgeschnappt,
hast du nicht wirklich Schwein gehabt,
und tanzt in deiner Heimat- Datscha,
nur selten noch „La Cucaracha“.
Bevor wir die Kirmes zu Grabe tragen,
lasst mir vorher noch schnell sagen,
was in diesem Kirmesjahr,
bei uns im Örtchen Phase war.
Wer absolut keinen Spaß versteht,
für den ist ’s besser wenn er geht.
An alle and’ren: Bleibt noch hier,
und trinkt noch vom Pustleber Bier!

Luchs und Maus

Zuerst geht es um einen Mann,
den ich als „Kult“ bezeichnen kann.
Er wohnt in einem bunten Haus,
sieht optisch recht gedrungen aus,
ist Bayern- Fan, solang ich’s wüsste,
und packt gern Frauen an die Brüste.
Also Mädels: Seid gewarnt,
vor dem Luchs – Herrn Thomas Tarnt.
Doch außer seinen Grabsch- Geschichten,
kann ich nicht viel Schlecht’s berichten.
Obwohl, da wär’ noch eine Sache,
die ich dem Luchs zum Vorwurf mache:
Für Geld verkauft er Arbeitskraft,
an die Agrargenossenschaft.
Und diese liegt, das ist bekannt,
auf Oberdorfer Feindesland.
So sieht man dort – ich meine leider -
auch Oberdorfer Kirmesneider.
Sonst kann man die zwar nicht „jebroochen“,
doch lässt man sie dort auch malochen.
Der innerörtliche Schmelztiegel,
beherbergt so auch Bastian Ziegel.
Und mit dem ging der Luchs – wie doof -
mal über den Firmenhof,
als eine Maus, recht klein und niedlich,
auf die beiden zulief – friedlich.
Das ist jetzt nicht spektakulär.
Ja, doch nur für Pustleber.
Doch hast du Kirmes 2. Klasse,
gehörst du zur frustrierten Rasse.
Und dieser Frust, so schlimm wie ’s klingt,
der muss mal raus, auch wenn ’s nix bringt.
So tat Sebastian sich anschicken,
die Maus gepflegt mal wegzukicken…
Beim Fußball ist er nicht der Knüller,
doch Mäuse tritt er wie Gerd Müller.
Er traf das Nagetier mit Pike,
das hob ab, flog weg und quiekte,
knallte unsanft auf Beton -
erzählt bloß „Greenpeace“ nix davon!
Sebastian lachte, doch für ’n Luchs
war das ganz und gar kein Jux.
Im Gegenteil, er dacht’ empört:
„Die Oberdörfer sind gestört!“.
Und nicht nur bei großen Titten,
lässt er sich nicht 2 Mal bitten.
Wird ein Kleintier malträtiert,
greift er auch zu, garantiert.
Und bei dieser kleinen Maus,
wurd’ er glatt zu Dr. House,
und schuf, als ob er’s täglich tät,
ein Notfall- Kleintier- „Lazareet“.
Der Luchs ist ja ein schlaues Tier,
und das zeigte sich auch hier.
Regel 1: Sprich zur „Person“.
Patient zeigt keine Reaktion.
Regel 2: Pulsrhythmus testen.
Beim Nagetier schwer umzusetzen.
Regel 3: Kopf überstrecken.
Patient ist beinah am Verrecken…
Doch das Ende war nicht hier,
denn jetzt folgte Regel 4.
Und die erwies sich als der Bringer:
Herzdruck massieren – mit einem Finger!
Denn, unglaublich aber wahr,
plötzlich war der Mauspuls da.
Und „schwupp-di-wupp“, im Handumdreh’n,
konnt’ der Nager wieder steh’n.
Mit einem „piep“ als „Dankescheen!“,
lief die Maus zum Kuhstall 10,
und damit – ja, es ist verrückt -
war Dr. Luchs’ OP geglückt.
So blieb auch Regel 5 erspart:
Mund zu Mund – das wär’ auch hart!
Ein Luchs rettet ’ner Maus das Leben -
das hat ’s im Tierreich nie gegeben.
Drum ist er, mit den Referenzen,
der erste „Tierarzt ohne Grenzen“.
Denn: tierlieb, nett und auch noch schlau,
beschreibt den Pustleber genau.
Hinterhältig und gemein,
kann nur ein Oberdörfer sein…

