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Anfang

So schnell verging ein ganzes Jahr,

und schon steh ich wieder da,

und muss die schwere Bürde tragen,

einen Toten zu beklagen.

Denn wieder hat’s einer geschafft –

Hugh Heffner hat’s dahingerafft.

Er nahm einfach zu viel Viagra,

und dachte wohl er wär unschlagbar,

doch sowas erhöht nicht nur Potenz,

sondern auch die Herzfrequenz.

So folgte auf die blaue Pille,

für den Hugh die ew’ge Stille!

Denn auch wenn man 5 Stunden kann,

kommt irgendwann der Sensemann.

Gespielinnen hatte er zwar kräftig,

doch uns’re Girls war’n ihm zu heftig.

Doch zu trauern gibt’s keinen Grund,

ich tu’ euch frohe Nachricht kund:

Denkt erstmal nach und seht nicht rot! –

Gibt’s denn einen schön’ren Tod?

Bevor wir die Kirmes nun zu Grabe tragen,

lasst mir vorher noch schnell sagen,

was in diesem Kirmesjahr,

bei uns im Örtchen so los war.

Wer absolut keinen Spaß versteht,

für den ist’s besser wenn er geht.

An alle and’ren: Bleibt noch hier,

und trinkt noch ein paar kleine Bier!

Dänische Sauna – Ulrike S.

Die Deutschen, also unsereins,

sind in so manchem Nummer 1.

Bei der WM waren wir zwar nur dritter,

und das war auch ziemlich bitter,

doch lasst uns jetzt nicht weiter klagen,

in manchem sind wir nicht zu schlagen!

Damit mein ich nicht das Bürokratentum,

sondern den Alkoholkonsum.

Und den steigern wir nicht nur hier,

auch im Urlaub saufen wir!

So kommt’s: Urlaub – das ist auch so’n Ding,

in dem die Deutschen Meister sind!

Da fühlt man sich endlich mal wie’n Star,

d’rum fahr’n viele jedes Jahr.

So dachten sich auch S.’s trocken:

Wir packen uns’re sieben Socken!

Und dies’ Jahr hat ihr Plan besagt:

Auf geht’s, wir fahr’n nach Dänemark!

Bei S.’s ist es sehr begehrt,

dass der Anhang auch mitfährt.

So kam es: ein Kirmesbursche aus Pustleben,

hat sich mit auf den Trip begeben.

Gemeint ist Ostwalds Florian,

der hat’s nämlich der Carolin angetan.

Und die beiden, weiß nicht ob sie’s wollen,

spielen hier 2 der Hauptrollen.

Aber Eins nach dem Ander’n, erstmal ging’s los,

und die Vorfreude war ziemlich groß!

Denn S.’s hatten, weil sich’s anbietet,

gleich’n ganzen Haus gemietet.

Und wie’s im Norden ist so Brauch,

gab’s da eine Sauna auch.

Einer der wenigen Orte auf der Welt,

an dem man, so wie’s einem gefällt,

schwitzen kann, ganz wie ein Schwein,

und das muss nicht mal peinlich sein.

So kam’s, dass Caro und Florian,

auch mal da allein drin war’n.

Es ist aber so, dass wenn man sauniert,

das Ding auch mal an Hitze verliert.

Wie es der Zufall manchmal so hat,

grad Schwester Ulrike das Dampfbad betrat.

‘Mach mal noch’n Aufguss bitte’,

kam’s gleich aus der Saunamitte.

Ulrike schritt auch gleich zur Tat,

und schnappte sich das Konzentrat.

Wie der Name schon verrät,

muss man das verdünnen, weil’s sonst hochgeht.

Als Florian das Schauspiel sah,

erkannte er: Explosionsgefahr!!!

Doch es war zu spät. Erst kam ein Knall

und dann ein Riesen-Feuerball!

Für Pyrotechnik wie diese fährt

man schonmal auf’n Rammstein-Konzert!

So ein Anblick fasziniert zwar,

doch ich glaub nich’,

dass die Sauna dafür konzipiert war.

Doch zum Staunen war keine Zeit,

Löschen war angesagt, und zwar bald!

Ein Feuerlöscher war natürlich keiner da,

Handtücher tun’s auch, is’ ja klar.

Die Anwesenden überlegten nicht lang,

und zogen blitzschnell alle blank.

