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Anfang

So schnell verging ein ganzes Jahr

und schon steh’n wir wieder da,

um die schwere Last zu tragen

einen Unfall zu beklagen…

Es holte sich Gevatter Tod,

dieses Jahr, Ver. Pooth.

Denn auf das Kantholz in der Fresse,

folgt’ kurz später Leichenblässe.

So kann sie jetzt gen Himmel geh’n

und Engel live im Einsatz seh’n.

Klingt zwar traurig, doch denkt weiter:

Ein Mann ist jetzt wieder heiter,

denn sicher war sie gut versichert.

Ein Grund, dass Franjo wieder kichert.

Ein anderer, der freut sich auch:

Der Sensenmann – so ist es Brauch.

Tja, ihr seht schon: Hinter ’m Tresen,

steht dies Jahr kein Papst zum lesen,

denn ein Termin im Vatikan,

durchkreuzte seinen Vortragsplan.

Doch Connections hat der Mann,

so rief er kurz im Jenseits an,

um mich höflichst mal zu beten,

ihn hier heute zu vertreten.

Drum sag ich euch, was dieses Jahr,

in Pustleben so Phase war.

Wer absolut kein Spaß versteht,

für den ist ’s besser, wenn er geht.

An alle Andern: Bleibt doch hier

und trinkt noch vom Pustleber Bier.

Braune Strümpfe

Als erstes Thema dieser Sendung

geht es um die Zweckentfremdung.

Dazu braucht ’s was, was man verwendet,

und einen noch der es entfremdet.

Letzterer, das kennt ihr schon,

wird jetzt gleich zur Hauptperson.

Auf dem Kopf sieht dieser Mann,

aus wie Zinedine Zidane.

Und grade diese Eigenheit,

zeugt wohl von viel Männlichkeit.

Wie sonst kommt ’s, dass sein Spitznam’ ist,

das Gegenteil von Feminist.

Na, wer könnte das wohl sein?

Mir fällt da Torsten Ke. ein.

Für die, die ihn hier so nicht kennen:

man tut ihn auch oft Macho nennen.

5x die Woche tut er brausen,

zur Arbeit, unweit von Nordhausen.

Am einem Tag, noch weit vor März,

geschah dort ein besond’rer Scherz.

Ob er beim Mexikaner war,

das weiß ich nicht, doch eins ist klar.

Ist du Chilis in ’nem Nacho,

geht es dir wie damals Macho.

Denn bei ihm war Großalarm,

genau gesagt: in seinem Darm.

Sein Innendruck war ziemlich groß.

Ein Ausweg also blieb ihm bloß:

Das weiß geflieste Herrenlokus,

rückte jetzt in Machos Focus,

denn grade hier am Arbeitsplatz,

wurd’ er nicht gern zum Hosenmatz.

Willst du auch nicht die Luft vermiefen,

musst’ du dich auf die Brille hieven.

So rannte er in höchster Panik,

zu der Klokörperkeramik.

Bis hier ist die Geschichte eh’r,

ziemlich unspektakulär.

Doch die Pointe kommt gewiss. -

In diesem Fall erst nach dem Schiss:

Denn lässt man kräftig einen zischen,

braucht man danach was zum wischen.

Doch anders als beim Charmin- Bär,

war die weiche Rolle leer.

Es fehlte dem Reservehalter

wohl ein Klopapierverwalter.

So brannt’ nicht nur sein Po wie Feuer,

guter Rat war auch noch teuer.

Denn ohne Klopapier, das weiße,

ist Hintern putzen richtig „scheiße“.

Nun saß er da, in seinem Mief,

während ihm der Angstschweiß lief.

Was sollt er tun in seiner Not?

Mit wenig Papier, doch reichlich Kot.

So kam er auf ’ne Strategie,

die gab es garantiert noch nie.