Vatertagsgeschichten Teil 1

In dieser Zeitung gibt es Dinge,
die ich recht gern zur Sprache bringe.
Dazu gehört ein Tag im Jahr,
bei dem das Ziel ist vorher klar.
Und das – was uns auch hier vereint -
heißt: Saufen bis die Niere weint!
Deshalb sind viele auch vernarrt,
in das Datum Himmelfahrt.
Da stürzt man furzend durch Natur,
kippt Alkohol, auch möglichst pur,
bepinkelt jeden Baum und Strauch -
Ein intellektueller Brauch…
Auch Feuersteins weit hoch vom Schern,
feiern dieses Datum gern.
Doch feiern die – sehr kultiviert -
den Vatertage meist zu viert.
Seit Jahren auf dieselbe Weise,
trinkt man mit Familie Meise:
Ungefähr zur Mittagszeit,
zieh’n die Männer los, zu zweit,
die Frauen machen dann das Essen,
und das wird dann zu zusamm’ gegessen.
Doch für Familie Feuerstein,
sollt ’s dies Jahr was Besond’res sein.
Zum Galgenberg wollten sie geh’n
um dort den Sonn’aufgang zu seh’n.
Und damit das richtig fetzt,
wurd’ 5 Uhr als Start gesetzt.
So wie ich die Sache seh’,
war das ’ne derbe Schnapsidee:
Sonnenaufgang – Galgenberg?!
Hat den Fehler wer gemerkt?
Ok, wer schon mal oben war,
dem ist eines „sonnenklar“:
Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden ist ihr Mittagslauf,
im Westen wird sie untergeh’n,
und du kannst noch so günstig steh’n,
von dort aus wirst du sie nicht seh’n.
So war die ganze Aktion,
von vornherein gescheitert schon.
Doch über solche „Nebensachen“,
tat keiner sich ’ne Platte machen.
So war auch der Wetterbericht,
von Belang wohl heute nicht,
und so ha’m, in tiefer Nacht,
die 4 sich auf den Weg gemacht.
Doch zusätzlich zum fitten Laufen,
war ein Nebenziel auch Saufen.
Denn schließlich war heut’ Himmelfahrt,
und da ist ja jeder hart…
So ließen sie sich auch nicht lumpen
und öffneten die ersten Humpen.
Lasst euch das auf der Zung’ zergeh’n:
Wir hatten ’s grade 5 Uhr 10!!!
Selbst wenn man „Schnaps brennen“ studiert,
wär’ das wohl übermotiviert…
So wurd’ ein Frühschoppen gestartet,
auf das selbst Otto Tagner wartet.
Denn für den Weg hatten die 4,
in rauhen Mengen Schnaps und Bier,
und, da tu’ ich auch nix petzen,
sie wussten das auch einzusetzen.
So lief ’s sich „flüssig“ und man war,
nach knapp 90 Minuten da.
Perfektes Timing, denn just dann,
die Morgendämmerung begann.
Doch alle guckten nur belämmert:
Jetzt war auch ihnen was gedämmert.
Denn zur geplanten Morgenwonne,
fehlte augenscheinlich Sonne.
Das schöne Rot im Himmelblauen,
war mehrdeutig ein „Morgen- Grauen“.
Schäfchenwolken wär’n nicht kritisch,
aber das war „very british“.
Doch Jochen sah im Dunkeln Licht:
„Dann machen wir uns eben dicht!“
Bei Frust hilft stets die alte Leier:
Sowjetische Familienfeier!
So wurde sich schon kurz nach 8,
stock steif zurück zum Schern gemacht…
Laufen und Saufen in ähnlichem Stil
gibt ’s auch bei uns’rem Bierathlon viel.
Da starten nämlich auch 4 Mann,
und man säuft so schnell man kann.
Und ähnlich diesem Wettbewerb,
war’n auch die 4 besoffen derb.
Ich kann das Bild schon vor mir seh’n:
Im Dorf tun grad die Hähne kräh’n,
der Tau hüllt Spinnenweben ein…
…Und Feuersteins die torkeln heim.
Doch Jochen, nach recht vielen Flaschen,
kramte sein Handy aus den Taschen.
Der Alkohol war wohl vergoren…
Er hatte ’s Zeitgefühl verloren.
So rief der recht besoff’ne Mann,
weltfremd Sohn Matthias an:
„Na Junge, wie bist du so drauf?“
„Du Vater, ich steh grade auf!
Seid ihr schon wandern in der Heide?“
„Wieso? Wir sind gleich wieder heime…“
So kam ’s: Brigitte und ihr Jochen,
war’n um 9 schon breit wir Rochen,
und die gute alte Ziege,
lag halb 10 schon auf der Liege…