Das einzige Hilfsmittel, was man sonst noch fand,

war’n Zahnputzbecher, der in der Ecke stand.

Mit 3 Tüchern, ‘n Becher und nicht mehr,

spielten sie nun nackte Feuerwehr,

und rückten, notgedrungen auf die Schnelle,

der Höllenflamme auf die Pelle.

Und nach heftigen, doch kurzem Ringen,

konnten sie sie schließlich auch bezwingen.

Am Ende blieb nicht mal ‘ne Glut,

und alles war auch wieder gut.

Ein Schaden war auch nicht zu seh’n,

so konnt’ man noch oft schwitzen geh’n.

Und die Moral von der Geschicht:

Konzentrat verdünnen – Das lohnt sich!

Das Iglu – Der Schern

Der Schern ist eine kleine Welt

die gern mal aus dem Rahmen fällt.

Dort wird noch autonom regiert,

gemeinsam plant man, was passiert,

man feiert Feste, dass es kracht

so manchen Tag und manche Nacht.

Man schwatzt so über’n Gartenzaun

und hilft sich wenn’s was gilt zu bau’n.

Man sitzt zusammen und berät

was im nächsten Jahr so geht.

Und – jedes Jahr das gleiche Spiel -

verfolgt man dort EIN großes Ziel:

und d’rum beschloss es auch die Leitung

‘Wir müssen in die Kirmeszeitung!’

Das neue Jahr war noch nicht alt,

doch dafür war’s besonders kalt.

Und wenn es kalt wird auf dem Schern,

dann trifft man sich besonders gern.

Man plaudert über dies und das

Und hat dabei ‘nen Riesen-Spass.

Ein jeder weiß ja – nichts ist netter

als ein small-talk über’s Wetter.

So klagte man auch ‘Ach’ und ‘Weh’,

was mach’n wir nur mit so viel Schnee?!

Denn manchen wurde Angst und Bang

weil so verschneit des Schernes Hang.

Da kam zum Glück, mein lieber Alter,

von ganz weit oben S. Walter.

Ja, diese üpp’ge, weiße Pracht

hat ihn auf ‘ne Idee gebracht:

‘Wenn’s so viel Schnee gibt diesen Winter

bau’n wir’n Iglu – für die Kinder!’

Und wegen dem Kind im Mann

fing man auch wenig später an

mit viel Elan und Selbstvertrauen

aus Schnee und Eis ein Haus zu bauen.

So ganz im Stil der Inuit -

und alle halfen fleißig mit.

So entstand in ihrer Mitte

ein Häuschen ganz nach Nordcap-Sitte,

an nur einem einz’gen Tage -

‘ne Meisterleistung, keine Frage.

Die Kinder konnten’s kaum erwarten

ihr Spiel in diesem Haus zu starten.

Drum schauten sie zur Tür hinein -

was sie da sah’n – es konnt’ nicht sein!

Nein, das war wirklich gar nicht toll -

das Iglu war mit den Alten voll!

Und weil es da drin war so fein

zog man sich ‘n paar Bierchen rein.

Die Hütte drohte zwar zu platzen

doch konnte man vergnüglich schwatzen

und einen heben, ohne Sorgen -

ganz vor der Weiber Blick verborgen.

Da blieb den Kindern – den jungen, kecken,

das Lachen schnell im Halse stecken.

Denn eine Frage stellte sich nun:

Was soll’n wir gegen die Säufer tun?

Denn was einst zum Spielen war gedacht

wurd’ jetzt zu Stammtisch 2 gemacht.

Doch wahrscheinlich von ihrem Werk begeistert,

und vom Alkohol erheitert -

überkam die Männer nach einiger Zeit

dann doch ein Hauch von Großzügigkeit.

So durften die Kleinen, nicht ohne zu fletschen,

sich schließlich doch ins Iglu quetschen…

Und die Regierung hat gebrüllt:

‘Jung’s, ihr habt den Plan erfüllt!’

- ‘Doch brauchen wir jetzt unbedingt

wen, der’s unter die Leute bringt.

Nur bei intakter Meldekette

kommt man in die Kirmes-Gazette.’

Zum Glück gab’s da ‘nen Informant

der, hinter vorgehaltener Hand,

und auch an der richtigen Stelle

die Story preisgab, und die Quelle.

Drum stehst du hier – geliebter Schern -

wir Kirmesburschen ha’m dich gern!