Es scheint, dass Kreativität,

bei Macho auf dem Klo entsteht:

Von üblen Gasen voll benebelt,

wurd’ Machos Geist wohl ausgehebelt.

Und so begann sein Logikdenken,

ihn in die falsche Bahn zu lenken.

Denn er zog, oh Schreck – oh Graus,

sich plötzlich seine Schuhe aus.

Viele von euch fragen nun:

Warum sollte er das tun?

Ihm riet wohl eine inn’re Stimme:

„Wisch mit ’ner Socke deine Kimme!“

Und so wurden seine Strümpfe,

auf dem Klo jetzt seine Trümpfe.

Die Hinternreinigungs- Hauptrolle,

ging nun vom Zellstoff zur Baumwolle.

So zog, von Kimme bis zu ’n Glocken,

Macho seine weißen Socken,

und wischte sich mit ihnen fein,

nicht nur sauber sondern rein…

Die Strümpf’ erfüllten zwar den Zweck,

doch zierte sie jetzt Fleck an Fleck.

Das Ergebnis: Hintern rein

und Socken im Kuhfleck- Design.

Da stand nicht nur „Puma“ drauf,

ganz genauso roch es auch.

So ’ne Sache ist wahrscheinlich,

wenig reinlich und auch peinlich.

Normale Menschen würden schweigen,

vor Scham den Kopf zum Boden neigen,

und nie ein einz’ges Wort verlieren -

Ein Macho muss sich profilieren!

„Mir ist ein großer Coup gelungen“,

war wohl in seinen Kopf gedrungen.

Das zweite Mal in kurzer Zeit,

war er von Logik ganz befreit.

Egal war ihm auch Etikette.

„Ich bin der Einstein der Toilette!“

Doch lag, zwischen Genie und Wahn,

wohl nicht viel bei seinem Plan.

Ein Macho stellt sich gern in Pose,

doch rutscht der Grips dann in die Hose.

Freitags in der Kneipe prahlen -

so wollt’ er sich im Ruhme aalen.

Er schilderte den Strumpfmissbrauch.

Vor lachen hielt er sich den Bauch.

Auch and’re lachten, doch es schien,

nicht mit, sondern über ihm…

Ok, dass er sich drüber freute,

auch nicht die Öffentlichkeit scheute,

doch, dass er sich als Held sah heute,

war unklar für die meistern Leute.

So wurde er, durch seine Zote,

für Insider zum „Graf von Kote“.

Und anders hätte die Geschicht’,

auch keiner von uns mitgekricht.

Darum ist Macho, ohne Locke,

für uns jetzt Häuptling braune Socke.

Wir danken ihm, doch dies nur knapp,

mit einem Strümpfe- Vorratspack.

Doch schenken wir statt white dir black,

da sieht man nicht so schnell den Dreck.

Und die Moral von der Geschicht’,

ist diesmal einfach und auch schlicht:

Um sich den Hintern abzuputzen,

kann man auch mal ’n Strumpf benutzen.

Doch Arsch abwischen mit ’ner Socke,

hängt man nicht an die große Glocke.

Schlammtorpedo

Die nächste Story geht um wen,

den wir im Ort recht selten seh’n.

Denn sie wohnt jetzt in Großwechsungen,

manche Wege sind verschlungen.

Doch hier würd ’s die Geschicht’ nicht geben,

käm’ sie nicht aus Sankt Pustleben.

Hier ist ihr Entstehungsort

und hier ging sie in den Hort.

Vor Jahren, aus Familienzwecken,

zog sie weg von dem Staubecken.

Bir. hieß sie mal: Jeanette.

Jetzt heißt sie Sch. – auch adrett.

Doch ob du weg ziehst oder nimmer,

Pustleber, das bleibst du immer!

Deshalb sage ich euch schlicht:

Umzug schützt vor Zeitung nicht.

Jeanette, die hat, so ist es Brauch,

einen Mann und Nachwuchs auch.