Vatertagsgeschichten Teil 2

…Auf ihren frühen Heimatwegen,
kam’n erste Väter ihn’ entgegen.
Ihr Ziel der Reise durch ’s Gelände,
ist meist der kleine Ort Elende.
Kommt man dort an, schon halbwegs breit,
kippt man 5 Bier, aus Höflichkeit,
und geht, wenn man dann merkt: Es dreht sich,
nach Haus – im Schlängellauf, versteht sich.
So ähnlich ging ’s auch einem Gringo,
namens Schabe, Vornam’ Ingo.
Und der beginnt, aus Tradition,
an dem Tag sonnenaufgangs schon.
Und auch nur so – ihr könnt ’s versteh’n -
konnte er Feuersteins erst seh’n.
Damit den Weg er auch verkraftet,
ist er mit Bier und Schnaps bewaffnet.
Und zieht sich das, so soll es sein,
gnadenlos schon morgens rein.
Bei so einem Elan ist klar,
dass er auch früh der Vollste war.
Bereits so gegen 14 Uhr,
war Ingos Leber ziemlich stur,
weshalb der äußerst gut Betankte,
alleine Richtung Heimat schwankte.
Nach Sturmklause und dem Staubecken,
konnt’ er die Wipperbrück’ entdecken.
Kurz vorher kam er noch vorbei,
an einem Nutzmaschien’-verleih.
Und dort schiebt – ’ne gute Sache -
ein Schäferhund tag- täglich Wache.
Ingo dachte: „So ein Mist,
wird Zeit, dass der mal wieder frisst!“
Und zog, mal eben auf die Schnelle,
’ne Bratwurst raus, komplett mit Pelle.
So stand er da, der volle Krepel,
in der Hand ’n tollen Stepel,
und kramte im Delirium,
nach seinem Schweizer Messer rum.
Denn der Hund sollt’ sich nicht quälen,
drum wollt’ die Wurst er vorher schälen.
Das fand er damals noch ganz toll.
Ich sag’s noch mal: Der Mann war voll!
Und so ist Wurst schäl’n ein Projekt,
in dem Gefahr und Arbeit steckt.
Denn Ingo sah schon nicht mehr gut,
und hatte auch noch dünnes Blut.
Vorbei fuhr grad ein Renault Twingo,
da legt’ er los. Na super, Ingo!
Er schnitt die Wurst mit voller Kraft,
doch plötzlich spritzte roter Saft.
Prompt entglitt ihm sein Gesicht,
denn die Bratwurst traf er nicht.
Ihr ahnt es sicher: Schabes Ingo,
schnitt sich in die Pfote. Bingo!
Und blutete auf Mutter Erde,
wie ’n Zebra in der Löwenherde.
Die Finger rot, die Fresse weiß,
dachte er sich: „Was für ’n Scheiß!“
Doch kein Grund, dass hier einer bangt,
schließlich war er gut betankt.
Schmerz ging also, doch Blutverlust,
macht selbst dem vollsten Recken Frust.
Und um ’ne Schnittwunde zu stillen,
braucht ’s mehr als Bier und guten Willen.
Weit weg vom heimischen Gemäuer,
war guter Rat jetzt also teuer…
Doch der Ingo war nicht tot,
denn Stefan Apel half in Not.
Als Kirmesbursche, groß und breit,
kam er zurück und wusst’ bescheid:
„Da liegt ein Mann und dessen Flossen,
bluten ja wie angeschossen.“
So kam er schnell herbeigerannt,
der Samariter, braun gebrannt.
Ein Kirmesbursche, der denkt mit,
und hat ein Erste-Hilfe-Kit.
- Er kennt sich medizinisch aus.
Denkt nur zurück an Fuchs und Maus…
Betäubung und Desinfektion,
hatte Ingos Körper schon.
So zückte Stefan ganz behende,
diverse Pflaster und Verbände,
und verband den Schluckspecht Schabe.
Der konnte wieder trinken – Ave!
Somit war, trotz vielem Blut,
am Ende beinah alles gut,
Ich sag „beinah“, denn die Aktion,
hatte ’nen Verlierer schon:
Der Hund für den die Bratwurst war,
liegt heute wohl noch hungrig da…
Auch diese Story zeigt erneut,
die Tierliebe Pustleber Leut’,
doch was lehrt uns die Geschicht’?
Nutz Messer wenn du dicht bist nicht,
Sonst schneidest du dir, mit Gekreisch,
am Ende noch ins eig’ne Fleisch.