Ja, so ‘n Iglu ist wirklich nicht schlecht,

und eigentlich habt ihr ja Recht -

Was soll man, um ein Bier zu trinken,

den weiten Weg zum Schenker hinken.

Platz ist auch unter’m kleinsten Dach -

sei es auch aus Schnee gemacht!

Also ihr Schern’ler, macht so weiter -

dann wird’s auch ’07 wieder heiter!

Das Waldklo – Pauli G.

Ich wachte auf von der Sonne Küssen,

mit dem Gefühl ganz stark zu müssen.

Dies’ Gefühl ist mir wohl vertraut,

und als ich aus dem Fenster schaut’

vernahm ich, wie von Götterboten:

‘Pauli, du sollst im Walde koten!

Sei ein Mann und habe Mut!

Laß dir Zeit, doch tu es gut!’

Und weil von der Muse geküsst ich bin,

zog’s in die Natur mich hin.

So ein Geschäft in Wald und Wiesen –

Das kann nur ein Poet genießen.

Ein Häußchen, abgeschieden und fein,

in frischer Luft, so muss es sein.

Im Lokus an der Sturmesklause –

da fühle ich mich wie zu Hause.

Um mich alles voller Inspiration –

Ein Poetenkönig auf dem Thron.

Und als es schon drückte in der Hos’

Da stieg ich ein und fuhr gleich los,

zu einem Ort in Forstes Stille,

mit einer grobgeschnitzten Brille.

Um dort ein Stündchen zu verweilen

und dabei einen abzuseilen.

Kurz später kam ich an diesen Ort -

Welch fremdes Treiben sah ich dort?

An diesem Platz für große Dichter?

Flaschengeklirr und Kirmesgesichter! –

Entweihten diese geheiligte Stätte,

wie in früheren Zeiten Marco und Dette.

Mein Geist, er konnt’ es nicht verstehen,

sie tranken, und das schon vor um 10.

So ging ich hin in meiner Qual

Und fragt sie nicht ein, nein gleich 4x:

‚Was ist geschehen denn nur hier?’

Sie sprachen: ‚Nix, wir saufen Bier,

und schon das ganze Wochenende!’

- Ich schlug vor mein Gesicht die Hände

Und dachte mir: ‚Wie kann das sein,

was für verdorb’ne Kindelein!’

Zu all’ dem großen Seelenschmerze

Kam noch die Pein mit der Puperze.

D’rum bin ich, auf mein Ziel fixiert,

in Richtung stillen Ort marschiert…

Dafür besitz’ ich ein Gespür,

ich öffnete die Lokustür.

Nun, als ich auf die Schüssel rückte,

des Waldes Rauschen mich verzückte.

Und wunderschön zum Vogelsang

paarte sich der Fürze Klang.

Glücklich über mein Geschick,

genoss ich so den Augenblick.

Ein Gefühl der Glückseeligkeit,

machte sich nun in mir breit.

So war ich ganz in mich versunken,

doch mit der Zeit, da hat’s gestunken.

Die Waldesluft, sie war verflogen.

Das hat zum Rückzug mich bewogen.

Wir sind ja nicht grad pingelig,

doch eine Frage die stellt sich:

Wieso fährt man zum Kacken in ‘n Wald rein?

Wir fuhren doch dafür extra heim!

Aber Pauli, wir wollen dich nicht kritisieren,

denn deine Aktionen sind schwer zu kopieren!

Und wenn du wieder hast einen von diesen Tagen,

solltest du auf der Gemeinde nachfragen,

und zwar ob die Kirmesburschen aus Pustleben

wieder da sind um einen zu heben.

Dann fährst du schnell los, hebst mal ein Bein -

schon wirst du wieder in dieser Zeitung sein!

Die Schubkarre – Gerd R.

Es war an einem frühen Morgen -

Gerd R. wollt Grünzeug sich besorgen,

um zu verpflegen seine Kaninchen,

bei denen so Speisen ja beliebt sind.

Die Schubkarre aus alten Tagen

sollte ihn helfen, die Lasten zu tragen.

Frohen Mutes zog er los,

Er wollt’ ja bis zum Nachbarn bloß.

Aber dessen Tür und Tor

fand er nur verschlossen vor.

da stand er nun und kam nicht rein -

auf den Hof von P. Pein.

Da dacht sich wohl der alte Risse:

Geh ich halt nochmal heim und pisse.