Plus – das ist der wahre Clou,

ein Hunderudel noch dazu.

Und Sch.s reichen auf die Dauer,

weder Dackel noch Chihuahua.

So haben ihre Lieblings- Wauzer

den Rassenamen Riesenschnauzer.

An einem Tag in diesem Frühjahr,

das Wetter war schon besser spürbar,

wollt’ Jeanette mit ihren Hunden,

Wald und Wiesen mal erkunden.

So tat sie 3 an Leinen fassen,

das hätt’ sie lieber mal gelassen.

Es ging los auf eine Tour,

durch die idyllische Natur.

Vögel zwitschern, Blumen sprießen –

Es war wirklich zum genießen.

Die Hunde fest an sich gehalten,

begann Jeanette fast abzuschalten,

als über ’s Feld, das leicht bestoppelt,

ein Hase kam herangehoppelt.

Jetzt war ’s vorbei mit schön spazieren.

Die Köter wollten nicht parieren.

Auch die Kommandos „Sitz!“, „Platz!“, „Aus!“

halfen da jetzt nicht mehr raus.

Ein Hund ist zwar domestiziert,

damit er trotzdem reagiert,

doch das galt jetzt nur bedingt.

Beutetier weckt Urinstinkt!

So startete die wilde Jagd,

auf das Tier das gerne nagt.

Doch diese schien schon bald zu floppen,

denn irgendetwas tat hier stoppen.

So drehten sich die Hunde um,

da war Jeanette und zog wie dumm.

Ihrer Seilschaft auf 6 Achsen,

war die selbst nur schwer gewachsen

und ähnlich wie beim Wasserski,

drückte sie es in die Knie.

Die Hunde war’n für den Moment,

zögerlich – ja fast gehemmt.

„Sie halten an weil ich sie rief!“,

dacht’ Jeanette… Ha! Wie naiv!

Denn die Hunde, gar nicht dumm,

dachten jetzt mal anders rum:

Auf dem Bauch, nicht in den Knien,

kann man Jeanette viel besser zieh’n.

Sie nutzten die Unachtsamkeit,

denn auch Hunde sind gescheit.

Das Riesenschnauzer- Dreigespann,

sprang nun mit einem Satz voran

und riss die kleine Frau’ngestalt,

nach vorne und zwar mit Gewalt.

Die Leinen eisern in der Hand,

ganz wie bei ’nen Profi- Stunt,

flog sie tief über die Koppel,

streifte manche harte Stoppel

und meterweit vom ersten Fleck,

klatschte sie in tiefen Dreck.

Hast du in der Hand 3 Leinen

und stehst nicht mehr auf den Beinen,

bist dazu noch nicht mal 1,70,

sag ich dir: „Der Rest ergibt sich!“.

Die Schnauzer zogen nämlich an,

wie Rentiere den Weihnachtsmann.

Besser gesagt: wie dessen Schlitten.

Die Kufen war’n Jeanettchens […].

Ist Festhalten da noch dein Credo,

wirst du zu einem Schlammtorpedo.

Am Ende dieser ganze Szenen,

grub sie Furchen mit den Zähnen.

Das hinderte die Hundemeute,

am Erlegen ihrer Beute.

Denn so ein Has’ macht schnelle Beine.

Hast du dann Ballast an der Leine,

der schlammbedeckt und störrisch ist,

hat sich ein Kleintier schnell verpisst.

Jeanette kam heim, als Hundgepäck,

und hatt’ nicht nur den Mund voll Dreck.

Doch am Schluss sieht man genau,

eine Eigenheit der Frau:

Für Schnäppchen ha’m die ein Gespür:

Schlammpackung? – And’re zahl’n dafür!

Im Graben

Die nächste Story der Gazette,

dreht sich auch um die Arbeitsstätte.

Genauer, ein Agrarbetrieb,

auf dem Gerd Riss. Unfug trieb.