Schwedische Gardinen

Ein richtig schönes Eigenheim,
muss für die meisten Menschen sein.
Doch braucht es mehr als nur 4 Wände:
Inn’einrichtungsgegenstände!
Genauso dachte ’s sich auch dies’ Jahr,
einer namens Pieper, Dietmar.
Doch Möbel shoppen in Nordhausen,
tun für ihn wohl nur Banausen.
Denn im Vergleich zu „Boss“ und „Roller“,
schien „IKEA“ ihm viel toller.
Sogar die Preise sind human…
„Auf nach Erfurt“ war der Plan.
Kurzerhand wurd’ noch die Schwester
eingespannt als Möbeltester,
und, so gegen 13 Uhr,
begann der beiden Shoppingtour.
Vor Ort nach einer Stunde bloß,
war die Vorfreude noch groß.
Der volle Parkplatz vor ’m Gebäude,
trübte aber schon die Freude.
Denn ist ein Parkplatz überfüllt,
meist auch der Laden überquillt.
So kam ’s: Was Dietmar vor sich sah,
war wie ein türkischer Basar.
Mit vielen Menschen, Waren, Bildern
und fremden Sprachen auf den Schildern,
tat Ingvar Kamprads Möbelschuppen,
sich doch als kompliziert entpuppen.
Darum gibt ’s da spezielle Zonen
und bunte Linien auf dem Boden,
damit man sich, auch falls man säuft,
auf keinen Fall da darin verläuft…
Doch unser Dietmar ist ein Mann,
den man leicht faszinieren kann.
So war er auch gleich wie gebannt,
vom IKEA- Bleistiftstand.
Viola kriegte ’s gar nicht mit,
wie Dietmar aus der Reihe schritt…
Und dessen Augen wurden groß:
Die Stifte schienen kostenlos.
Zumindest war kein Preis zu seh’n.
Vielleicht ein Fehler im System?!
„Die haben wohl den Preis vergessen!“,
dachte er sich wohl vermessen.
„Dann liegt die Schuld ja klar bei denen
und ich kann mir umsonst was nehmen!“
Listig wie die schlaue Viper,
schlug er zu, der Dietmar Pieper.
And’re schauten nur verblüfft,
denn er nahm nicht nur einen Stift.
Im Gegenteil: Er wurde gierig
und stoppte auch bei deren 4 nich’.
Er merkte bei der Bleistifternte,
nicht wie Viola sich entfernte…
Immer mehr IKEA- Stifte,
sammelte er an der Hüfte.
Ganz als wär’ es was zum naschen,
stopfte er sie in die Taschen.
Beobachter, die konnten meinen,
er hätte Wasser in den Beinen.
Doch war ’s kein Wasser – es war Holz.
Auf den Fang war der Dietmar stolz.
Und wollte seinen Bleistiftreigen,
gleich auch seiner Schwester zeigen.
Da schallte ’s in ’nem schrillen Ton:
„Herr Kieper zur Information!“
Dietmar war sich gleich im Klaren:
„Das geht bestimmt um die Schreibwaren!“
Der frühere Geschenkanschein,
schien jetzt zu schön um wahr zu sein.
Denn der Dietmar weiß genau:
„Diese Schweden sind schon schlau.
Die haben mich beim klau’n erwischt
und jetzt werd ich hier rausgefischt!“
Er hatte so ’ne böse Ahnung:
„Die machen hier auch Rasterfahndung!
Vielleicht war ’s auch ein Detektiv,
der grade durch die Reihen lief…“
Der Schweiß, der ran ihm ins Gesicht:
„Scheiße Mann, jetzt ha’m ’se mich!“
Die Stifte einfach hinzulegen,
tat er trotzdem nicht erwägen.
So ging er im frustrierten Trott,
zum Info- Stand wie zum Schafott…
Was würde wohl als Strafe dienen?
IKEAs „Schwedische Gardinen“?!
Doch Dietmar saß nicht in der Falle,
denn IKEA heißt nicht „Ich kenne euch alle!“
Von jeden Kunden das Gesicht,
kennen auch die Schweden nicht.
Doch Dietmar war das nicht so klar,
selbst nicht als er Viola sah.
Die stand an der Information
und winkte ihm vom Weiten schon.
Nach Dietmars plötzlichem Verschwinden,
konnte Sie ihn nicht mehr finden
und hatte ihn ausrufen lassen -
Den Dietmar mit den Bleistiftmassen…
So hatte er dann doch noch Schwein.
Sofort war sein Gewissen rein.
Die Stift’ mit Holz, Blei und Graphit,
nahm er deshalb trotzdem mit.
Doch zwischen Klippan, Billy, Lack,
ist er zukünftig auf Zack,
sonst kannst, tust du nach Stiften stieren,
auch deine Schwester mal verlieren.