Werd später einfach nochmal gehn’

die Karre lass ich einfach stehn’.

Die ist zum klauen viel zu alt –

Das war ein Trugschluss zeigt sich bald.

Denn als der Gerd nach einer Stunde

sich aufgemacht zur zweiten Runde,

war sein Erstaunen wirklich groß:

Wo ist nur meine Karre bloß?

Nahm sie vielleicht der P. Pein

mit in seinen Hof hinein?

Als dieser auch nichts konnte finden

sah man schon seine Hoffnung schwinden,

denn Gerd dem wurde plötzlich klar

wer der Übeltäter war.

Auf seinem Weg zum Nachbar Pein -

fiel ihm plötzlich wieder ein -

hatte er flüchtig wahr genommen,

dass die Schrotthändler wollten kommen,

denn vor dem ein und ander’m Tor

lag allerlei Metall davor -

welches nun, so wurd’ ihm klar

mit der Zeit verschwunden war.

Ja, auch alte Karren und nicht nur Bleche

verschwanden so schnell auf der Ladefläche.

Die Schrott’ler hatten wohl gedacht

dass sie den Arsch hat hochgemacht

und warfen sie, da sind sie flott,

ganz schnell zu all dem andern Schrott.

Und bevor der Besitzer wiederkam

trat sie die letzte Reise an.

So kam der Transport für Kleintierspeisen

auf die Deponie für altes Eisen…

Tja lieber Gerd, da hilft kein klagen,

lass dir von uns nur eines sagen:

Dies ist mal wieder der Beweis -

irgendeiner nimmt jeden Scheiß!

Ersatzschlüssel – Maik S.

Auf den Straßen sieht man’s viel -

die Rede ist vom Automobil.

Zur Arbeit, zum Shoppen und auch mal ins Bad,

braucht man 1x ‘n Motor und 4×1 Rad.

So macht’s wohl hier auch keinen platt,

dass auch Maik S. sowas hat.

Eines Tages, wie’s so geht,

wollt’ er’s benutzen, weil’s sonst nur steht.

Nicht bekannt ist wohin’s ihn trieb -

auch egal, weil’s Auto stehen blieb.

Denn als er schließlich stand davor

öffneten sich weder Tür noch Tor.

Und ohne ein kleines Utensil

tut sich da auch meist nicht viel.

Worum es geht ist allen klar -

der Autoschlüssel war nicht da.

Viel schlimmer noch, na so ein Mist -

er wusst’ nicht wo der zweite ist.

Doch statt zu suchen wie ein Mann,

rief er sofort ‘ne Werkstatt an:

‘Können sie mir die Schlösser wechseln für teures Geld?

Erst dann werd ich ein wahrer Held.’

‘Gerne!’ sagten sie und rieben sich die Hände,

für die äußerst milde Spende.

Das diese jedoch nicht nötig war

wurde Maik kurz später klar…

‘Sowas wird mir nicht nochmal passieren-

ich werd einen Schlüssel zu Hause deponieren.’

Wow! Auf die Idee ist, genau genommen,

wahrscheinlich noch keiner vor ihm gekommen!

Nun brauchte er nun noch einen passenden Ort-

‘Der Schlüsselkasten’ – versteck ich ihn dort.

Er öffnete ihn und das ist jetzt kein Fun -

da lächelte ihn was silbernes an.

‘Moment mal kleiner, dich kenn ich doch,

du passt doch ins alte Schlüsselloch.’

Kompliziert ist manchmal des Schicksals Lauf -

ein Ersatzschlüssel in Schlüsselkasten -

da kommt doch wirklich niemand drauf…

Wer jetzt denkt die Story wär kurios,

wird sich wundern, denn bloß

nach nicht allzu vielen Stunden,

wurde auch der and’re Schlüssel wieder gefunden.

Er lag auch gar nicht weit von hier,

vorne bei Thilo und all seinem Bier.

Er hatte sich wohl beim Zigaretten holen

irgendwie aus Maik’s Tasche gestohlen.

Was war also das Ende aller Lieder?

Maik hatte beide Schlüssel wieder!

Dumm nur, dass das Schloss was würde passen

das Auto seit kurzem hatte verlassen…

Wir sollten uns Maik als Beispiel nehmen

und unser Geld auch sinnlos ausgeben!

Denn wenn wir das machen, und zwar stur,

freu’n sich Einzelhandel und Konjunktur!