Dieser arbeitet stets schwer,

auf dem Hof vom Belgier.

Und zwar als Quasi- Spezialist

in seinem Fachgebiet: dem Mist.

Speziell die Kälber und die Kühe,

machen Gerd oft richtig Mühe.

Doch wer hart arbeitet der kann,

auch hart feiern dann und wann.

Um beides passend zu verbinden,

tat man Betriebsfeiern erfinden.

Dort kann man dann seine Kollegen

oft ganz anders mal erleben.

Und die Familie de St,

feiert ja auch sonst ganz nett.

So sieht man sie, an vielen Tagen,

bei ausgefall’nen Tanzeinlagen.

Und Gerd ist, auf so einem Fest,

auch einer, der sich gehen lässt.

Wenn man das alles jetzt addiert,

war Unheil schon vorprogrammiert.

Die Belegschaft war versammelt,

der Partyraum war voll gerammelt.

Familien war’n auch mit dabei -

Riss’.s waren also 3.

So ging sie los, die große Sause,

und da gab es nicht nur Brause…

Alkohol floss schnell in Massen

und Gerd dachte: „Hoch die Tassen!“.

Kleine Schnäpse, große Humpen -

Gerd, der ließ sich heut nicht lumpen.

Was auf Getränkekarten steht,

half er sich ein – Hauptsache ’s dreht!

So fing er schnell auch an zu lallen,

und sich an Fremden festzukrallen.

Das tat natürlich Frau Kathlen,

nur mit Unbehagen seh’n.

„Kannst du dich nicht zusammen reißen?“

Gerd trank weiter Bier und Weißen.

Sei ein Alkoholverschwender,

stand oben auf seiner Agenda.

So war er, nach nur kurzer Zeit,

beinah’ auch schon grätenbreit.

Kathlen erkannte schnell die Not,

Gerds Glatze war schon feuerrot

und seine Augen war’n verleiert

ein Indiz, dass man bald reihert.

Und die erfahr’ne Ehefrau,

kennt solche Zeichen ganz genau.

„Gerd, reiß dich jetzt mal am Riem’!“

Der bestellte 2 Jim Beam.

Die rote Platte wurd’ jetzt bleich,

heute war ihm alles gleich.

So war auch „Gerd, lass das jetzt sein!“,

ein Tropfen auf den heißen Stein.

Kathlen hielt es bald nicht mehr aus,

und ging frustriert allein nach haus.

Und mit seiner Frau da ging

das letzte Hemmnis auch dahin.

Vor Ort war noch sein jüngster Sohn,

doch wen int’ressiert das schon?!

Der Begriff „Vorbildfunktion“:

ein Fremdwort für den Bierbaron.

Alk floss weiter in den Kopf,

bald fühlt’ er sich wie Gorbatschow;

und sah die Welt im bunten Schleier,

hier war das Ende seiner Feier.

Behänd wollt’ er vom Tisch aufstehen,

und konnt’ wie durch ein Prisma sehen.

Nach unzähligen Schnaps und Bieren,

vermocht’ er nicht fein zu justieren.

Ein kurzes „Tschüß“ und gleich darauf,

lief er los im Schlängellauf.

Sein erstes Ziel war nicht das Weite:

der Gehweg, and’re Straßenseite.

Doch wie einer der Bekifften,

tat er nach links und rechts abdriften.

So hatte Gerd recht schnell ’nen feinen

Knoten zwischen seinen Beinen.

Die Konsequenz von diesem Stil,

war, dass er stolperte und fiel.

Mit 9.81 Metern pro Sekunde,

nähert’ er sich einer Wunde.

Viele von euch denken: „Aua!“,

aber „Ihh!“ trifft ’s viel genauer.

Denn statt auf Gehwegpflaster prallen,

tat „Risse“ wie auf Kissen fallen.

Doch Glück sollt’ er jetzt auch nicht haben.

denn Gerd, der lag im Atelgraben.