Kaninchen Fillinchen

Jeder Mensch in jeder Lobby,
hat im Regelfall ein Hobby.
Und sei ’s nun Hund, Katz’ oder Huhn,
vieles hat mit Tier’n zu tun.
Ein sehr erfahrener Vertreter,
ist hier Katharina Päter,
denn sie hat vieles schon versucht,
ihr Spezialgebiet heißt „Zucht“.
Tut das nun quaken, klettern, winden,
Kati will das Herzblatt finden.
So bringt sie Kröten, Echsen, Schlangen,
bei sich zu hause, gern zusammen.
In ihr neuestes Projekt,
hat sie auch dies’ Jahr Kraft gesteckt.
Doch dieses Mal, das ist kein Scherz,
wollt’ neben Spaß sie auch Kommerz.
Denn sie weiß, durch viel Routine,
es reicht eine Gebärmaschine,
die mit Sex, und zwar recht viel,
Kinder kriegt in großem Stil.
So bringt die Startinvestition,
saftige Erträge schon.
Und welches Tier vermehrt sich gut?
Kaninchen haben das im Blut!
Doch willst du gleich in Kohle schwimmen,
muss auch hier der Name stimmen.
Gesucht wurd’ also eine Rasse,
von möglichst elitärer Klasse.
Die Wahl fiel auf die Gattung „Rex“,
heißt „König“ und bringt große Schecks.
Feinfellig und schnuck’lig klein,
sollten sie Goldesel sein.
Gesagt – getan, mit großen Scheinen,
kaufte man ein Paar der Kleinen
und steckte sie, für ihre Paarung,
in Käfig- Sicherheitsverwahrung.
In ihrem Liebesnest im Garten,
musst’ Frau auf Beischlaf nicht lang warten.
Und nach nur kurzer Tragezeit,
war es schließlich schon soweit.
Als Kati in den Käfig sah,
war da ’ne Rex-Kaninchen Schar.
Nach vielen Möchtegern- Züchtungen,
schien jetzt der „große Wurf“ gelungen.
Und Katharinas Freud’ war groß -
sie roch jetzt quasi schon am Moos…
Trotzdem ließ sie ihre Klein’,
kurz drauf zum ersten Mal allein.
Friede – Freude – Eierkuchen?
Das könnt ihr gleich als Scherz verbuchen,
denn neben unsern teuren Nagern,
tut auf dem Hof auch Größ’res lagern.
Ihr kennt vielleicht die beiden „Wauzer“,
mit Rassenamen „Riesenschnauzer“…
Für Nager sind so große Hunde,
nicht grad die allerfrohste Kunde,
denn die versteh’n sich mit Karnickeln,
wie Clearasil mit großen Pickeln.
Doch das neue Nagerhaus,
sah von außen wehrhaft aus.
Weshalb die Jungen hinter Gittern,
erstmal nicht so wirklich zittern.
Doch der Käfig „Eigenbau“,
war als Wahl wohl doch nicht schlau,
denn die Konstruktion war alt -
das merkten auch die Hunde bald.
Sie zerrten an den Gitterstäben.
Es wackelte wie bei ’nem Beben,
und mit ’nem kurzen, dumpfen „klong“,
fiel das Gitter auf Beton…
Die Zuchtkaninchen Marke „Rex“,
schauten überaus perplex.
Selbst der Königsnam’ half nix:
Die Hunde machten keinen Knicks.
Denn sieht man mal die Nahrungskette,
sind Nager Beute, und zwar fette.