Frühschoppen – Otto W.

So manchen Samstag, das kennt man ja,

säuft es sich ganz wunderbar.

Sonntags wacht man auf, sieht noch ganz verschwommen,

doch weil man den Hals nicht kann voll bekommen,

ist, dank Gott, Tag Nummer 7,

zum Frühschoppen ganz frei geblieben!

Da kann man dann, gar lecker fein,

schon morgens angeheitert sein.

Und wie immer gibt’s da einen,

der muss es auf die Spitze treiben!

‘Frühschoppen jede Woche’ ist das Motto

von Familie W.’s Otto.

Jeden Sonntag, schon weit vor um 8,

wird Blasmusik laut angemacht,

und Bier getrunken, ist ja klar! -

52x im Jahr!!!

Und als wär Otto bei Sternburg unter Verträgen,

lässt er sich das auch im Urlaub nicht nehmen…

Die Tochter an der Ostsee lud ihn nämlich ein,

ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.

Denn weil Otto und Frau das nicht anders kannten,

gab’s Frühschoppen jetzt auch bei den Verwandten!

Und die wollten, sonntags im Morgengrauen,

Ohren und Augen nicht recht trauen.

‘Ist das nur ein schlechter Traum,

oder sitzt da Otto unterm Baum?’

Oh ja, er war es, und von dort aus

beschallte er dann Hof und Haus.

So machte er bei seiner Verwandtschaft

auch mit den Nachbarn schnell Bekanntschaft!

Die wollten nämlich, frühs um 7,

gerne noch im Bettchen liegen.

Sie brüllten aus den Fenstern raus:

‘Mach doch mal die Scheiße aus!’

Doch der Otto dachte sich:

‘Die meinen doch bestimmt nicht mich.

Saufen, wenn sich der Tag erhellt,

ist das Normalste von der Welt!’

Das war den Anwohnern wohl nicht bekannt -

Sie reagierten wenig tolerant.

Im Gegenteil! Wie’s nun mal so ist,

waren sie ziemlich angepisst!

Vielleicht dachte auch einer in seiner Empörung

an ‘ne Klage wegen Ruhestörung.

So hörte man, nach zahlreichen Beschwerden,

die Musi’ schließlich leiser werden.

Die Verwandten hatten Otto nämlich gebeten,

den taktischen Rückzug anzutreten.

So musste er, anstatt zu schädeln,

mit der weißen Fahne wedeln.

Und die Nachbarn feierten den Sieg

über Bier und Blasmusik.

So können Nachbarn, die bösen, fiesen,

einem sogar den Urlaub noch vermiesen.

Und jetzt noch ein kleiner Tipp von uns:

Fahr doch nicht weg zu Hinz und Kuntz!

Bleib am besten einfach hier

beim leckeren Pustleber Bier!

Hier gibt’s zwar auch so manchen Spinner,

aber saufen – das lässt man dich immer!

Und wenn du frühschoppst wird keiner weinen,

das ist bei uns Pflicht und Kür in einem!

Kleinanzeigen

… Und nun noch ein paar Kleinanzeigen:

Mein Mann hat sich zwar für sein Alter gut gehalten, aber es war trotzdem falsch als Einladung zu seinem 60. Konfirmationskarten zu verschicken.

gez.: Elfriede S.

Jeder Reisebus sollte eine eingebaute Toilette haben, damit ich meine Notdurft nicht wieder in eine Pringles-Dose verrichten muss.

gez.: René G.

Suchen noch leistungsstärkeren Rauchmelder. Damit wir selbst, und nicht nur die Nachbarn, das nächste mal wenn wir die Suppe auf dem Herd vergessen alarmiert werden.

gez.: Familie M.

Sollte meine Spedition in eine Baufirma umwandeln. So könnte ich die ganzen Um- und Anbauten an meinem Grundstück vielleicht von der Steuer absetzen.

gez.: Uli L.

Sperrt doch mal eure Tölen ein! Damit mich so’n Vieh nicht wieder beim Zeitungsaustragen beißt.

gez.: Birgit G.

Wer kann diese Rechnung lösen? Was sind 3 x 11m? Richtig! – 0 Punkte!

gez.: 1.Männermannschaft

Gut dass der tegut bald einen neuen Inhaber bekommt. Vielleicht kriegen wir dort dann endlich wieder Alkohol.

gez.: Peter Z., 3 Sterne General und Jürgen M.