Mit feierlichem Hemd und Hose,

in der braunen Güllesauce.

Und steckte, in gewisser Weise,

bis zum Hals jetzt in der Scheiße.

Klebst du da drin, von Kopf bis Fuß,

ist rausziehen auch kein Genuss.

Wenn man das nüchtern schwer nur schafft,

braucht man besoffen richtig Kraft.

Nach langem Kampf, mit sattem „flatsch“,

kam er dann doch noch aus dem Matsch,

sah aus wie ’s Monster aus dem Sumpf

und roch exakt wie Machos Strumpf.

So ging er heimwärts, durch den Ort

und alles Lebende blieb fort.

Angekomm’, nach langem Marsch,

nach wie vor mit nassem Arsch,

stand er zwischen Tür und Angel,

Duft und Optik war’n sein Mangel.

In grüner Kruste und auch brauner,

roch er wie Ziege in der Sauna.

So fragte er sich, ziemlich blau,

„Wie erklär’ ich ’s nur der Frau?“

Zum Abschluss sagen wir dir Gerd:

Saufen ist ja nicht verkehrt.

Doch solltest du, zu Schlips und Kragen,

in Zukunft Gummistiefel tragen.

Märchen vom Holzvogel

Das Märchen, das als nächstes kommt,

ist nicht so sehr zum „Schießen“,

doch trotzdem kann man es gekonnt,

mit Schmunzeln mal genießen.

Es war einmal vor langer Zeit,

ein Bäumchen, grün und braun,

das wurde grundlos zu ’nem Scheit

mit einer Axt gehau’n.

Denn es gibt Leute hier im Ort,

die schießen mit Gewehr’n

und nennen das dann auch noch Sport,

das Wort tun sie verzerr’n.

Auf Tontauben feuern die auch,

doch die sind wohl zu schnell,

drum schießen sie, nach altem Brauch,

jetzt auf ’nen Holzvogel.

So wurde aus dem Bäumchen jetzt,

’ne Holzfigur geschnitzt

und auf ’nen langen Pfahl gesetzt

denn der war angespitzt.

Nun fehlten nur die Leute noch,

die schreien und die gaffen,

nach Schießpulver dezent es roch,

sie luden ihre Waffen.

Der Vogel sprach noch ein Gebet,

er dacht’, es ist vorbei,

sein Hals wurd’ quasi umgedreht

mit Pulver und mit Blei.

Nun schossen sie aus allen Rohr’n,

der Vogel sollt’ zerplatzen,

dem klingelten jetzt zwar die Ohr’n,

doch tat es ihn kaum kratzen.

Die Schützen hatten nämlich ein

zu kleines Projektil

und dieses war wohl viel zu fein,

der Vogel zu stabil.

So schossen sie dann Stunden lang,

es drehten sich die Uhren,

der Vogel hatte – Gott sei dank,

nur kleinere Blessur’n.

Am Ende war das Schützenkorps

versammelt um ’nen Stehtisch,

und immer noch stand hoch empor

der Vogel majestätisch.

Leer das Schussdepot nun ist,

nach hause ging die Meute,

und wenn er nicht gestorben ist,

dann steht er da noch heute.

5 Sterne Fahrrad

Die letzte, der Geschichten hier,

handelt wieder mal vom Bier.

Auf dem Gebiet ein wahrer „Crack“,

ist Herr Matzek Gorzl.

Wer heißt denn bitte so noch mal?

Der 5 Sterne General.

Bestimmt habt ihr ihn schon geseh’n,

denn oft soll er am tegut steh’n.

Zusammen mit Herrn Peter Z.,

ist er das „Pöbel-Sauf Duett“.

Drum ist sein Gesicht oft bleich,

sein Tagesablauf immer gleich:

Morgens: Bierchen 3 bis 4,

hoch zum tegut: noch mehr Bier,

dann geht ’s wieder ab nach haus,

noch ein paar „Helle“: Lichter aus!

