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Es gibt Kneipen da geht man hin um zu Saufen,
und da gibt es welche da kann man nebenbei noch was interessantes lauschen.
Ich meine die Kneipe wo unsere erfolgreichen Fußballer verkehren,
und wenn sie nicht gewinnen wenigstens einige Gläser dort leeren.

Da gibt es Leute über die ich erzählt habe schon sehr viel,
doch ein Neuling in dieser Zeitung ist der Björn K.
Als Torwart der Zweiten auch immer mit dabei,
trinkt er dort sein Bierchen, oder zwei oder drei.
Weil er nie schnell zu seiner Frau nach Hause muss,
sitzt der Björn meistens auch bis zum Schluss.

Da wird viel geredet, sonnenklar,
wie es auf Arbeit, in der Schule oder zu Hause war.
Die Gespräche laufen immer nach dem selben Schema,
und zu späterer Stunde wird auch Sex ein Thema.
Alle erzählen dann, locker vom Bier, frei heraus,
nur der Björn hält sich bei den Gesprächen raus.

Ich weiß nicht ob er schon dabei ist mit Frauen zu toben,
wenn nicht kann ich ihn als Pastor nur loben.

Aber eins müsst ihr wissen, die Gespräche sind nur ein wenig versaut,
aber ich denke unter Männern ist das schon mal erlaubt.

Ach, nur unter Männern – ist doch gar nicht wahr,
da gibt es ja auch noch die Frau hinter der Bar.
Die Ramona ist die gute Seele vom Sportverein,
und mischt sich in diese Gespräche gern mal mit ein.
Bei diesem Gerede kommt sie dann richtig in Fahrt,
und das ist wohl nicht jedem seine Art.
An diesem Abend waren nicht mehr viele vor Ort,
Ramona, Björn, noch zwei Gäste – die anderen waren schon fort.

Es war noch eine andere Frau da – das fand Ramona toll -
und das war aus Oberdorf die Frau Zwoll.

So saßen sie nun und redeten viel,
am Anfang das dem Björn auch noch gefiel.
Doch dann ging es richtig um die Fakten,
um Männer, Frauen und deren Ärsche und zwar die nackten.
Der Björn wurde immer stiller und ganz rot,
da nahmen ihn die Frauen in die Mitte, das tat Not.
Die Sprüche kennt jeder “auf alten Rädern lernt man das fahren”,
aber nicht mir unserm Björn, der ist doch noch ganz unerfahren.
Er wusste gar nicht mehr wo er hin schauen sollte,
die Frauen bekamen nicht mit, dass er nicht wollte.
Auf jeden Fall ließen sie ihn nicht ruh´n,
und Björn bekam es mit der Angst zu tun.

Er dachte, die machen mich doch an die beiden Weiber,
ich habe aber keinen Bock auf ihre üppigen Leiber.
So sagte er sich, ich muss hier weg und ziemlich schnell,
die Ausrede mit dem Klo ist doch sensationell.
So ging er auf die Toilette und schloss sich ein,
hier konnte der Björn alleine sein.

Das Problem war, er wollte nicht mehr in die Kneipe zurück,
so benutzte er einen uralten Trick.
Per Handy rief er seine Mutter an, und beide entwickelten einen Plan.

Komm hol mich schnell vom Sportplatz heim,
da muss ich nicht mehr zu den Wuchtbrummen in die Kneipe rein.
So blieb er auf dem Klo bis Muttern kam,
und ihren Björn friedlich mit nach Hause nahm.

Lieber Björn, bleib so sittsam und rein,
und laß Dich nicht mit solchen Weibern ein.
Eines Tages da kannst Du Dich trauen,
denn glaub mir es gibt auch normale Frauen.

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