Suche neue Tastatur für meinen PC, meine alte schreibt kein ‘w’ mehr. Möchte nämlich verhindern dass ich nochmal jemanden für Scheißarbeiten Geld berechne.

gez.: Maik S.

Baue ein Hochhaus… Naja, nicht wirklich aber auf jeden Fall hab ich schon den passenden Kran dafür gemietet!

gez.: Petrus

Suche stärkere Federbeine für mein Motorrad – Belastungsgrenze erreicht und weit überschritten.

gez.: Tobias S.

Fahre jetzt sonntags öfter in den Wald, bei den Spritpreisen ja kein Wunder dass ich mir in der Kornkammer nur noch ein halbes Bier bestellen kann.

gez.: Pauli G.

Bin dafür, dass elektronische Fußfesseln für Schafe auf den Markt kommen, damit meine Viecher nicht wieder abhauen, Erdbeerfelder zertrampeln und aus Rache getötet werden. Da hat nun wirklich keiner was davon!

gez.: Schäfer A.

Unsere Beerdigung war so erbärmlich, dass wir schon selber davon kotzen!

gez.: Oberdorfer Kirmesburschen

Suchen Gartenpumpe, die man auch direkt im Boden verankern kann. Nicht dass Peter Zimmerm. unsere wieder klaut und verkauft.

gez.: Familien Mat. und Bey.

So’ne Scheiße! Jetzt hab ich mir auch noch beim Wurstgrillen das Bein verbrannt.

gez.: Tobias S.

Habe kein Problem damit beim Bierkrugstemmen zu bescheißen.

gez.: Der Hase

Nachdem ich auf einer Demo gegen Rechts in NDH in einen Brunnen geworfen wurde und mir die Bullen dann auch noch meine Feuerwerkskörper abgenommen haben, muss ich mein Leben als Punk wohl doch noch mal überdenken.

gez.: Markus F.

Wenn die vor meiner Einfahrt bauen mach ich mir halt meinen eigenen Parkplatz auf Gemeinschaftsgrundstück!

gez.: René Da.

Kann mal wer die Schwerkraft abstellen? Will nämlich nie wieder beim Verlassen der Rübe den Bordstein küssen.

gez.: Jochen Be.

Verdiene mir als Dirigente, noch was dazu zu meiner Rente.

gez.: Otto W.

Wir verklagen gerne!

gez.: Familie M.

Warten immer noch auf unser Bier…

gez.: Pustleber Kirmesburschen auf der oberdorfer Kirmes

Stelle fest: Jörg Wiem. und Co. hatten NICHT die beste Kirmes!

gez.: Eckard G.

Und noch ein Rätsel: Warum gehörte das Schaf, welches ich von Gerd Bo.

erworben habe, eigentlich dem Schäfer Apel?

gez.: Katharina P.

Vermiete Huhn für Prostitution.

gez.: Familie St.

Schluss

So liebe Leute, die Kirmes ist jetzt aus,

obwohl wir noch lange nicht gehen nach Haus.

Ich hoffe ihr konntet auch mal lachen,

und macht bitte weiter so dumme Sachen!

Lasst uns nun beten:

Vater Wirt, der Du bist in der Kneipe,

geheiligt werde dein Bier,

das Du empfangen von der Brauerei,

welches gelitten unter dem Schaukeln des Bierwagens,

sitzest zur Rechten des Kutschers.

Von Dir wird es kommen, um zu strömen in unsere durstigen Kehlen.

Und führe uns nicht in Versuchung nach Hause zu gehen,

sondern erlöse uns von den Weibern

und vergiss unsere Schulden,

wie auch wir vergessen unsere Gelder.

So lasset uns nun Weitersaufen in Seelichkeit,

bis in alle Ewigkeit…

So gehet hin in Frieden:

Der Hutmachen behüte euch,

der Scheffeldrescher dresche euch,

der Kneiper kneipe euch,

der Schirmmacher beschirme euch,

das Gammelfleisch verschone euch,

der Hund hebe sein Bein über euch und sei Euch gnädig.

Und der Alkoholrausch, der größer ist als jede Vernunft, gebe euch ewigen Frieden.

AMEN

Der Gemeinde ist noch bekannt zu geben:

Die Kollekte, welche jetzt vergeben wird, dient zur weiteren Verdünnung des Blutes in der Alkoholbahn der Kirmesburschen…

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