Er lebt ein Kirmeswochenende,

ohne Anfang, ohne Ende.

Doch säufst du wie die Russlandpolen,

musst du oft auch Nachschub holen.

Bei so was kriegt der Matzek Frust,

und so war ’s auch im August.

Wieder war’n die Hülsen leer,

sofort musste Nachschub her.

Schnell schwang er sich auf den Sattel

seines Fahrrads, dem „Bier-Shuttle“,

um zu Seidelmanns zu juckeln,

denn dort kriegt er was zu nuckeln.

Doch hast du reichlich Alk im Blut,

ist Fahrrad fahren auch nicht gut.

Bei Seidelles dann angekommen,

wird stets das Billigbier genommen.

Egal, dass der Geschmack da leidet –

der Alkoholgehalt entscheidet.

Ein Kasten wurde aufgeschnallt

und Matzeks Frust verflog schon bald.

Glücklich wie bei einer Heirat,

fuhr er wieder Richtung Heimat.

Ohne links und rechts zu gucken,

dacht’ er wieder nur ans Schlucken.

Doch was lernt man im Kindergarten?

An den Straßen sollst du warten!

Der General mit den 5 Sternen,

sollt’ die Lektion jetzt schmerzhaft lernen.

Bei den ersten Bremsgeräuschen,

dacht’ er noch, er würd’ sich täuschen.

Dann tat er mal nach hinten linsen

und vorbei war ’s mit dem Grinsen.

Denn da war ein Biertransporter,

bis oben voll mit mildem Porter.

Der Fahrer kniff die Aug’ zusammen.

Er wusste: Gleich werd’ ich ihn rammen.

Matzek schickte Stoßgebete

und hob ab wie ’ne Rakete.

Es krachte, dass es nur so schallt

und Matzek küsste den Asphalt.

Fährt dir so ein Laster rein,

dann frage nicht nach Sonnenschein.

Bei Fahrrad knackte das Gestänge;

beim General war ’s auch ’ne Menge.

Doch ha’m Besoffne meistens Schwein,

und so sollt’s auch dies’mal sein.

Denn trinkst du Hopfenblütentee,

tut dir nicht mehr vieles weh.

Der 5 Sterne General,

schüttelte sich kurz zwei mal

und, grad vom 8-Tonner touchiert,

stand er wieder: nichts passiert.

Sein Rad war krumm, wie Kunst aus Stahl,

doch das war ihm jetzt voll egal.

Denn in Scherben aufgefächert,

lag vor ihm, was er gerne bechert.

Das blonde Nass – er wurde bleich,

versickerte am Bürgersteich.

Natürlich stand, in Zwischenzeit,

der Lasterfahrer auch bereit

und sah den General, die Piepe,

wie er vor den Scherben kniete.

Die Hände vor ’s Gesicht geschlagen,

tat er um die Biere klagen.

Des Biertransporters Furcht war jetzt:

„Scheiße! Der ist schwer verletzt!“

Er dacht’ nicht an die Flüssigwaren,

eher an ein Strafverfahren…

„Bring ich ihn ins Krankenhaus?

Nein, dann kommt die Sache raus.

Doch wie stopp ich das Gewimmer?

Bestechung? Ja, das hilft doch immer.

Wenn ich das Fahrrad ihm ersetze,

wird er sicher nicht zur Petze.“

Gesagt, getan – in schnellem Schritt,

ging es hoch zu Fahrrad Schmidt.

Und dort wurd’, für gutes Geld,

ein neues Fahrrad hingestellt.

Der Lasterfahrer zahlte bar

und dachte: „Jetzt ist alles klar.“

Doch kostet so ein Rad auch tüchtig,

macht ’s unser’n General nicht glücklich.

So was ist zwar schön und gut,

doch verdünnt es nicht das Blut.

Bier – das ist sein heil’ger Gral.