Und hast du dann auch noch die Wahl,
verliert beim Hund „Pedigree-Pal“.
So war das hier für uns’re beiden,
„All you can eat“ und „Fast food“ in einem.
So kam – ich muss es hier erwähnen,
es jetzt zu wenig schönen Szenen.
Die Nachfolgen vom großen Etzel,
veranstalteten ein Gemetzel
und ließen von den Nagetieren,
nicht viel – kann ich garantieren.
Im Klartext: Es war’n alle tot,
da sieht wohl jeder Züchter rot…
Die Kampfgeräusche, welch ein Graus,
trieben jetzt alle aus dem Haus.
Und dieses wenig schöne Bild,
machte Katharina wild.
Rot vor Wut sprang sie heran,
und schrie die Übeltäter an.
Sonst als gehorsam einzustufen,
half im Kampfrausch auch kein rufen.
Und „Riesenschnauzer“, sind wir ehrlich,
klingt auch nicht grad ungefährlich.
Doch Kati war sich nicht zu fein,
und schritt jetzt auch physisch ein.
Sie packte ’s Muttertier an Ohren,
und hat die Contenance verloren.
Mit dem Kadaver in der Hand,
sprang sie vorwärts, wutentbrannt,
und zog – auch hier ist sie nicht eitel -
den Hunden einen derben Scheitel!
Jawohl, nicht nur für einen Groschen,
hat sie die Hunde so verdroschen…
Doch dass sie ihre Hunde schlug,
war Katharina nicht genug.
Vorbei war lang schon lustig bellen,
sie tat sie an den Pranger stellen
und legte alle Kleintiertorso,
in Reih und Glied, wie Autokorso.
Mit bösen Flüchen, lauten Schrei’n,
wirkte sie auf die Hunde ein.
Und versuchte ihre Tier’n
vor Ort zu resozialisier’n.
Doch ob der offene Vollzug,
im Anschluss wirklich Früchte trug?!
Und die Moral von der Geschicht’:
Manche Sprüche stimmen nicht!
„Hasenpfoten bringen Glück“?!
Kaninchen haben selbst 4 Stück.
Doch von uns’ren vielen Kleinen,
half das an dem Tag nur einem.
Das kleinste uns’rer Rex- Kaninchen,
wurd’ nicht vertilgt wie ein Fillinchen.
Mittendrin im Kampfgetümmel,
flüchtete es durch ’s Gewimmel,
sprang einen tiefen Abhang runter
und wurd’ gefunden, froh und munter.

Kleinanzeigen

Konnte letzten Kirmes- Samstag leider nicht auf dem Saal erscheinen, weil grad Tarzan im Fernsehen lief. Super Ausrede, oder?
gez.: Quatscho

Kauft euch nicht zu fette Schweine,
sonst bricht die Schlachtleiter alleine.
gez.: Jörg Niemann

Alle Jahre wieder… liege ich beim Weihnachtsbaumschlagen im Graben.
gez.: René Kies

Wette niemals gegen einen Kirmesburschen! Auch nicht wenn ’s ums trompeten geht.
gez.: Volker Scherfling

Bitter! Habe letztes Jahr meine eigene Katze rückwärts überfahren.
gez.: Ingo Schabe

Wollte mein Vogelgatter im Winter mit Kerzen warm halten. Ironie des Schicksals, dass die gewählten Grableuchten zu einem Brand führten und nur ein Vogel überlebte.
gez.: Karsten Flimmermann