Ein Fahrrad – das ist doch banal.

Im Gegenteil, zu haus bei Matzek,

nimmt das nur dem Alk den Platz weg.

So sprach er: „Bier, das wär’ noch chic…!“

Jetzt machte ’s bei dem Fahrer „klick“.

Ein Rad ist Mittel nur zum Zweck.

Der Zweck ist Bier! – Er hat ’s gecheckt.

So ging er mit dem Generale,

jetzt noch zur tegut- Markt Filiale

und kaufte den ersehnten Kasten.

Vorbei war endlich Biere fasten.

Der Lasterfahrer konnte weiter

und Matzek war auch wieder heiter.

Denn nach dem Ramadan der Biere,

gab ’s wieder Nachschub für die Niere.

Zum Abschluss noch schnell die Moral:

Fährst du an den General,

kauf ein paar Bier – tu dich nicht stressen,

und dann ist alles schnell vergessen.

Kleinanzeigen

Finden immer einen Grund zum Feiern. Auch zum 50. Geburtstag unseres Einsatzwagens wurde gesoffen.

gez.: Freiwillige Feuerwehr Wipperdorf

Weil Thilos Haus so teuer war, mussten unsere Hochzeitsgäste den Schnaps selbst bezahlen. Naja, wir sind halt aus Oberdorf…

gez.: Familie Schrö.

Lieh mir Jörg Wiemanns Schubkarre aus, weil bei meiner der Reifen platt war. Vergaß dabei, dass ich seit Kurzem mit dem Besitzer eines Reifenhandels verheiratet bin.

gez.: Anke Al-Hu.

Auch ich habe was vergessen. Nämlich, dass man mit einem Dachfahrradträger nicht unter niedrigen Brücken durchfahren sollte.

gez.: Ehemaliger Fahrradbesitzer René Sp.

Habe ich mir einen Jugendtraum erfüllt und trat beim Sportfest als dicker Käfer auf.

gez.: Falko Gü.

Stürzte bei meinen Nachbarn besoffen durch die Hecke, zog mir dabei böse Kratzwunden zu und zerstörte dabei eine dekorative Ente.

gez.: „Pumuckel“ Große

Sensation! Bin dieses Jahr nicht Dorfmeister im Kegeln geworden.

gez.: Bernd Flü.

Verkaufe „Gehacktes Brot“. Der Franzose nennt es auch „Croutons“.

gez.: Sirko Hart.

Ich bin das „Marderfrettchen“!

gez.: Burschi

Ach wie gut, dass niemand weiß…, dass ich schon seit 2007 verheiratet bin.

gez.: Lars Li.

Vertrauen wirklich jedem! Denn ratet mal, wer bei unserem Sportfest an der Kasse saß. Pitti!

gez.: SV Eintracht Wipperdorf

Fahrt mehr Bahn und verschenkt alle eure Autos! So wie ich an meine Kinder.

gez.: „Big Spender“ Ronny Schr.

Unterhielt mich gerade auf dem tegut Park-platz, als mir Walter Langef. das Fahrrad schrottete. Wäre es doch nur der LKW- Fahrer vom 5 Sterne General gewesen…

gez.: Horst Ki.

Gebe meinen Brieftauben Tee zu trinken. Kein Wunder, dass die immer zurückkommen.

gez.: Hartmut Stei.

Bestellte mir eine Tonne Korn im BigPack, dass leider vor meiner Haustür explodierte. Gut, dass ich da meine Schubkarre von Anke Alert wieder zurück hatte.

gez.: Jörg Wiem.

Kirmeszeit ist Gegendemo- Zeit.

gez.: Die Pustleber Tafel

Letztes Jahr fuhr ich Achterbahn in der Waschmaschine und dieses Jahr mit dem Fensterlieferanten bis nach Kehmstedt.

gez.: Siegels Kater Billy

„Wie geil ist das denn?!“

gez.: Volker Serfli.

Ließ einen Autohänger in die Hauswand unseres Nachbarn rollen. Jetzt ist dort ein schönes Loch.

gez.: Geprüfter Fahrlehrer Tobias S.

Bin mir meiner Sexualität sehr sicher. Wie sonst könnte ich in einem halbtransparenten, türkisen Netzhemd arbeiten, ohne mich schwul zu fühlen?

gez.: Gerd Riss.

Gestehe, dass ich zu Weihnachten fast eine Frauenjacke geklaut und ein Bonbon aus deren Tasche verzehrt habe.

gez.: Albert Ko.

Hab vor Kurzem mein Auto in Werther trocken gefahren und musste mit einem Kanister zur Tanke zurück laufen. Blödes Timing, dass grad halb Pustleben da lang gefahren kam…

gez.: Ramona Kra.

Ich mag schlechte Kirmes. Oder wie würdet ihr euch erklären, daß ich als Pustleber bei der Oberdorfer Kirmes mitmache?!

gez.: Jerone de Sm.

Nehmen echt jeden bei unserer Kirmes auf.

gez.: Oberdorfer Kirmesburschen

Wir würden nie einen Oberdorfer bei uns mitmachen lassen. Also macht euch keine falschen Hoffnungen…

gez.: Pustleber Kirmesburschen

Wollte meine Tochter Franziska anrufen, die ich unter der „1“ eingespeichert habe. Komisch, dass sich nach meinem „Hallo, hier ist Mutti!“ ein Herr von der Polizei meldete.

gez.: Monika Zeu.

Bügelte mein eigenes Garagentor um.

gez.: Andrea Koh.

Trat vor kurzen spontan im Kindergarten Nohra mit meiner Gitarre auf. Mir ist halt jedes Publikum recht.

gez.: Tobias S.

Wissen nicht, wie ein Siegertreppchen aus-sieht. Wie auch? Standen noch nie auf einem.

gez.: Oberdorfer Kirmesburschen

Sind unsere Kinder frühreif, wenn sie mit knapp 8 Jahren schon Erotikfilme schauen?

gez.: Familie Bra. und Familie Wie.

Ich wachte nackt auf meiner Couch auf und vor mir lagen überall zertretene Pommes. Was zum Teufel hab ich nur gemacht?

gez.: Ronny Schr.

Wir gratulieren dem Kindergarten zum 20- jährigen Bestehen! … Wir gratulieren Sigrun K. zur ununterbrochenen 20- jährigen Mitgliedschaft im Kindergarten!

gez.: Pustleber Kirmesburschen

Schluss

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,

obwohl wir noch lang nicht gehen nach Haus.

Ich hoffe ihr konntet ein wenig lachen,

und macht bitte weiter so dumme Sachen!

Lasst uns nun beten:

Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,

geheiligt werde dein Bier,

das Du empfangen von der Brauerei,

welches gelitten unter

dem Schaukeln des Bierwagens,

sitzest zur Rechten des Kutschers.

Von Dir wird es kommen,

um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.

Und führe uns nicht in Versuchung

nach Hause zu gehen,

sondern erlöse uns von den Weibern

und vergiss unsere Schulden,

wie auch wir vergessen unsere Gelder.

So lasset uns Weitersaufen in Seeligkeit,

bis in alle Ewigkeit.

So gehet hin in Frieden:

Der Hutmacher behüte euch,

der Scheffeldrescher dresche euch,

der Kneiper kneipe euch,

der Schirmmacher beschirme euch,

der Sensenmann verschone euch,

der Hund hebe sein Bein über euch

und sei euch gnädig.

Und der Alkoholrausch,

der größer ist als jede Vernunft,

gebe euch ewigen Frieden.

Amen!

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:

Die Kollekte, welche jetzt gesammelt wird,

dient zur weiteren Verdünnung des Blutes

in den Adern der Kirmesburschen…

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