Kleingartenbesitzer seid gewarnt! Führen zur Zeit eine Einbruchsserie durch. Wollen aber nur euer Bestes… Euer Bier!
gez.: ggf. bei der Polizeistelle NDH nachzufragen

Haben aus Versehen Müll des Kindergartens auf dem Sportplatz geklaut. Ist ’ne lange Geschichte.
gez.: Familie Hohlnase

Ja, unser Zwinger wurde durch die Freundin unseres Sohnes mit dem Auto zerstört, aber das hat nichts mit dem Tod unseres Hundes zu tun.
gez.: Familie Dreier

Zu einem AC/DC Konzert,
nicht jeder mit Strickjacke fährt.
gez.: Falko Müntzel

Haben überlegt, direkt das Zelt vom Zirkus zu übernehmen und auf dem Festplatz Kirmes zu feiern. Wussten nur nicht, wie wir die Tische am Besten stellen sollten.
gez.: Mittel- und Oberdorfer Kirmesburschen

Führe gerade Operation Hinkelstein durch.
gez.: Volker Scherfling

Wollte ein Geschenk per Fahrrad transportieren, dann kam ein Windstoß, das Paket verkeilte sich und ich flog durch Brauns Hecke.
gez.: Fahrradkurier a.D. Kalle Kies

Und ich hab mich am Staubecken lang gelegt, weil mein angeleinter Köter unbedingt einer Katze nachrennen musste.
gez.: Stuntman a.D. Hartmut Steinschnecke

Wenn ich feier’ dann feier’ ich richtig:
Bei meiner ersten Gartenparty brannte ein Tisch ab und bei der zweiten mussten mich meine Gäste von einem Rettungswagen abholen lassen, weil ich voll war wie 20 Russen.
gez.: René Kahlmann

Äußerte Kirmes 2008 auf dem Klo die Vermutung, dass der Sänger von Blue Sky schwul sei. Dumm nur, dass grad der Bassist der Band kacken war.
gez.: Jörg Niemann

Als pflichtbewusster Pustleber habe ich zum 80. Geburtstag meiner Frau, für etwa 30 Besucher (Durchschnittsalter: 65) 6 Kisten (!!!) Korn gekauft.
gez.: Karel Föhn

Ihr wollt wissen, warum die Musik an unserem Kirmes- Samstag halb 12 ausgegangen ist? Unsere Pastoren brauchten doch Ruhe zum Vorlesen der Kirmeszeitung. Aber so viel Ruhe musste dann nun auch wieder nicht sein.
gez.: Mittel- und Oberdorfer Kirmesburschen

Halte am Kirmes- Samstag die alten Kirmes-burschen auf Trab. Die müssen da nämlich mit schwerem Gerät meine Dachrinne reinigen.
gez.: Karsten Luke

Können keine Word- Dokumente öffnen…
gez.: Thüringer Individuelle Gazette

Zum Abschluss möchten wir uns, im Namen aller Benutzer der Sondershäuser Straße, bei dem Autofahrer bedanken, der das Auto von Familie Mackrodt endlich zerschossen hat.
gez.: Die Pustleber Kirmesburschen

Schluss

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,
obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.
Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,
und macht bitte weiter so dumme Sachen!
So lasset uns nun beten:
Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,
geheiligt werde dein Bier,
das Du empfangen von der Brauerei,
welches gelitten unter
dem Schaukeln des Bierwagens.
Sitzest zur Rechten des Kutschers.
Von Dir wird es kommen,
um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.
Und führe uns nicht in Versuchung
nach Hause zu gehen,
sondern erlöse uns von den Weibern,
und vergiss uns unsere Schulden,
wie auch wir vergessen unsere Gelder.
So lasset uns Weitersaufen in Seeligkeit,
bis in alle Ewigkeit.
So gehet hin in Frieden:
Der Hutmacher behüte euch,
der Scheffeldrescher dresche euch,
der Kneiper kneipe euch,
der Schirmmacher beschirme euch,
die letzten herkömmlichen
Glühbirnen bestrahlen euch,
der Hund hebe sein Bein über euch
und sei Euch gnädig.
Und der Alkoholrausch,
der größer ist als jede Vernunft,
gebe euch ewigen Frieden.
Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:
Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,
dient zur weiteren Verdünnung des Blutes
in den Adern der Kirmesburschen…

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